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Schwerpunkt

Luxus

brand eins 10/2023


Inhalt

S. 3

Alltag ist immer

Gabriele Fischer über den Schwerpunkt Luxus


Einstieg

Eine Malerin in Montenegro

Text und Fotografie: Philip Jokic

Jelena Papović, 48, ist in Cetinje (Montenegro) geboren und hat ihr Abitur an der Design-Oberschule in Belgrad (Serbien) gemacht. Damals gehörten beide Staaten noch zur Bundesrepublik Jugoslawien. In Cetinje studierte sie dann Malerei und Bildende Kunst.

Eine Frau mit kurzen, grauen Haaren und einem freundlichen Lächeln steht vor zwei großen, abstrakten Gemälden von Pferden. Sie trägt ein gelbes Oberteil und eine lange, türkisfarbene Kette. Die Gemälde haben helle Farbtöne und zeigen die Formen von Pferdekörpern. Die Frau wirkt selbstbewusst und künstlerisch.

S. 8

Die Welt in Zahlen

Text: Anabelle Körbel

S. 10

Privat-KI

Text: Gregor Schmalzried

In der digitalen Welt gibt es ständig Neues. Was sind Hypes, die man getrost ignorieren kann? Und was bringt einen wirklich voran? Gregor Schmalzried, Journalist und Berater, über individualisierte KI-Modelle.

Das Bild zeigt den Schriftzug "GPT" dreimal übereinander in gelber Farbe auf einem pinkfarbenen Hintergrund. Es handelt sich um eine Grafik, die wahrscheinlich das KI-Modell GPT repräsentiert.

S. 12

Die Überempfindlichen

Text: Jens Bergmann
Illustration: Ika Künzel

Im Wirtschaftsleben geht es schon mal rustikal zu. Aber bitte nicht im Umgang mit den hypersensiblen Finanzmärkten!

Zeichnung einer Figur, die auf einem Kasten mit der Aufschrift "NEWS" steht und die Arme in die Luft reckt. Die Figur hat ein breites, zahniges Grinsen und wirkt aggressiv oder aufgeregt. Die Zeichnung ist in Pink und Lila gehalten.

S. 14

Der Fund im Laubhaufen

Text: Elena Matera
Fotografie: Hanna Wiedemann

Drei Forscher aus Leipzig wollen mit einem Hochleistungs- Enzym eine Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen ermöglichen.

Eine Hand mit blauen Handschuhen hält eine Petrischale über einem Labor. Im Hintergrund ist ein Reagenzglas mit gelber Flüssigkeit und Laborgeräte zu sehen. Die Situation deutet auf wissenschaftliche Forschung oder Analyse hin.

Was Wirtschaft treibt

S. 16

Die Bitcoin-Story

Vor 15 Jahren von einem unbekannten Entwickler erfunden, steht der Bitcoin heute im Zentrum einer weltweiten Bewegung mit religiösen Zügen. Was macht seine Faszination aus? Eine Spurensuche in Russland, El Salvador, Nigeria und Deutschland.

Text: Yves Bellinghausen


brand eins-Container: Unter Druck

S. 32

Von Rennern und Pennern

Text: Andreas Molitor
Fotografie: Hartmut Nägele, Regina Recht

Viele Restaurantbesitzer sind stolz auf die Verkaufsschlager ihrer Speisekarte und wissen gar nicht, dass sie an denen oft kaum etwas verdienen. Ein erstaunliches Versäumnis, das existenzbedrohend sein kann.

Ein gedeckter Tisch mit einem herzhaften Essen. Auf einem weißen Teller liegen eine Bratwurst mit Soße, Pommes Frites und ein Salat. Eine Gabel ist in die Soße getaucht. Zwei Personen sitzen am Tisch, ihre Hände sind zu sehen.

Schwerpunkt: Luxus

S. 42

Nachhaltig protzen

Interview: Jens Bergmann
Fotografie: Anne-Sophie Stolz

Ein Gespräch über den ewigen Reiz von Bling-Bling, Geltungsdrang und das Streben nach Autonomie mit Thomas Hensel, Professor für Kunst und Designtheorie an der Hochschule Pforzheim.

Schwarz-Weiß Porträt eines Mannes in einem Anzug. Er hat kurze Haare und wirkt freundlich und selbstbewusst. Er steht in einem hellen Gang mit hohen, gewölbten Decken und mehreren Türen im Hintergrund.

S. 48

Luxus in Zahlen

Text: Sophie Burfeind und Anabelle Körbel

S. 50

Karo siegt

Irgendwann kommen auch Luxusmarken an einen Punkt, an dem sie sich neu erfinden müssen, sonst drohen sie vom Markt zu verschwinden. Burberry ist das gelungen, Escada nicht. Eine Spurensuche.

Text: Anna Friedrich

S. 56

Mythos aus dem Labor

Text: Isabel Fisch

Viele Jüngere wollen Luxus – aber bitte nachhaltig produziert. Deshalb kaufen sie lieber Diamanten, die synthetisch erzeugt statt unter fragwürdigen Bedingungen in Minen abgebaut werden. Über einen Markt im Umbruch.

S. 62

Das Lustprinzip

Text: Hannes M. Kneissler
Fotografie: Julian Baumann

Wie macht man aus einem Grundnahrungsmittel ein Luxusprodukt? Der Münchner Bäckermeister Julius Brantner weiß, wie‘s geht.

Ein Mann mit kurzem Haar und Bart lehnt lächelnd an einem Regal mit Brot. Er trägt ein weißes T-Shirt und eine graue Schürze und wirkt wie ein Bäcker in seiner Backstube.

S. 68

Von Hummern und Hermelinen

Text: Holger Fröhlich
Collage: Silke Baltruschat

Statussymbole im Wandel der Zeit.

Schwarz-Weißfoto, das Coco Chanel zeigt, wie sie Audrey Hepburn ein schwarzes Kleid anpasst. Chanel, eine ältere Frau mit Hut und Perlenkette, konzentriert sich auf die Arbeit am Kleid. Hepburn steht ruhig da und blickt geradeaus, wirkt elegant und vertraut. Die Atmosphäre ist professionell und stilvoll, ein Blick hinter die Kulissen einer Modedesignerin und ihres Models.

S. 78

Hingucker

Ein goldfarbenes Badezimmer. Eine goldene Toilette steht im Mittelpunkt, während die Wände ebenfalls in Gold gehalten sind. Das Licht ist warm und reflektiert auf den glänzenden Oberflächen. Es wirkt luxuriös und ungewöhnlich.
Foto: Julia Sellmann

S. 84

Das Ende des Pomps

Vor der Pandemie prahlte man in der chinesischen Oberschicht gern mit goldener Rolex oder pinkem Bentley. Inzwischen hat sich der Luxusmarkt in der Volksrepublik radikal gewandelt.

Text: Fabian Kretschmer

S. 90

Wo Bars gute Luft verkaufen

In Indien ist vieles, das einmal selbstverständlich war, zu einem raren – und teuren – Gut geworden.

Text: Taran N Khan
Übersetzung: Julia Lauter

S. 96

Members only

Interview: Jennifer Garic

Du willst bei uns kaufen? Dann werde Mitglied! Das ist das Angebot der Onlineshops Singular Society und Etiql, die beide hochwertige Produkte zum Herstellerpreis versprechen. Eine gute Idee? Oliver Janz, Professor und Leiter des Studiengangs BWL-Handel und Fashion-Management an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heilbronn, hat Zweifel.

Schwarzer Hintergrund mit rotem Text: "Members only". Das Bild signalisiert einen exklusiven Zugang oder eine Mitgliedschaft.

S. 98

„Ich bin mit einem Fuß in Monte Carlo“

Text und Interview: Katrin Groth
Fotografie: Jelka von Langen

Mit Designerklamotten, dicken Autos und Texten über Drogenexzesse bedient Haiyti fast jedes Rap-Klischee – um es sofort wieder zu brechen. Ein Treffen in Berlin.

Eine junge Person überquert einen breiten, leeren Stadtboulevard auf einem Zebrastreifen. Sie trägt ein lockeres T-Shirt, Shorts und hohe Stiefel und hat eine Sonnenbrille auf. Die Person wirkt selbstbewusst und entschlossen, während sie auf die Straße blickt. Im Hintergrund sind Gebäude und Bäume zu sehen, die Straße ist von Ampeln gesäumt.

S. 104

Reiche Göre?

Paris Hilton wuchs im Luxus auf. Das prägt und ist nicht mehr zu ändern. Sie hat sich das zunutze gemacht – und sich selbst zur Marke.

Text: Hannes M. Kneissler

S. 106

Luxus-Probleme

Europa ist der historische Kontinent der begehrten Dinge. Andere Länder holen auf und machen es anders. Was bleibt, was könnte kommen?

Fragen an Stephan A. Jansen

S. 108

Klimaanlage zum Anziehen

Text: Jannik Jürgens
Fotografie: Markus Burke

Die Erderwärmung hat auch Auswirkungen, von denen bisher wenig die Rede ist: Sie macht neue Produkte zu Luxusgütern, kühlende Kleidung zum Beispiel.

Ein Fenster wird von hellen, strukturierten Vorhängen verdeckt. Das Licht scheint durch den Stoff und erhellt ihn. Im unteren Bildrand ist ein Teil eines Stuhls zu sehen.

S. 114

Kein Eis, kein Chopin

Text: Luka Lübke

Die Küche – egal ob daheim oder in der Gastronomie – ist ein eigener Kosmos, der viel über uns, die Wirtschaft und die Gesellschaft verrät. Luka Lübke, Köchin und Autorin, erzählt diesmal, wie ihr essgestörter Vater ihr Slow Food erklärte.

Eine Schüssel warme Suppe mit Garnelen und Kräutern. Die Suppe hat eine helle, cremige Farbe und ist mit frischen Kräutern bestreut. Mehrere Garnelen sind in der Suppe verteilt. Die Schüssel ist aus Terrakotta.

Was Menschen bewegt

S. 118

Eine italienische Attraktion

Text: Mischa Täubner
Fotografie: Diambra Mariani

Bruno Ferrin, ein armer Mann, hält sich in den ersten Nachkriegsjahrzehnten im damals noch rückständigen Venetien mit verschiedenen Jobs über Wasser. Dann beginnt er, eigenhändig einen Freizeitpark zu bauen.

Ein älterer Mann mit freundlichem Gesichtsausdruck lächelt in die Kamera. Er trägt eine graue Kappe und eine dunkle Arbeitsjacke mit dem Namen "Bruno Ai Pioppi" darauf. Er wirkt sympathisch und bodenständig.

Ausstieg

S. 130

Wann wäre, wenn … es keine Viren mehr gäbe?

Text: Christoph Koch
Fotografie: Philotheus Nisch

Ein Szenario.

Ein weißes Modell eines Coronavirus ist in einer Glasglocke eingeschlossen. Der Hintergrund ist rot beleuchtet, was eine sterile und isolierte Atmosphäre erzeugt. Das Bild symbolisiert die Eindämmung und Untersuchung des Virus.

S. 133

Heiß, kalt, heiß, kalt

Ein Darmstädter Start-up entwickelt Kühlsysteme, die ohne Gase funktionieren. Und fast doppelt so effizient sein sollen wie herkömmliche.

Text: Frank Dahlmann

S. 135

Manche Gäste mögen kein Putzen.

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung von Auszügen aus der Fachinformation BGI 5034 „Reinigen von Eisenbahnfahrzeugen zur Personenbeförderung“ der gesetzlichen Unfallversicherung VBG.

Text: Holger Fröhlich


Gewinnspiel

S. 138

Wer hat’s gesagt?

„Unser Begriff von Luxus sollte sich angesichts der ökologischen Krise ändern – weg vom Genuss fabrizierter Dinge hin zur Wertschätzung nicht kontaminierter, natürlicher Ressourcen.“