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Schwerpunkt

Führen

brand eins 10/2022


Inhalt

Chefredakteurin Gabriele Fischer über den Schwerpunk Führen.


Einstieg

S. 6

Text und Fotografie: Julian Busch

Ashraf Mohamed, 28, lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Kabul. Er hat keinen Beruf erlernt. Nach dem Schulabschluss begann er in der Tierhandlung seines Onkels zu arbeiten. Vor zehn Jahren hat er diese übernommen.

Ein Mann mit dunklem Bart und dunklen Haaren steht verschränkten Arms in einem Vogelgeschäft. Er trägt ein hellgrünes Hemd und eine passende Weste. Im Hintergrund sind viele Vogelkäfige mit bunten Vögeln zu sehen. Der Mann wirkt selbstbewusst und blickt direkt in die Kamera.

Text: Holger Fröhlich

Ausgerechnet virtuelle Influencer sollen Online-Welten menschlicher machen.

Text: Martin Fehrensen, Mischa Täubner

S. 12

Text: Jens Bergmann
Illustration: Ika Künzel

Moderne Unternehmen benennen sich gern mal um. Derzeit sind sprechende Firmierungen angesagt – an denen Thomas Mann seine Freude hätte.

Zeichnung, die zwei stilisierte Figuren nebeneinander zeigt. Links eine Figur mit dem Namen "PETER" und dem Jahr "1980" darüber. Rechts eine Figur mit dem Namen "KEA-XII" und dem Jahr "2020" darüber. Beide Figuren stehen auf gekreuzten Beinen und wirken wie Kritzeleien. Die Zeichnung vergleicht vermutlich die Darstellung von Personen oder Ideen über einen Zeitraum von 40 Jahren.

Text: Susanne Donner
Fotografie: Felix Adler

Der Dresdener Elektrotechnikingenieur Holger Conrad hat einen Chip erfunden, der als Lautsprecher taugt. Der smarte Knopf im Ohr könnte irgendwann unser ständiger Begleiter und Beschützer werden.

Nahaufnahme einer Pinzette, die einen winzigen Computerchip auf einer weißen Oberfläche hält. Der Chip ist sehr klein und wird wahrscheinlich in einem Labor oder einer technischen Umgebung untersucht.

Der Strommarkt wurde erst 1998 liberalisiert. Warum konnten die Monopole sich so lange halten?

Text: Susanne Schäfer


Container

Text: Mischa Täubner
Illustration: Fred Mann

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat das Internet die Welt verändert. Doch die anfängliche Euphorie ist mit der wachsenden Macht weniger Digitalkonzerne in Sorge um Freiheitsrechte und Demokratie umgeschlagen.

Das Bild zeigt einen Innenraum, vermutlich ein Museum oder eine Ausstellungshalle. Im Vordergrund stehen mehrere Personen, die sich an Schreibtischen befinden und Bildschirme betrachten. Durch eine große Glasfront ist im Hintergrund eine Menschenmenge zu sehen, die sich in einer Art Schlacht oder Demonstration befindet. Die Atmosphäre wirkt düster und angespannt. Es scheint, als würden die Personen im Vordergrund die Ereignisse im Hintergrund beobachten oder analysieren.

S. 30

Ruft ein Mensch eine Website auf, ahnt er meist nicht, was in der kurzen Zeit passiert, bis diese sich öffnet.

Der Digital Service Act, Digital Markets Act, Artificial Intelligence Act, die Datenstrategie der EU, der Data Act und die Datenschutz-Grundverordnung.


Was Wirtschaft treibt

Was Unternehmen unter Digitalisierung verstehen, klaffe immer weiter auseinander, sagt der britische Branchenkenner Benedict Evans. Warum das nicht zwangsläufig schlimm ist und was daraus folgt, erklärt er im Interview.

Interview und
Text: Christoph Koch


Schwerpunkt Führen

Text: Julia Lauter
Illustration: Joni Majer
Fotografie: Oliver Helbig, Hanna Lenz

Unternehmen wollen vielfältiger werden. Bislang konzentrierten sich viele darauf, Frauen Chancen zu geben. Aber auch andere Gruppen liefern neue Perspektiven, zum Beispiel Arbeiterkinder.

Grafik: Ein Mann im Anzug, der bis zur Hüfte in dunkler Erde versinkt. Seine Arme sind erhoben, als wolle er sich festhalten. Aus seinem Körper wachsen Wurzeln in die Erde hinein. Die Grafik vermittelt ein Gefühl von Verzweiflung und dem Gefühl, festzustecken.

Text: Ingo Eggert

Text: Anabelle Körbel
Fotografie: André Hemstedt und Tine Reimer

Wenige Branchen sind so männerdominiert wie die IT. Eine Ausnahme ist die Beratungsfirma Thoughtworks, in der mehr Frauen führen als Männer. Was läuft dort anders?

Eine Frau sitzt in einem beigen Sessel in einem dunklen Raum. Sie trägt ein gestreiftes Oberteil und dunkle Schuhe. Über ihr befindet sich ein großer, leuchtender Ring aus Licht. Der Raum ist mit blauen Vorhängen ausgekleidet, was eine ruhige und konzentrierte Atmosphäre schafft. Die Frau wirkt nachdenklich und blickt direkt in die Kamera.

Verändert es die Perspektive, wenn man mit 12 Jahren aus seiner Heimat geflohen und mit 18 Jahren allein in ein fremdes Land aufgebrochen ist? Zumindest ist der Blick, den Aysel Osmanoglu, seit fünf Jahren im Vorstand der GLS-Bank, auf die Wirtschaft und das Leben wirft, ein besonderer.

Interview: Gabriele Fischer
Fotografie: Hartmut Nägele

Text: Johannes Schweikle
Fotografie: Sigrid Reinichs

Zwei Überzeugungstäter gründen eine Firma und sammeln weitere Überzeugungstäter um sich. Und dann, im 18. Erfolgsjahr, bereiten sie ihren Ausstieg vor.

Ein älterer Mann mit grau meliertem Haar sitzt entspannt in einem Schattenbereich. Er trägt ein hellgrünes Poloshirt und blickt freundlich in die Kamera. Im Hintergrund sind Pflanzen und eine helle Wand zu sehen. Er wirkt ruhig und gelassen.

Text und Interview: Dirk Böttcher
Fotografie: Hanna Lenz

Martin Eigenstetter führt einen innovativen Handwerksbetrieb in Mecklenburg. Und spricht darüber, warum es für ihn schwierig ist, Chef zu sein.

Ein Mann mittleren Alters in Arbeitskleidung steht in einer Werkstatt vor einem Arbeitstisch. Er begutachtet mehrere Holzbalken, die auf dem Tisch liegen. Der Hintergrund ist dunkel, mit einer grünen Wand und Graffiti-ähnlichen Mustern. Er wirkt konzentriert und prüft die Qualität des Holzes.

S. 68

Martin Ziegenhagen hat 2018 in Berlin die Agentur „Goldjungs“ gegründet, die Unternehmen dabei unterstützt, diverser zu werden. Und weiß aus Erfahrung: Mehr Vielfalt muss man sich erarbeiten.

Interview: Torsten Neuhaus

Verena Bentele ist es gewohnt, als Erste durchs Ziel zu gehen: Als Profi-Sportlerin kämpfte sie lange vor allem für ihren eigenen Erfolg. Heute ist sie die Präsidentin des größten deutschen Sozialverbandes VdK – und als erster Mensch mit Behinderung in dieser Position für viele ein Vorbild. Wie führt Verena Bentele, die seit ihrer Geburt blind ist? Die Antwort gibt sie hier selbst.

Text und Protokoll: Sarah Sommer
Fotografie: Lena Giovanazzi

Text: Peter Lau
Illustration: Jill Senft

Denn ich habe schon einen: mich selbst.

Eine stilisierte Grafik zeigt eine Person, die auf einem Stuhl sitzt und ein langes, weißes Papierstück hält, auf dem zwei kleine Figuren stehen. Die Person hält einen Stift in der Hand und scheint etwas auf das Papier zu zeichnen. Vor der Person befindet sich ein Schreibtisch mit einem Laptop und einigen Büromaterialien. Die Szene wirkt verspielt und kreativ.

Interview: Peter Laudenbach
Fotografie: Jens Umbach

Christian Barthel hat zwei Jahrzehnte lang Polizistinnen und Polizisten für den höheren Dienst ausgebildet. Seine Diagnose: Die Polizei hat ein Führungsproblem.

Porträt eines älteren Mannes mit glatzköpfigem Kopf und grünen Augen. Er trägt ein weißes Hemd mit einem gemusterten Kragen. Sein Gesichtsausdruck wirkt ernst und nachdenklich.

Text: Holger Fröhlich
Illustration: Jan Robert Dünnweller

Eine kleine Kulturgeschichte der Führung.

Zeichnung einer Person im Rollstuhl. Die Person scheint sich schnell vorwärts zu bewegen, angedeutet durch Bewegungslinien. Ein grüner Strich deutet auf Haare hin, und ein langer Strich zeigt einen Arm, der nach vorne zeigt. Die Person wirkt dynamisch und entschlossen.

E-Mail-Terror, Meeting-Inflation, Slack-Alarm – wie soll man sich da konzentrieren? Die Wirtschaftspsychologin Vera Starker empfiehlt, es zu machen wie in manchen Behörden: Bürotür zu, nicht ans Telefon gehen, E-Mail abschalten, Ruhe bewahren. Funktioniert das auch anderswo?

Text: Hannes M. Kneissler
Fotografie: Michael Hudler

S. 94

Warum Führung für den Nachwuchs unattraktiv wurde und Business Schools immer hilfloser wirken. Erkenntnisse und Empfehlungen aus der Geführtenforschung.

Fragen an Stephan A. Jansen

Text: Celine Schäfer und Sarah Sommer
Fotografie: Tillmann Franzen

Frührente und Altersteilzeit, das war einmal – jetzt sollen die Alten die Wirtschaft vor dem Fachkräftemangel retten. Das stellt Führungskräfte vor die Frage: Wie schaffen wir ein Umfeld, in dem ältere Menschen gern und länger arbeiten?

Ein Mann mit grauem Haar sitzt mit dem Rücken zum Betrachter vor zwei Computerbildschirmen. Er arbeitet konzentriert an einer technischen Zeichnung. Im Hintergrund ist ein heller Büroarbeitsplatz zu sehen.

S. 102

Text: Wladimir Kaminer
Illustration: Elisabeth Moch

Ein Essay über Alpha-Männchen, Makaken-Weibchen und Supervielfalt.

Eine Aquarellzeichnung zeigt den Kopf eines Orang-Utans. Das Tier blickt den Betrachter ruhig und aufmerksam an. Der Hintergrund ist locker mit grünen und grauen Farbflecken gestaltet, die Blätter andeuten.

Was Menschen bewegt

Text: Sophie Burfeind
Fotografie: Matthias Ziegler

Michael Buschheuer ist gelernter Maler und Lackierer und leitet in dritter Generation einen Betrieb für Korrosionsschutz in Regensburg. 2015 gründet er eine Seenotrettung, drei Jahre später eine zweite Hilfsorganisation für Geflüchtete. Alles nebenbei. Warum tut er sich das an?

Eine Familie verbringt Zeit zusammen. Ein Mann mit Bart steht entspannt da und blickt nach links. Eine Frau sitzt mit zwei Kindern auf dem Boden. Ein Kind trägt einen Hut und läuft herum. Die Szene wirkt ungezwungen und friedlich, sie befinden sich unter einem dunklen Vordach.

Ausstieg

Ein Szenario.

Text: Christoph Koch
Fotografie: Philotheus Nisch

Text: Sabria David
Illustration: Jan Robert Dünnweller

Wer sagt Ihnen, wo es langgeht? Das Navigationsgerät oder Sie selbst?

Zeichnung einer Person, die mit einem großen Hammer auf einen Pfahl schlägt. Im Hintergrund ist eine rote Sonne zu sehen. Die Person scheint entschlossen zu sein.

Für die Familie kochen und dabei Geld verdienen: Ein ausgeklügelter Ofen macht es möglich – und könnte damit ein riesiges Problem lösen.

Text: Frank Dahlmann

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung von Auszügen eines Interviews mit Michaela Geiger, der ersten Vorsitzenden des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte, in der TV-Dokumentation „Homöopathie – Heilung oder Humbug?“ aus dem Jahr 2020. 

Text: Holger Fröhlich


Gewinnspiel

S. 130

„Als Führungskraft ist mir vor allem wichtig, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, für die ich Verantwortung trage.“