Blick in die Bilanz
Ein Blick in die Bilanz zahlreicher Unternehmen.
2024
Freudenberg Gruppe: Ständige Erneuerung
Dieses Familienunternehmen ist vielen kein Begriff, weil seine Produkte wichtig, aber oft nicht sichtbar sind. Im Konzernabschluss 2014 formuliert man das so: „Ohne Freudenberg (…) wäre die Luft in Räumen nicht so rein, würden Autos nicht fahren, Anzüge nicht sitzen und Wunden nicht so schnell heilen.“ Das eine oder andere Produkt kennt man, etwa Wischtücher von der Konzerntochter Vileda – aber insgesamt fällt die Firma nicht auf. Kein schillerndes Management, keine Skandale, keine Massenentlassungen, keine Familienfehden. Stattdessen Erfolg seit 175 Jahren. Wie macht Freudenberg das? Die Zahlen geben Antworten.
Spotify: MAUes Geschäft
Der Ökonom Joseph Schumpeter beschrieb das Ergebnis des kapitalistischen Konkurrenzkampfes idealtypisch als schöpferische Zerstörung. Ein Paradebeispiel dafür scheint Spotify zu sein: Die Firma hat die Art, Musik zu konsumieren, grundlegend geändert. Sie ermöglicht das Abspielen von mehr als 100 Millionen Songs, Podcasts und Hörbüchern gegen eine monatliche Gebühr. Den Künstlern und Künstlerinnen hat dieses Geschäft bestenfalls nicht geschadet, die Kundschaft profitiert von enormer Vielfalt, der Verkauf von CDs ist praktisch zusammengebrochen. Die Börse in New York honorierte diese schöpferische Zerstörung am ersten Handelstag im April 2018 mit einem Firmenwert von 27 Milliarden Dollar.
Boeing: Abgehoben
Boeing hat derzeit bekanntlich massive technische Probleme. Dennoch ist Fliegen grundsätzlich die sicherste Art der Fortbewegung – dank redundanter Technik, so der Fachjargon. Ein Jet kann zum Beispiel mit nur einem Triebwerk landen, falls das andere ausfällt. Doppelt hält besser. Für Boeings Finanzen gilt das allerdings nicht.
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2019
Blick in die Bilanz
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