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Ein verschneites Tal wird von hohen, schneebedeckten Bergen eingerahmt. Im Vordergrund führt eine einzelne Spur durch den Schnee, die auf einige kleine Häuser am Hang zuläuft. Die Landschaft wirkt ruhig und friedlich.

Der Klang der Stille

Ein Talschluss in den österreichischen Alpen an der Grenze zwischen Salzburg und Kärnten. Dort stapfe ich stundenlang durch den Schnee, rieche die Waldluft, lausche. Und höre: nichts. Bis sich meine innere Stimme zu Wort meldet und mir sagt, wo es langgeht.


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 02/2024.

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Seit 2008 gestalten wir Kommunikation neu. Heute hilft Placetel mit AI-powered Telefonie Unternehmen einfach besser zu kommunizieren – für mehr Effizienz und besseren Kundenservice.

Das Bild zeigt ein Logo für "PLACETEL", ein Telekommunikationsunternehmen. Das Logo besteht aus einem blauen Kreis mit einer grünen vertikalen Linie auf einem schwarzen Hintergrund. Der Firmenname "PLACETEL" ist in großen, fetten Buchstaben in der Mitte des Bildes zu sehen. Das Logo ist so gestaltet, dass es leicht zugänglich und für ein breites Publikum erkennbar ist.

• Ich weiß nicht, wann genau die Wanderung ein fixer Bestandteil meines ausklingenden Jahres wurde. Vor fünf oder sechs Jahren vielleicht. Meist zur Wintersonnenwende, am 21. oder 22. Dezember, zieht es mich dorthin.

Für zwei, drei Tage reise ich mit dem Zug von Wien ins Gasteinertal. Um mich zu erinnern. An meine erste Skiabfahrt. Ausflüge mit dem Pferdeschlitten. Oder die „Dallas“-Folgen vor dem Fernseher meiner Großeltern, die hier in den Siebzigerjahren ein kleines Apartment gekauft hatten.

Den Weg Richtung Talende gingen wir unzählige Male gemeinsam, zwischen den schroff aufragenden Felswänden, an denen im Winter Wasserfälle zu Eiszapfen erstarren, umrahmt von Fichten, die sich Hunderte Meter weiter oben am Abgrund drängen. Wenn der Sturm wütet, knickt er sie im Dutzend und wirft sie krachend hinunter. Ins hintere Kötschachtal, das nur zu Fuß (wenn man Glück hat, während der Winterferien auch mit Pferdeschlitten) erreichbar ist, am nordöstlichen Ende von Bad Gastein.

Hier breitet sich die Stille wie eine Wolldecke über die Landschaft. Zwischen meinen Schritten höre ich nur den eigenen Atem und meinen Herzschlag. Keine Autos. Kein Handygebimmel, keine Supermarkt-Scannerkassen, keine schreienden Kinder und kein „Last Christmas“ aus dem Radio. Kein Flugzeug und keine Shopping-Mall-Durchsagen. In mir atmet etwas auf. Als würde eine Tür aufgehen, in eine Welt von Stille und Zeitlosigkeit. Wo es kein Davor gibt und kein Danach. Nur den Moment, in dem alles zusammenfließt.

Die Gegend ist für mich voller Erinnerungen. Auch das langsam dahinsiechende Hoteldorf Grüner Baum, das wie ein letzter Posten der Zivilisation am Eingang des Tales liegt und vor neun Jahren Konkurs anmelden musste. Hier feierten wir mit der Familie Silvester im Ganghofer-Stüberl, kannten die Kellner mit Namen und durften uns im Zentrum der High Society fühlen, weil mein Großvater, der „Herr Diplomkaufmann“ – so begrüßte man ihn – nicht nur Unternehmer war, sondern auch ein großzügiger Mensch mit verschmitztem Lächeln, der gern zum Essen einlud.

Das Bild ist ein Screenshot einer Website für ein Telekommunikationsunternehmen namens Placetel. Sie hat einen dunkelblauen Hintergrund mit weißem Text und Symbolen. Der Text auf der Website ist in deutscher Sprache und enthält einen Call-to-Action für Kunden, die sich über ihren Dienst erkundigen möchten, und weist darauf hin, dass sie eine bestimmte Nummer anrufen können, um weitere Informationen zu erhalten. Die Website enthält auch einen Bereich, in dem die Kunden ihr CRM-System aktualisieren können, was darauf hinweist, dass sich das Unternehmen aktiv um Kundendienst und Kommunikation bemüht.

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In den Siebzigern war das Hotel ein Hotspot der gehobenen Gesellschaft. Sogar das Thermalwasser aus dem benachbarten Kurort hatten die Hotelbesitzer kilometerweit hierhergeleitet. Niki Lauda und Liza Minnelli, der Schah von Persien, Helmut Kohl und später auch Falco planschten darin. Sie alle waren zu Gast, und ich saß als Taferlklassler im Speisesaal mitten unter ihnen, löffelte Frittatensuppe und staunte über die dicke Hornbrille des Herrn Bundeskanzler Bruno Kreisky am Nebentisch. Luis Trenker kam uns auf der Promenade entgegen, schnittiger Gang, trotz seines schon hohen Alters, grüßte freundlich, die Augen weit offen, eingehängt in eine um mehrere Jahrzehnte jüngere Frau.

Heute kommen keine Gäste mehr. Es ist eine untergegangene Welt, die man durchquert. An der Außenmauer bröckelt der Putz, ein Fenster ist eingeschlagen. Der ehemalige Hotelbesitzer, polternd und lustig in Gesellschaft, und seine freundliche, zurückhaltendere Frau sind inzwischen beide tot.

Mit jedem Schritt in Richtung Talschluss wird es stiller. Die Gedenktafel für Luis Trenker, das Alpaka-Gehege, die Holzbänkchen am Wegesrand mit Blick zum Tischlerkar-Gletscher am Horizont, dann die Himmelwandhütte. Viele kehren hier zur Jause ein. Drehen danach um und wissen nicht, was sie verpassen: Direkt vor der Tür wirft die steil aufragende Felswand perfekt das Echo zurück. Früher habe ich hier mit meiner Schwester und meiner Cousine gegen die dunklen Felsen angeschrien, um unsere Stimmen geisterhaft widerhallen zu hören. Diesmal lausche ich, ohne zu brüllen.

Die innere Stimme. Fragen. Welche meiner beruflichen Baustellen muss ich wieder zuschütten? Es sind zu viele, die Energie verpufft. Loslassen, aber was? Die neue Kooperation zum Aufbau einer Akademie, die gut begann, nun aber stockt, weil alle Beteiligten nebenbei Geld verdienen müssen? Was wird aus dem Roman, der berufliche und persönliche Neuausrichtung zum Thema haben soll, mit all den Ängsten und Zweifeln und den unterschiedlichen Perspektiven der Hauptfiguren. Über ein Exposé bin ich nicht hinausgekommen.

Und das Know-how als Pilot von Privatjets und Fluglehrer, das 15 Jahre lang mein Leben finanziert hat: Wäre es nicht dumm, das einfach brachliegen zu lassen?

Kein brennender Dornbusch, der sich zeigt. Stattdessen eine Stimme, die alles besser weiß und gnadenlos urteilt. Der innere Kritiker. „Ausgerechnet du, Michael, willst darüber eine Geschichte schreiben? Mach dich nicht wichtig!“ Aber das ist nur die oberste Gedanken-Schicht. Also weiter.

Der Weg führt immer tiefer in das Tal hinein, in den Neunzigerjahren hat man einen „Running Trail“ daraus gemacht, Läufer sind keine zu sehen. Nur ein paar Dohlen fliegen stumm von einem verschneiten Ast zum nächsten. Hin und wieder ist das Glucksen des Kötschachbaches zwischen Eisplatten zu hören. Später, als die Sonne die gefrorenen Südhänge aufweicht, auch das Krachen und Rutschen des Schnees, der sich vom Boden löst und in die Tiefe rieselt. Als zerflössen die Grenzen von dem, was wir für sicher, greifbar und statisch halten.

Ich bin nicht mehr der kleine Michael, der hier als Kind glitzernde Steine sammelte und in seine Jackentasche stopfte, nicht mehr der verliebte Teenager, der von Gastein aus Briefe an seine Schulfreundin in Wien schrieb, auch nicht der junge Vater oder der Captain am Zenit seiner Pilotenkarriere – und doch leben sie alle in mir, und es sind ihre Erfahrungen, die ich als innere Stimme wahrnehme.

Manche Antworten gibt die Zeit. Vor 25 Jahren fragte ich mich, ob ich unsere Tochter gemeinsam mit meiner Frau aufziehen würde. Das war ganz und gar nicht klar: Wir lebten damals noch nicht in einem Haushalt, neben meiner Arbeit als Radioredakteur studierte ich. Unser Start war schwierig. Eines Tages schnallte ich mir die Kleine um den Bauch und marschierte mit ihr und meiner zukünftigen Frau auf diesem Weg bis zum Talschluss. Es fühlte sich gut an. Die gemeinsamen Tage gaben uns eine Ahnung, dass der Weg richtig war. Wir blieben zusammen, bekamen eine zweite Tochter, heirateten.

Bei meiner Kündigung als Pilot vor vier Jahren fragte ich mich: Ist die Entscheidung richtig? Mitten in der Pandemie den prestigeträchtigen Job hinwerfen? Die Antwort: Ja. Aber es war keine gesprochene Antwort. Es waren meine Werte, die sich neu ordneten. Nach Stunden der Stille war alles ganz klar: Ich wollte Verantwortung übernehmen für mein Tun und damit auch für die Umwelt. Gleichzeitig beruflich im Cockpit von Privatjets zu sitzen, das ging sich nicht mehr aus.

„Nationalpark Hohe Tauern, Außenzone“ steht auf einer Holztafel am Wegrand. Weiter vorn liegen Bäume entwurzelt am Boden, ein Indiz für die Naturgewalten an weniger idyllischen Tagen. Am 30. Juli 2016 riss hier nach einem Unwetter eine Lawine aus Felsbrocken, Gletschereis und Wasser zwei Holzbrücken mit. Das Gasthaus am Talende entging nur knapp einer Katastrophe. So wie die Kraft der Natur damals Bäume entwurzelte und Brücken mitriss, suchte sich auch mein Lebensfluss seinen Weg und wollte endlich wieder strömen, statt sich in Widersprüchen zu drehen.

Ich wechselte von der Uniform mit vier goldenen Streifen in die Selbstständigkeit, war mein sicheres Einkommen los, probierte Neues, scheiterte, hatte schlaflose Nächte, lernte dazu. Bereut? Nein. Aber es war kein Spaziergang.

Die richtigen Entscheidungen bahnen sich ihren Weg immer von innen nach außen, zumindest bei mir. Um sie zu finden, muss ich zuerst in die umgekehrte Richtung gehen, zum Kern und dort genau hinhören. Das geht nur, wenn es still ist.

Ich bin am Ende des Tales angelangt. Siebeneinhalb Stunden Fußmarsch sind es von hier über den Berg bis nach Kärnten. Ich kehre um. Vielleicht lässt es sich so sagen: Die Intuition hilft, Entscheidungen mit einer Gewissheit zu treffen. Vergraben unter Gedankenmüll, täglicher Routine und rationalen Abwägungen liegt diese Gewissheit in mir. Will nicht überzeugen – nur erkannt werden. Sie ist, was uns ausmacht. Ich glaube, wer sich ihr verweigert, lebt nicht das eigene Leben.

Es geht heimwärts. Und die innere Stimme? Sagt Ja zur neuen Kooperation. Das Buchprojekt wird warten. Der Berufspilot hat auch als Fluglehrer ausgedient. Eine Erklärung gibt es nicht. Ich weiß es einfach. Und bin dankbar. Luis Trenker, meine Großeltern: längst begraben. Es sind ein paar Jahre, die ich vielleicht noch hier wandern darf. Nicht mehr als ein Atemzug im verschneiten Tal zwischen den Bergen. ---

Ein junger Junge mit blonden Haaren und einem dicken, braunen Fellhut lächelt in die Kamera. Er trägt eine Jacke in Gelb- und Lilatönen und lehnt entspannt an einer Person, die im Hintergrund zu sehen ist. Im Hintergrund sind weitere Menschen und eine verschneite Landschaft erkennbar, was auf einen Winterausflug hindeutet.

Foto: privat

Michael Marchetti,

1973 in Wien geboren, verbrachte als Kind oft die Ferien in Gastein. Er studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Wien und Santiago de Chile. Anschließend arbeitete er als Nachrichtenredakteur beim ORF Radio und Fernsehen, wo er 1995 seine Frau Tiba kennenlernte. Mit ihr hat er zwei erwachsene Töchter.

Mit 30 ließ er sich zum Piloten ausbilden und war 15 Jahre im Cockpit von Privatjets im Einsatz. 2017 durchwanderte er mit seiner Frau Neuseeland und begann, seine Arbeit und sein Leben zu hinterfragen. In der Pandemie 2020 kündigte er seinen Job und machte sich mit seinem Coaching-Unternehmen One Eight Zero selbstständig. 2023 gründete er mit seiner Frau die Veranstaltungsreihe „Lessons in Love“ und baut derzeit eine Akademie auf, die sich mit persönlicher Transformation beschäftigt.


Das Bild zeigt einen Bericht mit dem Titel "State of Voice Al Report 2025" mit einem Foto von drei Personen, die an einem Schreibtisch mit Computern arbeiten. Der Bericht ist auf einem schwarzen Hintergrund mit einem blau-weißen Logo auf der linken Seite dargestellt. Der Text auf dem Bericht weist darauf hin, dass es sich um einen "Zwischen Spezialis und Akzeptazt: Voice Al im Realitäts Check" handelt und von Placetel und DMB veröffentlicht wird.

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