Mikroökonomie
Ein Notfallmediziner in Argentinien
Der gebürtige Bolivianer Rudy Barron Sandi, 26, arbeitet als Notfallmediziner in Moreno, einer Stadt in der Provinz Buenos Aires. Nach seinem Medizinstudium, das er im August 2023 in Sucre, der Hauptstadt von Bolivien, beendet hat, wanderte er wegen der besseren Arbeitsmöglichkeiten nach Argentinien aus. Vier Tage pro Woche arbeitet er in einem Rettungswagen, an einem Tag übernimmt er eine 24-Stunden-Schicht als Notarzt in einer Privatklinik.
Verdienst, Grundkosten, Altersvorsorge
(monatlich)
Rudy Barron Sandi ist selbstständig und verdient im Durchschnitt rund 1.700 Euro brutto. 22 Euro davon gehen für Sozialabgaben und Steuern ab. Diese zahlt er als „Monotributo“, ein fester Betrag, der Selbstständigen eine vereinfachte Zahlung ihrer Beiträge und Abgaben erlaubt. Im Krankheitsfall trägt er bis zu 50 Prozent der Kosten. Die Kaltmiete für das zweistöckige Haus, in dem er mit seiner Schwester wohnt, kostet ihn 325 Euro. Für die Nebenkosten, Internet und Telefon zahlt er 108 Euro. Für den ÖPNV gibt er gut 50 Euro aus, für Lebensmittel rund 430 Euro. Monatlich schickt er 325 Euro zur Unterstützung an seine Eltern in Bolivien. Damit bleiben ihm etwa 440 Euro zur freien Verfügung.
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