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Schwerpunkt

Kommunikation in Zeiten von Fake News

brand eins 02/2024


Inhalt

Der direkte Weg


Einstieg

S. 6

Ein Tätowierer in der Ukraine

Text und Fotografie: Bartosz Ludwinski

S. 8

Die Welt in Zahlen

Text: Holger Fröhlich

S. 10

Was mache ich mit der Generation Z?

Für unseren Kolumnisten Gregor Schmalzried, Journalist und Berater, sind nur die wenigsten jungen Menschen Klima-Kids. Über die Kluft zwischen Image und Realität.

Text: Gregor Schmalzried

S. 12

Schrei nach Liebe

Text: Jens Bergmann
Illustration: Ika Künzel

Für Menschen wie für Unternehmen gilt: Bitte nicht allzu offensiv um Zuneigung buhlen! Das wirkt nämlich aufdringlich und / oder bedürftig.

Zeichnung einer Person, die traurig nach unten blickt. Aus dem Kopf der Person scheinen viele rote Herzen zu fallen, die den Boden bedecken. Die Zeichnung vermittelt ein Gefühl von Kummer und Verlust.

S. 14

Schlauer sortieren

Text: Armin Scharf
Fotografie: Emanuel Herm

Bauschutt ist eine wertvolle Ressource. Doch die Aufbereitung ist mühsam. Das Start-up Optocycle will den Prozess nun automatisieren.

Nahaufnahme von grobem, grauem Kies und zerbrochenen Steinen. Die Steine sind unregelmäßig geformt und liegen dicht aneinander. Das Bild vermittelt einen Eindruck von Unordnung und Zerstörung.

Was Wirtschaft treibt

S. 16

Wo die wilden Einhörner grasen

Text: Omkar Khandekar
Interview & Zahlen: Holger Fröhlich
Übersetzung: Jana Mader
Fotografie: Anindito Mukherjee

Diese Serie geht den großen Umbrüchen nach, die Indien derzeit durchlebt. Und sie begleitet Menschen, die durch diesen Wandel navigieren.

Der zweite Teil führt nach Bangalore, der Start-up-Metropole des Landes.

Zwei Personen arbeiten in einem modernen Büro mit großen Fenstern, die einen Blick auf eine Stadtlandschaft freigeben. Der Himmel ist bewölkt. Eine Person sitzt an einem Bartresen und schreibt, die andere sitzt an einem Tisch und betrachtet ein Smartphone. Die Atmosphäre wirkt ruhig und konzentriert.

S. 26

Gründen lernen

Text: Ulrich J. C. Harz
Fotografie: Daniel Delang, Freya Najade

Schulen vermitteln kaum unternehmerische Bildung. Nachhilfe gibt es von privaten Initiativen.

Drei junge Männer sitzen konzentriert um einen Plan auf einem Tisch. Einer von ihnen hält einen Stift und zeigt auf den Plan, während die anderen zwei aufmerksam zuhören und mit ihren Fingern auf die Zeichnung deuten. Die Stimmung wirkt ernst und zielorientiert.

Schwerpunkt: Kommunikation

S. 34

Hallo, wer spricht da?

Text: Christoph Koch
Illustration: Fred Mann

Die Frage, wem man im Netz noch glauben kann, wird immer schwieriger zu beantworten. Ist das der Beginn eines kommunikativen Kontrollverlustes? Und was könnte dagegen helfen?

Eine Grafik zeigt eine Weltkugel, die zur Hälfte aus Wasser besteht. Das Wasser scheint aus der Kugel zu spritzen und bildet eine Sprechblase. Die andere Hälfte der Kugel ist in dunkleren Farben gehalten und erinnert an Landmassen. Das Bild vermittelt den Eindruck von Kommunikation und globalen Wasservorräten.

S. 40

„Manchen Menschen ist die Wahrheit egal“

Interview: Christoph Koch
Fotografie: Matthias Ziegler

Mit sachlichen Richtigstellungen allein kommt man Hetze und Verschwörungserzählungen nicht bei, sagt Thomas Laschyk, Gründer des Blogs Volksverpetzer. Sein Ansatz: Humor.

Schwarz-Weiß Porträt eines Mannes im mittleren Alter. Er trägt einen Mantel, Schal und eine runde Brille. Sein Blick ist nach oben gerichtet, er wirkt nachdenklich und konzentriert. Im Hintergrund sind Gebäude und Äste von Bäumen zu erkennen.

S. 44

Was kann ich wissen?

Antworten eines Unternehmers, einer KI-Expertin, einer Medien-Trainerin und des Inhabers einer Agentur für Influencer.

Interviews: Paula Gent, Mia Pankoke, Kathi Preppner und Udo Trichtl

S. 46

Böse! Böse Menschen! Sehr böse Menschen!

Text: Jeanne Wellnitz
Illustration: Ahaok

Mit harter Kritik im Netz sind Firmen schnell überfordert. Der schwedische Hafermilch-Hersteller Oatly dagegen versucht, die Wucht von Shitstorms in Rückenwind zu verwandeln.

Zeichnung eines handgeschriebenen Textes auf weißem Hintergrund. Der Text lautet "BOYKOTT OATLY" in großen, unregelmäßigen Buchstaben. Um den Text herum sind kurze Striche gezeichnet, die eine Art Sprechblase oder Hervorhebung darstellen.

S. 52

„Das Bedürfnis nach moralischer Reinheit hat bisweilen fast etwas Religiöses“

Interview: Peter Laudenbach
Fotografie: Emanuel Herm

Wissenschaft braucht den freien Austausch der Argumente. Das wird bei zu viel politischer Korrektheit schwierig, sagt der Erziehungswissenschaftler Markus Rieger-Ladich.

Porträt eines älteren Mannes mit Glatze und runder Brille. Er trägt einen grauen Pullover mit rotem Kragen und blickt ernst in die Kamera. Das Licht fällt seitlich auf sein Gesicht und erzeugt Schatten. Der Hintergrund ist hell und unscharf.

S. 58

Im Sturm

Text: Matthias Hannemann
Illustration: Joni Majer

Schweden wurde Opfer einer islamistischen Verleumdungskampagne. Wie konnte das passieren? Und was lässt sich daraus lernen? Eine Rekonstruktion.

Zeichnung einer abstrakten Darstellung von Menschen, die sich in einer wellenförmigen, fließenden Linie bewegen. Am Anfang der Linie steht eine Person mit einer Kamera, die die Szene festhält. Entlang der Linie sind viele kleine Figuren zu erkennen, die verschiedene Aktivitäten ausüben oder einfach nur stehen. Am Ende der Linie steht eine weitere Person, die die Hand hebt. Die Zeichnung wirkt dynamisch und zeigt eine Art Prozession oder einen gemeinsamen Weg.

S. 64

Reden ohne Ton

Text und Interview: Katrin Groth
Fotografie: Felix Brüggemann

Das Portal Krisenchat berät Kinder und Jugendliche in Not. Die Mitgründerin Melanie Eckert erzählt, wie man eine Verbindung aufbaut, wenn man einander weder sieht noch hört.

Eine junge Frau mit blonden Haaren lehnt lässig an einer abblätternden Wand neben einem Fenster. Sie trägt einen hellblauen, flauschigen Pullover und blickt selbstbewusst in die Kamera. Die Umgebung wirkt alt und leicht heruntergekommen.

S. 70

Der Klang der Stille

Text: Michael Marchetti
Fotografie: Friederike Brandenburg

Ein Talschluss in den österreichischen Alpen an der Grenze zwischen Salzburg und Kärnten. Dort stapfe ich stundenlang durch den Schnee, rieche die Waldluft, lausche. Und höre: nichts. Bis sich meine innere Stimme zu Wort meldet und mir sagt, wo es langgeht.

Ein verschneites Tal wird von hohen, schneebedeckten Bergen eingerahmt. Im Vordergrund führt eine einzelne Spur durch den Schnee, die auf einige kleine Häuser am Hang zuläuft. Die Landschaft wirkt ruhig und friedlich.

S. 74

„Der Bruch zwischen Hochschule und Job kann sehr hart sein“

Interview: Susanne Schäfer
Fotografie: Sandra Stein

Hybrides Arbeiten ist eine Herausforderung – die schon im Studium eingeübt werden sollte. Ein Gespräch mit der Psychologin Katrin Winkler über Kommunikation auf vielen Kanälen.

Eine Frau sitzt auf einem grünen Ottomanen. Sie trägt einen dunkelblauen Hosenanzug und schwarze Schuhe. Ihr Blick ist nachdenklich, die Hand ruht auf dem Kinn. Im Bild ist außerdem ein großer, hellbrauner Hund zu sehen, der neben ihr steht und sie ansieht.

S. 78

Das größte Risiko: der Chef

Text: Jennifer Spatz

Elon Musk und Tesla sind in der öffentlichen Wahrnehmung eins. Das hat dem E-Autohersteller in der Vergangenheit viele Vorteile gebracht. Aber was tut man als Unternehmen, wenn der einzige Markenbotschafter abdriftet?

Zwei Bilder zeigen Elon Musk in einem Studio. Er trägt Kopfhörer und sitzt vor Mikrofonen. Im oberen Bild hält er etwas in der Hand, das glüht und Rauch entwickelt. Im unteren Bild atmet er dichten Rauch aus. Er wirkt nachdenklich.

S. 82

Lagerfeuer und Kühlmittel

Wie informieren wir uns über die Welt? Und wie rüsten wir informationell auf und emotional ab?

Fragen an Stephan A. Jansen

S. 84

Hier geht’s um die Wurst

Text: Hannes M. Kneissler

Wie wirbt man für ein Produkt, das immer mehr Gegner hat? Ein Einblick in die Kommunikation der deutschen Fleischwirtschaft.

Ein glänzender, orangefarbener Ballonhund steht vor einem hellrosa Hintergrund. Die Form des Hundes ist deutlich erkennbar, mit Kopf, Körper und Beinen, die aus verdrehten Ballons bestehen. Das Bild wirkt verspielt und modern.

Let’s talk about Porn

Sinan Şahin verkauft Hentai, japanische Sexfilme in Zeichentrick. Nur wie wirbt man für schambesetzte Produkte?

Text: Felix Lill

S. 94

Frittierte Arschlöcher

Die Küche – egal ob daheim oder in der Gastronomie – ist ein eigener Kosmos, der viel über uns, die Wirtschaft und die Gesellschaft verrät. Luka Lübke, Köchin und Autorin, erzählt diesmal von derber Fachsprache.

Text: Luka Lübke

S. 96

Retten wir unsere Stadt!

Text: Johannes Dieterich
Fotografie: Mark Lewis
Illustration: Christina Gransow

Johannesburg stieg in der knapp 140-jährigen Stadtgeschichte vom Goldgräberort zum wirtschaftlichen Zentrum Südafrikas auf. Nun droht der Niedergang. Eine Gruppe von Bewohnern will ihn aufhalten.

Ein lebhafter Markt in einer Stadt. Viele Menschen drängen sich zwischen zahlreichen Ständen, die mit Waren aller Art gefüllt sind. Die Szene wirkt geschäftig und belebt, mit einer hohen Dichte an Personen und Aktivitäten. Gebäude säumen die Ränder des Marktplatzes.

S. 106

… es in Deutschland keine Steueroasen mehr gäbe?

Ein Szenario.

Text: Christoph Koch
Fotografie: Philotheus Nisch


Was Menschen bewegt

S. 109

Friss das!

Text: Frank Dahlmann

Ein Schweizer Ehepaar arbeitet daran, synthetische Kleidung zu recyceln – mithilfe von Mikroorganismen.

Ein Mann in weißer Kleidung steht in einem Labor und erklärt etwas. Er zeigt mit beiden Händen auf einen Becherglas mit einer dunklen Flüssigkeit, der auf einer blauen Waage steht. Im Hintergrund sind weitere Laborgeräte und eine zweite Person zu erkennen. Die Szene wirkt konzentriert und wissenschaftlich.

Ausstieg

S. 111

Die Regierung zieht nicht mit um.

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung von Auszügen aus der begrifflichen Einordnung des Wortes Gebietskörperschaft im Handwörterbuch der Stadt- und Raumentwicklung, herausgegeben von der Akademie für Raumforschung und Landesplanung in der Leibniz-Gemeinschaft im Jahr 2018.

Text: Holger Fröhlich


Gewinnspiel

S. 114

Wer hat’s gesagt?