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Region Dresden

Nu!


Inhalt

S. 5

Die Region Dresden auf einen Blick

S. 6

Nun, wir sind überzeugt.

Zugegeben, am Anfang waren wir skeptisch. Als sich Ulrike Lerchl vor anderthalb Jahren mit ihrem Vorschlag an die Redaktion wandte, ihrer Heimat eine Ausgabe zu widmen, brauchten wir ein wenig Bedenkzeit. "Region Elbland" sollte das Heft damals noch heißen und einen weiten Bogen schlagen von der Elbmetropole in die Region.

Text: Susanne Risch
Foto: Antonina Gern

S. 14

Nu, mir gönn!

In seinen Romanen "Helden wie wir" und "Am kürzeren Ende der Sonnenallee", der in der Verfilmung von Leander Haußmann erfolgreichster deutscher Film des Jahres wurde, hat Thomas Brussig sein Talent als sensibler Beobachter von Ost und West einer internationalen Leserschaft nachdrücklich unter Beweis gestellt. Für brandeinsNeuland hat sich der Schriftsteller, der in Ostberlin aufwuchs, auf die Suche nach der Seele des Menschen in und um Dresden herum gemacht.

Text: Thomas Brussig
Foto: Dawin Meckel

S. 32

Harte Schule

Sachsens Lehranstalten gelten als die leistungsstärksten und effizientesten in Deutschland. Nach der Wende haben die Bildungsplaner des Bundeslandes nicht die alten Fehler des Westens wiederholt, sondern sich ein Schulsystem nach Maß geschneidert. Tugenden aus DDR-Zeiten spielen dabei eine wichtige Rolle.

Text: Andreas Molitor
Illustration: Sarah Illenberger

S. 44

Die Letzten ihrer Art

Kunstblümlerin, Metalldrücker, Pfefferküchler ­ was nach mittelalterlichem Markt klingt, ist in der Region um Bautzen, Meißen und Pirna heute noch handwerkliche Gegenwart. Auf die alten Gewerke wirkte der real existierende Sozialismus wie ein feiner, hochwirksamer Konservierungsstoff. Eine derartige Vielfalt an exotischen Handarbeitern kennt kein anderes Bundesland.

Text: Harald Willenbrock
Foto: Dawin Meckel

S. 54

"Aller Anfang ist schwer", ...

... findet der kleine Alligator aus Hellerau. 2007 als Neuauflage des Reformspielzeugs der Jahrhundertwende herausgebracht, ist er unter Einsatz seiner 22 Zähne aus seinem Sandsteinei geschlüpft. Nur Mut, auf geht’s zu neuen Ufern, so hat’s das Muttertier schließlich auch gemacht: Auf ihrem Weg vom Schrankwand-Massenproduzenten zum exklusiven Innenausbauer haben sich die Deutschen Werkstätten Hellerau oft durchbeißen müssen. Jetzt ist Mama flügge und international – und ein Symbol für viele in der Region.

Text: Redaktion

S. 56

Berufswahl, Bienchen und Blümchen

Gestartet als ostdeutsche Schülerzeitung, gelandet als intelligentes Massenblatt. Der Spiesser, Deutschlands ungewöhnlichste Jugendzeitschrift mit Millionenauflage, wird in Dresden gemacht.

Text: Stefan Scheytt
Illustration: Sarah Illenberger

S. 58

Großversuch geglückt

Von wegen "Tal der Ahnungslosen". Dresden hat eine der facettenreichsten Wissenschaftslandschaften Deutschlands. Das ist kein Zufall. Die Sachsen waren schon immer schlau. Und neugierig. Ihr jüngstes Forschungsprojekt: Wie schafft man es an die Spitze?

Text: Christian Sywottek
Foto: Michael Hudler, Oliver Helbig

S. 68

Keimzelle Dresden

Die Biotechnologiebranche in der sächsischen Landeshauptstadt ist noch jung und fragil. An mutigen Visionen und konsequenten Akteuren mangelt es jedoch nicht. Die Chancen für einen international bedeutenden Wissenschaftsstandort sind gut ­ der Nährboden ist bereitet.

Text: Thomas Deichmann
Illustration: Sarah Illenberger

S. 76

Der Zauberer von Ost

André Sarrasani ist der jüngste Zirkusdirektor Deutschlands. Mit Dinnershows und einem Rundumkonzept will er dem alten Gewerbe neuen Glanz verleihen.

Text: Nicolas Büchse
Illustration: Sarah Illenberger

S. 78

Vater und Sohn – gestern und heute

Im Februar 1945 wurde Dresden, eine der schönsten deutschen Städte, von den Bomben der Alliierten in Trümmer gelegt. Damals war Jochen Zimmermann 19 Jahre alt. Zurück aus dem Kriegsdienst, startete der gelernte Spediteur als Volkskorrespondent seine Laufbahn als Journalist ­ und begann mit einem sehr persönlichen Projekt: Er fotografierte seine zerstörte Heimatstadt.

Text: Redaktion
Foto: Jochen Zimmermann, Harf Zimmermann

S. 88

Die Region Dresden in Zahlen

Wirtschaft, Wachstum, Wanderungen und Wohlstand ­– ein Überblick.

Text: Redaktion
Illustration: Isabelle Gehrmann, Stefan Ruetz

S. 84

"In der Stadt wären sie Graffiti, ...

... in der Natur helfen sie beim Orientieren", sagt Andreas Hildebrandt über die Wandermarkierungen auf Bäumen und Steinen in der Sächsischen Schweiz, die ihn zu seinem Werk "Weiser" inspirierten. Der 36-jährige ehemalige Meisterschüler von Ralf Kerbach nennt seine Bilder eine Mischung aus Stillleben und Porträt ­ von Landschaften ohne Landschaft. Minimalistische Grüße aus der Region an die Region. 2007 erhielt Hildebrandt den Marion Ermer Preis für junge Künstler aus den Neuen Bundesländern.

Text: Redaktion
Foto: Michael Kretschmar, courtesy galerie baer

S. 95

"Eine Stadt der Dichter", ...

... würde Stefan Seyfarth am liebsten wieder aus Dresden machen. Der gebürtige Thüringer kam vor zwölf Jahren zum Studium der Forstwissenschaften in die sächsische Landeshauptstadt. Doch dann schlugen ihn die Werke von Robert Gernhardt und Peter Rühmkopf in ihren Bann. Seitdem führt Seyfarth ein Leben in Reimen. Der 31-Jährige ist Moderator des livelyriX Poetry Slams in Dresden, Mitglied der Lesebühnen Sax Royal und letterman und Gewinner etlicher Poetry Slams in der ganzen Republik.

Text: Stefan Seyfarth
Foto: Jan Spading

S. 96

Auf ein Neues

Die Elbe Flugzeugwerke verwandeln Passagiermaschinen in Frachtflugzeuge ­ und beflügeln damit die Renaissance des Flugzeugbaus in Dresden.

Text: Stefan Scheytt
Illustration: Sarah Illenberger

S. 108

2 + 2 = 1

Dwe reci, dwe kulturje, jedna domizna. Wopyt pola Serbow w Budysinje. Zwei Sprachen, zwei Kulturen, eine Heimat. Ein Besuch bei den Sorben in Bautzen.

Text: Uwe Rasche
Foto: Dawin Meckel

S. 116

Gute Zeiten

Die besten Uhren der Welt kommen auch aus Deutschlands Osten, aus Glashütte. Sie werden von Menschen gebaut, die anders ticken als die anderen. Jedes Schrämmchen kratzt an ihrer Ehre.

Text: Judka Strittmatter

S. 122

Tücher, Technik und Textil

Die Sachsen erfanden Mundwasser, Mineralwasser und Filtertüte. Was die Welt den pfiffigen Entwicklern noch verdankt? Tüfteln Sie es aus. Sieben Begriffe gilt es zu entschlüsseln.

Konzept: Udo Pini
Illustration: Wolfgang Philippi

S. 124

Dem Himmel sei Dank

Von Luftschlössern und Schnapsideen. Verrückte Baupläne in der Sächsischen Schweiz, die gottlob gescheitert sind.

Text: Katrin Koritz
Fotomontage: product:ink Simone Weissling

S. 128

Keiner da?

Die ländlichen Gegenden Sachsens haben keine Zukunft. Heißt es in allen Studien. Weil die Bevölkerung schrumpft. Weil sie überaltert ist. Und nicht wettbewerbsfähig. Dabei ist hier nur zu beobachten, was auch für den Rest der Republik bald Alltag sein wird.

Text: Kerstin Friemel
Foto: Stephan Floss

S. 138

Tal ohne Titel

Der Waldschlösschen-Zwist ­oder: Wie der Bau einer Brücke eine Stadt entzweit.

Text: Michaela Streimelweger

S. 142

Wussten Sie, dass...?

... die besten Porzellanmaler aus Meißen auf drei Jahre ausgebucht sind?

Text: Redaktion

S. 146

Kurz und knapp

Fummel, Brutzelsaucen und patentierte Haarschnitte: bemerkenswerte Unternehmungen aus dem Elbland.

Text: Redaktion
Foto: Dresdner Molkerei Gebrüder Pfund GmbH

S. 148

Riesig klein

Erfolgsmodell im Osten oder private Image-Kampagne eines Selbstdarstellers? Die Legende der Sportstadt Riesa.

Text: Gerhard Waldherr
Foto: Dawin Meckel

S. 156

"Wir grüßen Nah und Fern", ...

... lautet die Überschrift, die Franziska und Sophia Hoffmann ihrer Installation "Moduln Dresden" mit auf den Weg gaben. Die beiden in der sächsischen Landeshauptstadt geborenen Schwestern und Medienkünstlerinnen haben für ihr Werk auf ausrangierte Anzeigentafeln deutscher Bahnhöfe zurückgegriffen. In mehr als 230 Textbausteine zerlegten sie das ehemalige Informationsmaterial, um es dann zu ganz neuen Zielen und Fantasierouten zusammenzusetzen. Die schönste Reise beginnt ja bekanntlich im Kopf.

Text: Redaktion
Foto: Franziska Hoffmann, Sophia Hoffmann

S. 162

Überleben in der Region Dresden – kein Reiseführer

Es heißt, der Sachse an sich sei ein wenig maulfaul. Und wenn er den Mund aufmache, verstünden ihn Auswärtige eh kaum. Solche Klischees nerven unsäglich und sind nur dazu da, widerlegt zu werden ­ was hiermit geschehen ist. Denn wer Menschen aus der Region Dresden um Hinweise und Tipps zu Kultur, Veranstaltungen oder Wein bittet, rennt offene Türen ein.

Text: Redaktion
Foto: Stephan Floss, Michael Hudler

S. 172

See und staune

Zu DDR-Zeiten galt die Lausitz mit ihren Seen als "Badewanne der Sachsen". Jetzt wird die Wanne zum Pool: Bei Hoyerswerda entsteht die größte künstliche Wasserlandschaft Europas.

Text: Søren Harms
Foto: Felix Brüggemann, Peter Radke (LMBV)