Made in Müll
Zwei Schweizer Brüder machen aus Lebensmittelabfällen Proteine für die Viehzucht.
• Zu klein, zu krumm, schon faul – in Deutschland werden pro Jahr rund elf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Schon die Landwirte sortieren aus, was nicht der Norm entspricht. Gleichzeitig wird Protein für die Viehzucht, in Form von Soja oder Fischmehl, aus fernen Ländern importiert. Der Bedarf soll sich bis 2050 weltweit verdoppeln.
Die Schweizer Brüder Christoph und Patrik Bertschi wollen diese Nachfrage mithilfe von Bio-Abfall decken. Dieser wird in einem speziellen Tank von Larven gefressen, die nach sieben Tagen Mast als Proteinquelle dienen. Befüllt wird die Anlage mit einem Brei aus unverkäuflichem Gemüse und Molkerei-Abfällen. Hinzu geben die Erfinder rund zwei Millionen Junglarven der Soldatenfliege oder von Mehlwürmern. Spezielle Druckstabilisatoren sorgen dafür, dass die Larven nicht von dem Gewicht des Bio-Mülls zerquetscht werden.
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