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Schwerpunkt

Vorausdenken

brand eins 12/2024 / 01/2025


Was ist drin im Heft?

Was kommt nach dem Schlaganfall? – S. 126 

Was plant Wales für Menschen, die erst in hundert Jahren geboren werden? – S. 54

 Wie wird man Vordenker, ohne nachzudenken? – S. 90

Wie überlebte der 3D-Druck den Hype? – S. 72 

Wozu brauchen wir den Ur-Apfel? – S. 58

as haben getunte Autos, Landwirtschaft, Transsexualität und die Philippinen miteinander zu tun? – S. 22

 


Gabriele Fischer über diese Ausgabe

S. 4

Lange Linien


Schwerpunkt: Vorausdenken

„Alles kommt wieder, wenn man nicht aufpasst.“

Eva Szepesi, 92, hatte sechs glückliche Kindheitsjahre in Budapest, bis die ungarische Regierung 1938 mit der Verfolgung von Juden begann. Im November 1944 wurde sie nach Auschwitz deportiert. Szepesi blieb am Leben, weil die Aufseher sie bereits für tot hielten. Seit 1954 lebt sie in Frankfurt am Main. Mit dem Blick zurück will sie zu einer besseren Zukunft beitragen.

Protokoll: Sophie Burfeind
Fotografie: Michael Hudler

S. 12

Die Sonne kommt durch

Was schon besser geworden ist – und was noch zu tun ist.

Text: Sophie Burfeind

Grafik einer strahlenden Sonne am hellblauen Himmel. Die Sonne ist gelb und sendet Strahlen in alle Richtungen aus. Das Bild vermittelt ein Gefühl von Wärme und Sonnenschein.

„Wie schaffen wir es, für jene, die nach uns auf diesem Planeten leben, weitblickende Vorfahren zu werden?“

Interview und Text: Harald Willenbrock
Fotografie: Justin Kaneps

Gleichberechtigung, das Ende von Sklaverei und Rassentrennung: Vieles, was heute als selbstverständlich gilt, wurde einst von Außenseitern erkämpft. Was aber bedeutet es heute, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen – und wo liegt diese überhaupt? Antworten von dem Historiker Rutger Bregman.

Ein junger Mann mit blonden Haaren und einem leichten Bart blickt nachdenklich in die Ferne. Er trägt ein hellgraues Hemd. Im Hintergrund verschwimmt ein grüner Baum.

S. 22

Das Playtransgirl

Text: Felix Lill
Fotografie: Carlo Gabuco

Kann man Autos tunen und den Planeten schützen? Als Transperson in den katholischen Philippinen eine Firma leiten? Wenn es jemand kann, dann Angie Mead King.

Zwei Bildausschnitte zeigen eine Frau mit dunklen, langen Haaren, die in einem Auto sitzt und nachdenklich aus dem Fenster blickt. Sie trägt ein hellbraunes Hemd und eine feine Kette. Die Atmosphäre wirkt ruhig und introspektiv.

S. 32

„Demokratie bedeutet nicht, dass wir alle freundlich zueinander sind.“

Interview: Peter Laudenbach
Fotografie: Julian Baumann

Der Soziologe Armin Nassehi darüber, wie Veränderung gelingen kann.

Ein Mann mit Glatze und Brille lächelt freundlich in die Kamera. Er trägt einen dunklen Anzug und befindet sich in einem Klassenzimmer, im Hintergrund sind Tische und eine Tafel zu sehen.

Heimweh nach der Zukunft

Text: Hilmar Schmundt
Fotografie: Katharina Poblotzki

Esther Dyson gilt als eine der einflussreichsten Hightech-Investorinnen und Vordenkerin des Internets. Vor zehn Jahren wandte sie sich ganz anderen Themen zu: Armut und Übergewicht in abgehängten amerikanischen Kleinstädten. Zwei teilnehmende Beobachtungen.

Das Bild zeigt eine belebte Straßenszene. Mehrere Personen überqueren eine Straße. Im Vordergrund eine Frau mittleren Alters mit lockigem Haar, die lächelt und freundlich wirkt. Sie trägt Jeans und einen rosa Pullover. Neben ihr geht eine jüngere Frau mit Sonnenbrille und rotem Top. Im Hintergrund sind weitere Fußgänger und ein Imbisswagen zu sehen.

S. 46

Dystopian Valley

Das Silicon Valley war einmal das Sinnbild für positive Zukunftsvisionen. Ist davon noch etwas übrig?

Text: Yves Bellinghausen

S. 50

Einfach mal machen 🐜

Ameisenvölker sind effiziente Unternehmen. Ihre Erfolgsformel: kein Chef, kein Sex, kein Streit, keine Männer.

Text: Hannes M. Kneissler

S. 54

„Ich verstehe mich als Anwalt der Zukunft“

Interview und Text: Leon Kirschgens
Fotografie: Mohamed Hassan

Die Interessen künftiger Generationen werden bei politischen Entscheidungen kaum berücksichtigt. In Wales soll der Future Generations Commissioner das ändern. Ein Gespräch mit Derek Walker über langfristiges Denken in der Politik.

Ein Mann mittleren Alters mit grauem Haar und Bart lächelt freundlich in die Kamera. Er trägt eine schwarze Weste und steht im Freien vor einem verschwommenen Hintergrund aus Bäumen und Büschen.

S. 58

Mit dem Ur-Apfel in die Zukunft 🍎

Die Erderwärmung bedroht den europäischen Apfelanbau. Große Hoffnung liegt auf der Wiederentdeckung robuster Arten. Eine Reportage aus Südtirol und Kasachstan.

Text: Tobias Asmuth
Fotografie: Tobias Kruse, Alessio Mamo

S. 72

Doch kein Flop

Text: Lars-Thorben Niggehoff
Fotografie: Emanuel Herm

Vor etwa zehn Jahren galt der 3D-Druck als das nächste große Ding. Dann verschwand er aus der öffentlichen Wahrnehmung. Nun zeigen sich seine Vorteile. Was sich daraus über Hypes lernen lässt.

Das Bild zeigt einen Siebdruckprozess. Auf einer leuchtend gelben Fläche ist das Motiv eines Schwertes, eines Dolches und eines Messers in heller Farbe zu erkennen. Ein dunkler Balken verdeckt einen Teil des Bildes von oben. Es handelt sich um eine Nahaufnahme des Druckvorgangs.

S. 76

Ein Update für den Kapitalismus

Text: Gabriele Fischer

Was die brand eins Agentur für Konstruktive Wirtschaft (AKW) will und warum es sie gibt.

Grafik mit dem Schriftzug "brand eins Agentur für Konstruktive Wirtschaft" in Weiß auf einem Hintergrund aus schrägen, rosa und weißen Streifen. Der Schriftzug ist in zwei Zeilen angeordnet und nimmt den Großteil des Bildes ein.

S. 78

Gegen Warten, für das Handeln

Warum die Zukunftsforschung einen schlechten Ruf hat, der Blick nach vorn aber wichtiger denn je ist.

Fragen an Stephan A. Jansen

S. 80

Von den Dänen lernen

Text: Lukas Homrich

In unserem Nachbarland sind viele große Firmen in Stiftungshand. Wie läuft das bei ihnen?

Das Bild zeigt drei Symbole nebeneinander: Die dänische Flagge, eine Rakete mit Flammen und ein grünes Kleeblatt. Die Symbole stehen für Glück und Erfolg in Dänemark.

S. 84

Warm, kalt, warm, kalt

Text: Hannes M. Kneissler
Fotografie: Michael Hudler

Ein Mittelständler aus der deutschen Provinz ist Weltmarktführer mit seinen Geräten für exaktes Temperieren. Doch nun stagniert das Geschäft, und der Chef sucht nach neuen Ideen.

Vier Geräte stehen nebeneinander auf Tischen in einer hellen Werkstatt. Die Geräte sind weiß und haben verschiedene Anschlüsse und Anzeigen. Im Hintergrund sind weitere Geräte und Rohre zu sehen, was auf eine Produktions- oder Werkstattumgebung hindeutet.

S. 88

Arbeit verbindet

Text: Mareike Enghusen
Fotografie: Jonas Opperskalski

Der Investor Fadi Swidan unterstützt israelische Jungunternehmen, deren Gründerteam aus Juden und Arabern besteht.

Ein Mann mittleren Alters mit kurz geschnittenem, grau meliertem Haar und Bart steht vor einer Straßenszene. Er trägt ein weißes Poloshirt und eine Brille. Seine Arme sind verschränkt, er wirkt selbstbewusst und entschlossen. Im Hintergrund sind Gebäude und eine Straße mit fahrenden Autos zu sehen.

S. 90

Haben Sie das Zeug zum Meinungsführer?

Text: Christoph Koch
Illustration: Jan Robert Dünnweller

Die Aufmerksamkeitsökonomie hat eine neue Art Führungspersönlichkeit hervorgebracht: den Thought Leader (m/w/d).

Zeichnung von zwei Personen, die sich unterhalten. Links eine Person mit roten Haaren, die mit dem Finger auf die andere Person zeigt. Um beide Personen herum befinden sich Sprechblasen mit wirren Gedanken und Symbolen darin, was eine angeregte Diskussion oder ein Brainstorming andeutet. Die rechte Person sitzt und wirkt nachdenklich.

S. 94

Hallo, Nachbar!

Text: Luka Lübke

Die Küche – egal, ob daheim oder in der Gastronomie – ist ein eigener Kosmos, der viel über uns, die Wirtschaft und die Gesellschaft verrät. Luka Lübke, Köchin und Autorin, über gutes Essen.

Ein Teller mit einem Salat. Im Vordergrund befindet sich ein großer, runder Teller aus hellem Material. Darauf liegt ein Salat mit verschiedenen Blattsorten in Grün- und Rottönen. Zwei Portionen cremiger Ziegenkäse sind auf dem Salat verteilt. Ein leichtes Dressing ist darüber geträufelt und kleine rote Punkte dienen als Dekoration.

Geld oder Leben

Die Welt in Zahlen

Text: Anabelle Körbel

Durchschnittliche Länge des menschlichen Halses, in Zentimetern: 11
Durchschnittliche Länge des Halses einer Giraffe, in Zentimetern: 200
Zahl der Halswirbel eines Menschen: 7
Zahl der Halswirbel einer Giraffe: 7

Ein Giraffe steht seitlich zu einem schwarzen Hintergrund. Das Tier hat ein geflecktes Fell in verschiedenen Brauntönen und einen langen Hals. Es wirkt ruhig und aufmerksam.

S. 103

Ein Notfallmediziner in Argentinien

Text: Emile Stricker
Fotografie: Rudy Barron Sandi

Rudy Barron Sandi, 26, arbeitet als Notfallmediziner in Moreno, einer Stadt in der Provinz Buenos Aires. 

Ein Mann mit dunklen Haaren und braunen Augen blickt direkt in die Kamera. Er hat einen leichten Bartschatten und wirkt nachdenklich. Im Hintergrund ist der Innenraum eines Fahrzeugs zu sehen, vermutlich ein Transporter oder Van, mit blauen Metallstreben.

S. 105

Nix mehr wert, der Mehrwert

Text: Jens Bergmann
Illustration: Ika Künzel

Wie Unternehmen einen zentralen ökonomischen Begriff in heiße Luft verwandeln.

Zeichnung eines kleinen Mädchens mit gelockten, blonden Haaren, das einen Zauberstab hält und einen roten Wirbel aus magischen Linien erzeugt. Das Mädchen scheint überrascht oder aufgeregt zu sein.

S. 106

Neues aus dem brand eins Netzwerk

Illustration: Elisabeth Moch

Die fruchtbare Anregung eines Lesers, das Herzensprojekt eines Autors und der Erfahrungsbericht eines Schülerpraktikanten.

S. 108

Auf Lehm gebaut

Text und Fotografie: Jonathan Fischer

Eine Reportage aus Senegal und Mali.

Ein Mann arbeitet auf einem Dach. Er ist dunkelhäutig, trägt eine orangefarbene Warnweste und dunkle Kleidung. Er scheint konzentriert dabei zu sein, Steine zu mauern. Im Hintergrund sind Bäume und Gebäude zu sehen. Die Baustelle wirkt belebt und sonnig.

S. 116

Die IT-Heizung

Text: Jessica Braun
Fotografie: Luigi Avantaggiato

Rechner produzieren Wärme. Meist verpufft diese ungenutzt. Das britische Start-up Heata platziert seine Server in privaten Haushalten. Dort erhitzen diese nun das Tee- und Badewasser.

Ein Mann mittleren Alters mit Bart sitzt an einem Schreibtisch und zeichnet auf einem Grafiktablett. Er trägt ein blaues Hemd und eine Brille. Er wirkt konzentriert und nachdenklich. Im Hintergrund sind Regale mit Pflanzen und Büchern zu sehen, die eine ruhige Arbeitsatmosphäre schaffen.

S. 118

Bye-bye, Microsoft

Text und Interview: Stefan Scheytt
Fotografie: Imke Lass

Dirk Schrödter, für Digitalisierung zuständiger Minister in Schleswig-Holstein, hat große Pläne: Sein Bundesland soll als erstes bis Ende 2025 auf Open-Source-Software umsteigen. Eine gute Idee?

Ein Mann mit kurzgeschnittenem, dunklem Haar und Brille blickt selbstbewusst in die Kamera. Er trägt ein hellblaues Hemd mit offenem Kragen. Im Hintergrund befindet sich ein heller Flur mit Türen und Säulen, der eine Büroatmosphäre suggeriert.

S. 124

88 Jahre Verspätung

Text: Nikolaj Schmolcke

Wie die Schweizerischen Bundesbahnen der Deutschen Bahn davongefahren sind.

Das Bild zeigt eine vergleichende Grafik der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und der Deutschen Bahn (DB). Es werden Kennzahlen wie Einwohnerzahl, Einwohner pro Quadratkilometer, Schienennetz in Kilometern, Reisende im Personenverkehr (täglich und pro Einwohner) sowie Pünktlichkeit des Schienenpersonerverkehrs dargestellt. Zusätzlich sind Auszüge aus den Gewinn- und Verlustrechnungen beider Bahngesellschaften abgebildet, inklusive Umsatz und operativem Ergebnis. Die Grafik ist in zwei Spalten unterteilt, eine für die SBB und eine für die DB, mit Jahresvergleichen für 2022 und 2023.

S. 126

„Was passiert mit all den geretteten Leben?“

Text: Sophie Burfeind
Fotografie: Hanna Lenz

In Deutschland erleiden pro Jahr rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Doch was ist mit jenen, die zu pflegebedürftig für zu Hause und zu jung für ein Altersheim sind? In einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft in Hamburg sollen sie zurück ins Leben finden.

Ein Mann sitzt im Rollstuhl und blickt nachdenklich auf seine Hände. Eine Frau sitzt ihm gegenüber und scheint ihm aufmerksam zuzuhören. Das Gespräch findet in einem Raum mit einem Fenster im Hintergrund statt, das Tageslicht hereinlässt. Die Atmosphäre wirkt ruhig und persönlich.

S. 138

… man sein Gehirn in die Cloud hochladen könnte?

Ein Szenario.

Text: Christoph Koch
Fotografie: Philotheus Nisch

S. 141

Made in Müll

Text: Frank Dahlmann

Zwei Schweizer Brüder machen aus Lebensmittelabfällen Proteine für die Viehzucht.

Das Bild zeigt eine große, rechteckige Metallkonstruktion in einer Werkstatt. Die Konstruktion besteht aus mehreren silbernen Platten, die mit vielen Schrauben verbunden sind. An der Vorderseite befinden sich mehrere runde Öffnungen. Rechts an der Seite ist ein Zylinder angebracht, der mit Kabeln und Rohren verbunden ist. Im Hintergrund sind Werkstattelemente wie eine Uhr an der Wand und ein Fenster zu sehen.

S. 143

Dafür kriegt die Firma einen Aufkleber.

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung von Auszügen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes zur Umsetzung der EU-Richtlinie über die Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen vom 22. Juli 2021.

Text: Holger Fröhlich

S. 146

Entscheidungsbaum

Zeichnung eines rechteckigen Buttons in Blautönen mit hellem Rand. Auf dem Button steht in weißer Schrift: "brand eins Eignungstest: Sind Sie ein Verkaufstalent?".

Gewinnspiel

S. 145

Wer hat’s gesagt?

„Menschen müssen allein denken lernen. Und es ist wichtig, die Vergangenheit zu kennen. Nur so kann es eine Zukunft geben.“