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AKW – Agentur für Konstruktive Wirtschaft

Was die brand eins Agentur für Konstruktive Wirtschaft (AKW) will und warum es sie gibt.



Grafik mit dem Schriftzug "brand eins Agentur für Konstruktive Wirtschaft" in Weiß auf einem Hintergrund aus schrägen, rosa und weißen Streifen. Der Schriftzug ist in zwei Zeilen angeordnet und nimmt den Großteil des Bildes ein.

• Die Welt ist in Aufruhr. Zu viel passiert gleichzeitig – beim Klima, in der Geopolitik, bei den Themen Energie, Mobilität, Bildung und Sicherheit. Und es wird von Tag zu Tag deutlicher, dass unser Wirtschaftssystem in seiner jetzigen Form den Herausforderungen nicht gewachsen ist – weder in Demokratien noch in Autokratien.

Daher brauchen wir ein Update unseres gesellschaftlichen Betriebssystems, das wir Kapitalismus nennen und das sich in frühen Formen seit dem 7. Jahrhundert von China über die arabischen Länder bis hin zum europäisch-amerikanischen Modell der vergangenen Jahrhunderte weiterentwickelt und ausdifferenziert hat. Und das nun an seine Grenzen kommt (lesen Sie auch das Interview „Tun, was wir können. Entwickeln, was wir jetzt brauchen“ in brand eins 01/2024: b1.de/entwickeln und unsere Ausgabe 09/2021 mit dem Schwerpunkt Kapitalismus: b1.de/kapitalismus).

Die brand eins Medien AG hat die Agentur für Konstruktive Wirtschaft gegründet, um genau da anzusetzen: Update Capitalism – frei von ideologischen Zwängen, dafür mit vielen unterschiedlichen Ideen des Anders- und Bessermachens.
Das ist unser Programm.

Welcher Kapitalismus ist gemeint?

Seit den frühen chinesischen und arabischen Handelsmodellen hat sich das auf Wettbewerb setzende System immer weiter ausdifferenziert. Heute gibt es unterschiedliche Varianten des Kapitalismus, die untereinander in einem globalen Wettbewerb stehen. Dazu zählen unser Rheinischer Kapitalismus, das angelsächsische Modell sowie der chinesische Staatskapitalismus.

Die gute Nachricht: Kaum ein Wirtschaftssystem ist so anpassungsfähig und damit auch veränderbar.

Wie soll das gehen?

Die brand eins Agentur für Konstruktive Wirtschaft, kurz AKW, versteht sich als interdisziplinäres Kraftwerk, dessen Ziel es ist, Lösungen für die dringlichsten Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln – von der Klimakrise über die digitale Transformation bis hin zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit. Zu diesem Zweck betreiben wir Forschung, Journalismus, Beratung und Bildung.

Die AKW setzt auf evidenzbasierte Wissenschaft, faktengeprüften Journalismus und interdisziplinäre Forschung. Für die Fragen, die sich in unseren Workshops stellen, suchen wir Antworten in der Wissenschaft und in der Praxis. Unsere Erkenntnisse vermitteln wir an Hochschulen und an Weiterbildungseinrichtungen, in die Politik und in Unternehmen.

Porträt einer Frau mittleren Alters mit dunklem Haar und blauen Augen. Sie trägt ein weißes Hemd und blickt freundlich in die Kamera. Ihr Gesichtsausdruck wirkt ruhig und selbstbewusst.

Gabriele Fischer
hat Politik und Soziologie studiert und ist Gründerin und Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins brand eins 

Porträt eines Mannes mittleren Alters mit kurz geschnittenem, braunem Haar und einem gepflegten Bart. Er trägt eine goldene Brille und einen dunkelblauen Anzug über einem weißen Hemd. Er wirkt freundlich und zugewandt.

Professor Stephan A. Jansen,
Co-Gründer AKW, Universität der Künste, Berlin, Alexander von Humboldt Institut, Karlshochschule, Gründer u. a. der Urban-Mobility-Firma MOND

Ein lächelnder Mann mit kurzen, dunklen Haaren trägt eine grüne Jacke. Er scheint fröhlich und offen zu sein. Im Hintergrund ist eine unscharfe Fassade zu erkennen.

Andreas Spiegler,
freiberuflicher Produktmanager bei der AKW. Als Komplize begleitet er Unternehmen in der Medien- und Digitalwirtschaft

Porträt eines jungen Mannes mit dunklen Haaren und Bart. Er trägt eine Streifenbluse und eine braune Brille. Sein Blick ist direkt und wirkt freundlich.

Paul Sauter,
freiberuflicher Researcher für die AKW. Als Consultant bei MOND arbeitet er an der Stadtentwicklung und an der Verkehrswende

Warum wir?

Weil in den vergangenen 25 Jahren rund um brand eins ein einzigartiges Netzwerk aus Unternehmern, Forscherinnen, Managern, Erfinderinnen und Vordenkern entstanden ist, die wie brand eins für eine bessere Wirtschaft eintreten. Alle diese Menschen sind die Basis, auf deren Fragen, Erfahrungen, Erkenntnissen die AKW ihre Arbeit aufbauen wird. Denn wir suchen realistische und umsetzbare Lösungen, die Unternehmen, Politik und Gesellschaft gleichermaßen nutzen.

Allerdings: Dieses Netzwerk soll Fragen stellen und Problemfelder definieren – aber es kann keine Antworten bestellen. Die Voraussetzung dafür, dass wir mit der AKW weiterkommen bei der Neukonfiguration unseres Wirtschaftssystems, ist Ergebnisoffenheit.

Die AKW will tiefer bohren, vertrackte Probleme aus neuen Perspektiven betrachten, prüfen, wo Lösungen zu kurz greifen – und dort, wo es keine klaren Antworten gibt, Forschungsprojekte initiieren, die über einen Zeitraum von ein bis drei Jahren von interdisziplinären Teams erarbeitet werden. Auf dieser Basis werden wir Prototypen entwickeln, gemeinsam mit Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und gemeinnützigen Organisationen – in Reallaboren der Gesellschaft.

Der Kapitalismus hat der Welt in den vergangenen hundert Jahren zweifellos Wohlstand beschert und viele Probleme gelöst. Aber er hat auch neue geschaffen, die wir nun anpacken wollen.

Vier Dimensionen – sozial, ökologisch, digital, finanziell – müssen wir im Blick behalten, wenn wir das System verändern wollen. Diese große Aufgabe trauen wir uns nicht allein zu. Die AKW soll als eine Art Meta-Agentur agieren, als vermittelnder Partner zwischen Institutionen, Organisationen und anderen Akteuren, die bereits an der Verbesserung des Systems arbeiten. Die AKW ist offen und anschlussfähig, unterstützt den Dialog und die Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene und entwickelt innovative Ansätze für die Herausforderungen einer zunehmend komplexen und vernetzten Welt.

Warum sollen alle, die bereits nach Antworten suchen, mit uns zusammenarbeiten? Weil unser brand eins Netzwerk aus Praktikerinnen, Politikern, Forscherinnen und Fachkräften aller Art eine hervorragende Prüfinstanz für Lösungen ist. Gemeinsam werden wir herausfinden können, wie praxistauglich und zweckdienlich die Lösungen wirklich sind.

brand eins bleibt das Magazin, das an konkreten Beispielen zeigt, wie Wirtschaft besser geht. Und wir haben Erfahrung darin, Menschen zum direkten Austausch zusammenzubringen.

Unser Ziel ist, Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähig zu machen. Und ja, das klingt ein bisschen größenwahnsinnig.
Aber ist das nicht genau das, was wir heute brauchen?

Wie können Sie unterstützen?

Größenwahnsinn braucht ein finanzielles Fundament. Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, welche Art der Förderung für Sie passen kann – ob Spende, Forschungsförderung oder Sponsoring. Wir finden einen Weg.

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Vor 25 Jahren, als wir uns mit brand eins aufmachten, den Weg von der Industrie- zur Wissensgesellschaft zu begleiten, hatten wir auch schon so eine Idee: Wir wollten in einem Szenario darstellen, wie die Ökonomie der Bundesrepublik aussähe, wäre die Schlüsselindustrie des Landes die Filmindustrie. Mit diesem Gedankenspiel wollten wir zeigen, dass der Motor einer nationalen Ökonomie auch Wissen sein und zu Wohlstand führen kann. Die Wissenschaftler, mit denen wir sprachen, fanden die Ideen faszinierend – aber wir hätten ihre Arbeit bezahlen müssen, das konnten wir damals nicht. Deswegen blieb das Experiment eine Idee.

Die AKW soll den notwendigen Schritt weiter gehen.