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Schwerpunkt

Überraschung

brand eins 12/2017


Inhalt

S. 4

Wenn es anders kommt


Einstieg

S. 8

Ein Architekt in der Schweiz

Text und Fotografie: Annika Kiehn

S. 10

Die Welt in Zahlen

Text: Holger Fröhlich, Nils Wischmeyer

S. 12

Vom Ascheimer zur Abfall-Rakete

Text: Jens Bergmann
Illustration: Manu Burghart

Wie macht man sich mit profanen Produkten einen Namen? Die Mülleimer-Macher von Wesco wissen, wie’s geht.

Das Bild zeigt einen mintgrünen Mülleimer neben einem vertikalen, rechteckigen Ausschnitt eines Fotos. Das Foto zeigt eine Gruppe von Menschen beim Skifahren, erkennbar an den farbigen Skianzügen und Skiern. Der Mülleimer steht auf einem weißen Hintergrund und wirkt modern.

S. 14

Saubere Sache

Text: Torben Müller
Fotografie: Philip Frowein

Eine Industriedesignerin hat im Studium ein Sanitärsystem erfunden, das mehrere Probleme auf einmal löst.

Zwei junge Frauen stehen auf einer Dachterrasse vor einer beigen Wand. Die Frau links trägt ein kariertes Hemd und einen schwarzen Rock, die Frau rechts einen braunen Pullover. Sie unterhalten sich und schauen auf einen weißen Tisch. Im Hintergrund ist ein Gebäude zu sehen.

S. 16

Promethium (Pm)

Text: Dirk Böttcher

S. 18

Das ess‘ ich nicht!

Im Jahr 1919 nahmen Hamburger den Verbraucherschutz in die eigenen Hände.

Text: Ingo Malcher


Was Wirtschaft treibt

S. 22

Die Wüste lebt

Text: Steffan Heuer
Fotografie: David Magnusson

Das Bild zeigt eine Skyline von Las Vegas an einem sonnigen Tag. Im Vordergrund stehen Palmen und ein Straßenschild mit der Aufschrift "Speed Limit 45". Im Hintergrund erheben sich hohe Hotelgebäude und Casinos, typisch für Las Vegas. Das Ambiente ist urban und lebendig, mit einem klaren blauen Himmel.

S. 30

Reif für Olympia

Mehr als zwei Milliarden Menschen begeistern sich weltweit für Computerspiele. Die Zahlen des größten unabhängigen Anbieters Activision Blizzard zeigen allerdings: Das Geschäft ist kein Kinderspiel.

Text: Patricia Döhle, Bettina Schulz


Schwerpunkt: Überraschung

S. 34

Störzonen

Text: Wolf Lotter

Überraschungen sind unvermeidlich. Wäre es nicht klug, aus ihnen gute Gelegenheiten zu machen?

Überraschungen bewältigen wir im Schnelldenkgang, der fast immer angeschaltet ist. Vernunft, Lösungsfähigkeit, Nachdenken sind die Werkzeuge, mit denen man der Überraschung beikommt und sie in eine Chance verwandelt.

S. 46

Im Auge des Sturms

Wenn Hurrikane die USA verwüsten, ruft das Weiße Haus bei einer Fastfood-Kette an, um herauszufinden, wie schlimm es wirklich steht. Denn niemand kennt sich so gut mit solchen Ereignissen aus wie das für sein billiges Frühstück bekannte Waffle House.

Text: Christoph Koch
Grafik: Carte Blanche Design Studio

S. 52

Die Berechner des Bösen

Text: Johannes Böhme
Fotografie: Hartmut Nägele

Nichts lässt sich schwerer kalkulieren als das Risiko eines Anschlags. Extremus, der einzige deutsche Versicherer gegen Schäden durch Terror, versucht es trotzdem.

Ein älterer Mann mit grauen Haaren und Brille blickt nachdenklich zur Seite. Er trägt einen dunklen Anzug und scheint in tiefer Konzentration zu sein. Die Aufnahme ist porträtartig und der Hintergrund ist unscharf.

S. 58

Professor Zufall

Text: Frank Dahlmann
Collage: Julia Ossko und Eugen Schulz

Wir verdanken Unfällen, Fehlern und Schlampereien große Entdeckungen. Ein Überblick.

Ein Mann mit Bart und Anzug, vermutlich ein Wissenschaftler, ist auf einem Schwarz-Weiß-Foto zu sehen. Vor ihm schwebt ein großes, dunkles Kristallgebilde auf einem Tablett. Das Bild wirkt wie eine historische Darstellung eines Forschungsobjekts.

S. 62

Reise ins Gewisse

Text: Christoph Koch
Illustration: Jill Senft

Unser Autor überlässt im Urlaub ungern etwas dem Zufall.

Eine Person steht mit dem Rücken zum Betrachter vor einem Fenster und hält ein Smartphone hoch. Durch das Fenster ist ein rosafarbener Berg zu sehen. Vor dem Fenster schwebt ein rosafarbenes Wesen und ein kleines rotes Fluggerät. Die Szene wirkt wie eine Illustration oder ein Gemälde.

S. 64

„Entscheiden kann nur der Mensch“

Interview: Thomas Ramge
Fotografie: Roderick Aichinger

Daten und Algorithmen versprechen Planbarkeit, sorgen aber auch für mehr Unsicherheit. Wieso, erläutert der Philosoph Julian Nida-Rümelin.

Ein Mann in einem dunklen Anzug geht in einem hellen Raum nach links. Er wirkt nachdenklich und konzentriert. Der Raum ist minimalistisch eingerichtet mit einer weißen Wand und einem hellen Boden.

S. 68

Der Schwarzbau

Text: Holger Fröhlich
Fotografie: Tillmann Franzen

Die Geschichte eines Mannes, der ein Haus kaufte, das es gar nicht geben dürfte.

Ein Garten mit einer Bank. Im Hintergrund ist ein Haus mit einem roten Ziegeldach zu sehen. Die Bank steht vor dichtem Grün und wirkt einladend. Es herrscht eine ruhige, friedliche Atmosphäre.

S. 72

Unglaublich …

Zusammengestellt von Lea-Marie Kenzler
Illustration: Jan Robert Dünnweller

…, womit sich Geld verdienen lässt.

Das Bild zeigt eine Grafik, die das Gesicht einer Person andeutet. Es wirkt wie aus vielen kleinen Punkten und lilafarbenen Farbflecken zusammengesetzt. Der Gesichtsausdruck wirkt traurig und nachdenklich.

S. 76

Immer in Bewegung bleiben

Text: Katja Michel
Fotografie: Thekla Ehling

Das Telekommunikationsunternehmen Sipgate könnte eine ziemlich langweilige Firma sein. Doch sie ist so innovativ wie wenige andere.

Ein Koch steht in einer professionellen Küche und füllt Soße in kleine Schälchen. Im Hintergrund sind weitere Köche bei der Arbeit zu sehen. Über dem Tresen leuchtet ein Neon-Schild mit der Aufschrift "OPEN AND CLOSED". Das Ambiente ist warm und belebt.

S. 82

Kai aus der Kiste

Text: Nils Wischmeyer
Collage: Julia Busch

Kaufen, ohne zu wissen, was man kriegt – damit verdienen diese vier Start-ups Geld.

Collage einer Person in Lotusposition. Der Körper ist durch einen Lippenstift ersetzt, der goldfarben schimmert und rot gefärbt ist. Anstelle des Kopfes befindet sich ein goldenes Objekt mit einem Auge in der Mitte. Die Hände sind in einer Meditationshaltung vor dem Gesicht positioniert. Die Person wirkt ruhig und konzentriert.

S. 86

Wie ein Fallschirmsprung in Klein

Interview: Nils Wischmeyer
Fotografie: Anne-Sophie Stolz

Routine, Routine, Routine: Menschen sind Gewohnheitstiere. Nur manchmal brechen sie aus ihrem Muster aus – und wählen trotz aller Risiken eine Überraschung. Warum das so ist und wie Unternehmen sich das zunutze machen können, erforscht Wiebke Klingemann.

Porträt einer jungen Frau mit langen, braunen Haaren und Brille. Sie lächelt freundlich und wirkt offen und sympathisch. Sie trägt ein dunkles Oberteil mit einem Blumenmuster.

S. 90

Einfach umgestellt

Text: Stefan Scheytt
Fotografie: Peter Granser

Zwei Werber machen aus ihrer Agentur eine Manufaktur für Uhren ohne Zeiger und Ziffern. Ihr Erfolgsgeheimnis: Sie ticken ähnlich.

Eine Person mit weißen Handschuhen hält ein quadratisches Display aus vielen kleinen, hell leuchtenden weißen Punkten. Die Punkte formen die Buchstaben "WIFI". Im Hintergrund ist ein weiteres Display mit einem Punktmuster zu sehen. Das Bild zeigt wahrscheinlich einen Herstellungsprozess oder eine Qualitätskontrolle von elektronischen Bauteilen.

S. 94

Dicke Bretter

Text: Peter Laudenbach
Fotografie: Ramon Haindl

Wer sich auf unbekanntes Terrain begibt, muss mit Überraschungen rechnen. Der Sägewerkbesitzer Ralf Pollmeier sucht sie geradezu.

Ein großer Baumstamm liegt auf einer Vorrichtung in einer Sägemühle. Über dem Stamm befindet sich eine schwere Sägemaschine mit mehreren rotierenden Sägeblättern, die durch rote Linien markiert sind. Der Stamm wird gleichigeschnitten.

S. 102

Rein damit

Text und Interview: Frank Dahlmann
Fotografie: Jens Umbach

Sie denken, deutsches Bier sei rein? Sie werden sich wundern, was trotz des sogenannten Reinheitsgebots alles erlaubt ist.

Ein Mann mit grau meliertem Bart und einer Schiebermütze steht selbstbewusst vor großen, glänzenden Edelstahltanks. Er trägt ein dunkles Hemd und Jeans und wirkt wie ein Brauer in seiner Brauerei.

S. 107

Die Ökonomie des Ü-Eis

Text: Nils Wischmeyer
Illustration: Studio I Like Birds

Frappierende Fakten über einen Bestseller.

Ein geöffnetes Schokoladenei liegt auf einem hellbraunen Untergrund. Die äußere Schale ist hellbraun, die innere Folie zerknittert und silbern. Neben dem Ei liegen zwei Plastikfiguren in Orange und Pink, die offenbar aus dem Ei ausgebrochen sind.

S. 108

Der Möglichmacher

Text: Wiebke Harms
Fotografie: Sigrid Reinichs

Wer anderen hilft, dem wird geholfen. Das ist die Devise des Rohstoffeinkäufers Ralf Kunert. Die Objekte seiner Begierde sind Wollfett, Nüsse und Rosenblüten.

Das Bild zeigt einen ruhigen Teich, umgeben von einem üppigen Wald mit Bäumen in Herbstfarben. Im ruhigen Wasser des Teichs spiegelt sich das leuchtende Laub und schafft eine ruhige Atmosphäre. Die Perspektive des Bildes ist vom Ufer aus, mit Blick auf den Teich, was ein Gefühl von Tiefe vermittelt und den Betrachter einlädt, sich vorzustellen, wie er am Ufer steht und die friedliche Landschaft auf sich wirken lässt.

S. 114

Der Computer, der mich einstellte

Text: Nils Wischmeyer
Illustration: Joni Majer

Kluge Maschinen sollen den perfekten Bewerber finden. Kann das funktionieren? Ein Selbstversuch.

Zeichnung: Eine Gruppe von Menschen steht vor einem großen, schwarzen Kubus. Auf der Oberseite des Kubus sitzen weitere Menschen, die in Löcher blicken. Unterhalb des Kubus steht eine einzelne Person, die ein Puzzleteil in der Hand hält und den Kubus betrachtet. Die Menschen vor dem Kubus sind ebenfalls stilisiert und scheinen zu versuchen, das Puzzleteil in ein größeres Bild einzufügen.

S. 120

Das Geheimnis des umgestülpten Würfels

Text: Dirk Böttcher
Fotografie: Michael Hudler

Paul Schatz schuf aus einer altbekannten Form eine ganz neue – um die Welt zu verändern. Sein Enkel baut nun auf dieser Idee ein Unternehmen auf.

Ein quadratischer, geometrischer Körper aus Holz steht auf einem hellen Holztisch. Der Körper ist in verschiedene helle und dunkle Holzfarben unterteilt. Rechts daneben befindet sich eine organisch geformte Holzskulptur, die an eine Welle erinnert. Im Hintergrund ist ein heller Raum mit einem Vorhang zu sehen.

S. 128

Doktor Seltsam oder wie er lernte, das Getier zu lieben

Interview: Christian Sywottek
Fotografie: Michael Hudler

Der Kriminalbiologe Mark Benecke ist immer auf der Suche nach Tatsachen. Konventionen sind ihm deshalb egal. Ein Gespräch über den Nutzen der Naivität, die Faszination des Abseitigen und den Wert innerer Freiheit.

Schwarz-Weiß-Foto: Eine Person steht mit dem Rücken zum Betrachter vor einer riesigen Projektion eines Marienkäfers. Der Marienkäfer ist sehr detailliert dargestellt und dominiert das Bild. Die Person scheint den Marienkäfer mit einem Stock zu berühren oder zu zeigen. Das Bild wirkt surreal und großformatig.

Was Menschen bewegt

S. 136

Lachkampf

Text: Johannes Böhme
Fotografie: Franziska Rieder

Wie eine Sektenaussteigerin dem alltäglichen Wahnsinn entgegentritt.

Eine junge Frau mit langen braunen Haaren hält eine grau getigerte Katze eng vor sich im Arm. Sie blickt direkt in die Kamera, ihr Blick wirkt sanft und liebevoll. Die Katze schaut ebenfalls in die Kamera. Die Frau trägt einen rot-weiß gestreiften Schal, der die Katze teilweise bedeckt. Im Hintergrund ist eine unscharfe Landschaft mit Häusern zu erkennen.

S. 142

Die Ausgrabung

Die Zeichentrickfilme der tschechoslowakischen Filmindustrie genossen einst Weltruhm. Eine neue Generation von Animatoren lässt die Tradition in den unterschiedlichen Nischen weiterleben.

Text: Kilian Kirchgeßner


Ausstieg

S. 152

Was wäre, wenn … niemand mehr Fleisch äße?

Text: Christoph Koch
Fotografie: Philotheus Nisch

Ein Szenario.

Ein hoher Spieß mit verschiedenen Gemüsesorten und Früchten. Unten beginnt es mit einer roten Radiesie, darüber folgen Gurkenscheiben, ein Blumenkohlröschen, eine Aubergine, eine Tomatenscheibe, ein Stück Käse und gekrönt wird der Spieß von einer Durianfrucht. Der Hintergrund ist ein unscharfer, blau-violetter Farbverlauf.

S. 155

Wenn der Postmann nicht mehr klingelt …

Text: Frank Dahlmann

Ein Hamburger Start-up will ihm die Arbeit erleichtern. Mit einem Barcode-Scanner.

Ein Mann in Arbeitskleidung mit blauer Kappe hält ein Paket mit der Aufschrift "Mailbox" vor einer weißen Tür. Neben dem Türgriff befindet sich ein rotes Licht an einem schwarzen Kasten, vermutlich ein Türglockensystem. Der Mann scheint gerade ein Paket in den Briefkasten zu legen.

S. 157

Denn der Wald ist wichtig

Die Leichte Sprache richtet sich vorwiegend an Menschen mit Lernschwierigkeiten – vielleicht hat sie aber noch größeres Potenzial? Hier die Übersetzung zweier Absätze aus dem „Übereinkommen von Paris“ der Klimarahmenkonvention.

Text: Holger Fröhlich

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Wer hat’s gesagt?