Zum Inhalt springen

Schwerpunkt

Orte

brand eins 04/2022


Inhalt

S. 4

Gabriele Fischer über den Schwerpunkt Orte.


Einstieg

S. 8

Text: Merlin Gröber
Foto: Johanna-Maria Fritz

Rudra Tiwari ist 52 Jahre alt, verheiratet, hat fünf Kinder und arbeitet als frei-beruflicher Maler in Sauraha, einem Dorf in Zentral-Nepal.

Ein Mann mittleren Alters steht vor einer Wand, die er gerade mit einem Elefantenmotiv bemalt. Er trägt ein kariertes Hemd und eine Strickmütze und wirkt zufrieden. Vor ihm steht ein kleiner Tisch mit Malutensilien. Im Hintergrund ist üppige Vegetation zu sehen.

S. 10

Text: Holger Fröhlich

S. 12

Die Suche nach Produkten beginnt immer häufiger in den sozialen Medien.

Text: Martin Fehrensen und Mischa Täubner

S. 14

Text: Jens Bergmann
Illustration: Ika Künzel

Das Management hat eine eigene Sprache: Business Bullshit. Es handelt sich um einen inhaltsleeren und irreführenden Jargon – der gerade deshalb attraktiv ist. Wieso, lesen Sie hier.

Eine farbenfrohe Kinderzeichnung zeigt eine Person, die auf einem großen, geschwungenen roten Objekt steht. Die Person ist in dunklen Blautönen gehalten und trägt eine Krone. Sie scheint eine Geste der Freude oder des Sieges zu machen. Auf dem roten Objekt stehen die Worte "FLEISS" und "MERITO CRACY", jeweils mit einem Herzsymbol versehen. Die Zeichnung wirkt dynamisch und verspielt.

S. 16

Text: Armin Scharf
Fotografie: Joel Hunn

Senkrecht starten und landen wie ein Helikopter, fliegen wie ein Flugzeug: Der Kippflügel macht ‘s möglich. Ein Schweizer Unternehmen reanimiert ein altes Prinzip und will 2026 mit hybridem Antrieb abheben.

Ein weißes Flugzeug steht in einer hellen, geräumigen Halle. Das Flugzeug hat eine schlanke Form und ist mit Propellern ausgestattet. Im Hintergrund sind Türen und Wände zu sehen, die Halle wirkt industriell und funktional.

S. 18

In den sogenannten Kabeljaukriegen rangen Island und das Vereinigte Königreich darum, wer in welchen Seegebieten fischen darf. Das Beispiel zeigt, wie schwer sich Nationen damit tun, Gemeingüter nachhaltig zu nutzen.

Text: Susanne Schäfer


Was Wirtschaft treibt

S. 28

Interview: Christoph Koch
Fotografie: Felix Brüggemann

Philipp Bouteiller war zehn Jahre lang Projektleiter für die Nachnutzung des Berliner Flughafens Tegel. Jetzt tritt er ab. Ein Blick zurück und nach vorn.

Ein Mann in einem dunklen Anzug steht selbstbewusst vor dem Flughafengebäude Tegel. Im Hintergrund ist der Kontrollturm und ein rotes Gepäckband zu sehen. Der Himmel ist bewölkt, die Stimmung ist kühl und professionell.

S. 20

Text: Sophia Bogner und Paul Hertzberg
Fotografie: Fati Abubakar

Ein Tag in Lagos mit einer Frau, die mit ihrem Unternehmen Leben rettet. Und mit einem Mann auf einem Motorrad mit einer Kiste voller Blut.

Eine Frau mittleren Alters steht selbstbewusst in einer belebten Straße. Sie trägt ein dunkles Kleid und hat dunkles, lockiges Haar. Hinter ihr steht ein Mann mit roter Kleidung auf einem Motorroller und ein anderer Mann mit einem Dreirad, das mit einem roten Kasten und einem medizinischen Kreuz versehen ist. Im Hintergrund sind Autos und Gebäude zu sehen. Alle tragen Schutzmasken.

S. 36

Text: Ulrich Harz und Victoria Thiele
Fotografie: Alexandra Polina

Drei Gründer haben den Sanitätsfachhandel gegen sich aufgebracht. Ist die Branche wirklich so rückständig, wie die Newcomer sagen?

Das Bild zeigt eine Grafik eines Pandas, die auf kariertem Papier gezeichnet wurde. Die Zeichnung wirkt skizzenhaft und ist mit kleinen Punkten erstellt. Ein Teil des karierten Papiers ist von einem weißen Blatt verdeckt. Das Bild wird von einem schwarzen Bildschirm beleuchtet, auf dem die Grafik zu sehen ist.

Schwerpunkt Orte

S. 42

Interview: Peter Laudenbach
Fotografie: Oliver Helbig

Welche Bedeutung hat Firmenarchitektur? Antworten von der Soziologin Martina Löw.

Eine Frau mit lockigem, blondem Haar und Brille blickt nachdenklich aus einem Fenster. Sie trägt einen Blazer und ein weißes Top. Das Licht fällt seitlich auf ihr Gesicht und erzeugt einen warmen Ton. Im Hintergrund ist eine Stadtlandschaft zu erkennen.

S. 48

Fragen an Stephan A. Jansen

S. 52

Ein Kommentar von Wolf Lotter
Illustration: Jan Robert Dünnweller

Zurück ins Büro? Für immer im Home Office? Oder nachdenken, ob es nicht was Besseres gibt. Eine Ortsbestimmung.

Eine stilisierte Grafik zeigt ein blaues, monsterähnliches Wesen, das an einem Schreibtisch in einem geöffneten Karton sitzt und arbeitet. Auf dem Tisch liegen Papiere, ein Stift und eine Tasse. Das Monster wirkt konzentriert. Eine kleine Spinne hängt an einem Faden neben dem Karton.

S. 54

Text: Anabelle Körbel
Fotografie: Roman Goebel, André Hemstedt & Tine Reimer

Wie versuchen Firmen, im Kampf um IT-Fachleute zu punkten? Zwei Unternehmen, zwei Antworten.

Ein Mann sitzt in einem modernen Büro. Er trägt ein olivgrünes Hemd und eine Brille. Er wirkt nachdenklich und hält seine Hände vor sich verschränkt. Im Hintergrund sind Büromöbel und eine Glaswand zu sehen.

S. 60

Text: Ingo Eggert

S. 62

Text: Janina Martens
Fotografie: Michael Hudler, Jakob Schnetz

Zurück zum klassischen Büro wollen sie beide nicht: Doch während die eine Firma ihren Leuten überlässt, wo sie arbeiten möchten, stupst die andere ihre Belegschaft behutsam in die gewünschte Richtung. Zwei moderne Mittelständler, zwei Konzepte.

Ein helles, offenes Raumkonzept, vermutlich ein Restaurant oder eine Cafeteria. Mehrere Personen sitzen an Tischen und unterhalten sich. Im Hintergrund eine große Fensterfront mit Tageslicht. Ein Mann geht den Gang entlang, abgewandt von der Kamera. Weiße Vorhänge und Grünpflanzen gliedern den Raum.

S. 68

In der Pandemie haben deutsche Großkonzerne auf Home Office umgestellt. Wir wollten wissen, wie es nun weitergeht. Hier die Antworten.

Text: Yves Bellinghausen

S. 72

Interview: Andreas Molitor
Fotografie: Anna Ziegler

Der Berater Christof Horn über das Verhältnis von Firmenarchitektur und -kultur – und warum das Home Office nicht zum Normalzustand werden sollte.

Ein Mann mit Brille und dunklem Sakko steht lächelnd in einem Aufzug. Er trägt einen Rucksack über der Schulter und wirkt entspannt. Im Hintergrund ist eine weitere Person im Aufzug zu sehen.

S. 76

Wozu für die Mittagspause die Arbeit unterbrechen?

Eine der Antworten liefert der New Yorker Fotograf Brian Finke in seiner Serie „Desktop Dining“: Appetitlich geht anders.

Ein Mann mittleren Alters isst während der Arbeit zu Mittag. Er sitzt an einem Schreibtisch mit einem Laptop und tippt, während er mit einer Gabel Essen aus einem Behälter aufnimmt. Im Vordergrund hält eine zweite Person einen Löffel mit Essen bereit. Auf dem Schreibtisch stehen eine Orange, eine Flasche Wasser und ein Telefon. Die Szene wirkt geschäftig und zeigt eine alltägliche Situation im Büro.

S. 84

Interview: Harald Willenbrock
Fotografie: David Magnusson

Cal Henderson hat mit Slack eine Kommunikations-Software geschaffen, die Millionen Menschen virtuell zusammenbringt und die Arbeit von überall erlaubt. Heute fehlt ihm das Büro.

Ein Mann mit Bart steht auf einer grünen Wiese vor einer Stadtlandschaft. Er trägt ein kariertes Hemd und Shorts und wirkt entspannt. Im Hintergrund sind Gebäude und ein Baum mit rötlichen Blättern zu sehen.

S. 88

Text: Felix Lill
Illustration: Karlotta Freier

Die japanische Ästhetik wird weltweit bewundert. In den Büros des Landes hat sie sich noch nicht durchgesetzt. Denn dort folgt man weiterhin der Devise: Arbeit bedeutet leiden.

Eine Zeichnung zeigt einen Mann, der an einem Schreibtisch sitzt und auf einen Computerbildschirm starrt. Er trägt Brille und einen Anzug mit Krawatte. Sein Blick ist konzentriert, er wirkt angestrengt. Über ihm leuchtet eine Schreibtischlampe. Der Schreibtisch steht vor einem Fenster mit heruntergelassenen Jalousien. Die Atmosphäre ist gedämpft und wirkt bürotypisch.

S. 90

Manche finden: Eine Welt ohne Büros ist keine gute Idee. Prithwiraj (Raj) Choudhury sieht das anders.

Interview: Sophie Burfeind

S. 94

Protokoll: Uwe Rasche
Fotografie: Felix Hüffelmann

Ein eigener Salon – für den Friseur Michael Helle bedeutete das Anerkennung, aber auch Frust. Heute besucht der 54-Jährige seine Kundschaft zu Hause. Warum, das erzählt er hier.

Ein älterer Mann schneidet einer älteren Frau die Haare. Beide tragen Schutzmasken. Der Mann steht seitlich zur Frau und hält eine Schere in der Hand. Die Frau sitzt auf einem Stuhl mit einem Umhang um die Schultern. Im Hintergrund ist ein Küchenschrank mit Geschirr zu sehen.

Was Menschen bewegt

S. 98

Text: Barbara Bachmann
Fotografie: Roselena Ramistella

In einem Armenviertel Neapels ist die erste solidarische Energiegemeinschaft Italiens entstanden. Ein Projekt, das Familien hilft und die Umwelt schützt. Maßgeblich vorangetrieben hat es ein Elfjähriger.

Ein Junge steht auf einem flachen Dach, das mit Solarpanelen bedeckt ist. Er trägt einen dunklen Pullover mit einem großen Schriftzug und dunkle Hosen. Er blickt direkt in die Kamera und wirkt ernst. Im Hintergrund erstreckt sich eine Stadtlandschaft unter einem bewölkten Himmel.

Ausstieg

S. 106

Text: Christoph Koch
Fotografie: Philotheus Nisch

Ein Szenario.

Abstraktes Bild: Eine Hand, gefesselt mit einer Kette, ragt aus einem gelben, gezackten Stern hervor. Die Szene spielt auf einem bläulichen, perspektivischen Hintergrund mit horizontalen Linien. Das Bild ist von roten Kreisen und einem gezackten Rahmen umgeben.

S. 109

Text: Frank Dahlmann
Foto: SURAG Medical GmbH

Eine Spritze richtig zu setzen kann kompliziert sein. Ärztinnen und Ärzte verlassen sich dann auf ihr Gespür und ihr Gehör. Ein kleiner Adapter soll ihnen dabei helfen.

Eine helle Hand hält ein kleines, transparentes Analysegerät mit einer Flüssigkeit darin. Das Gerät wird in ein schwarzes, elektronisches Lesegerät gesteckt, dessen Display grün leuchtet. Es scheint sich um einen medizinischen Test oder eine Analyse zu handeln.

S. 111

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung einiger Passagen zur Eskapismus-These aus dem Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel.

Text: Holger Fröhlich


Gewinnspiel

„Die Leute arbeiten ja nicht für das Büro, in das sie jeden Tag gehen, sondern für die Organisation, die dahintersteht.“