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Schwerpunkt

Neue Lebensplanung

brand eins 03/2023


Inhalt

S. 4

Chefredakteurin Gabriele Fischer über den Schwerpunkt Neue Lebensplanung.


Einstieg

S. 8

Text: Philip Jokic
Fotografie: Filip Dzopa

Marijanco Aleksoski ist 34 Jahre alt und arbeitet als Fahrradmechaniker im Familienbetrieb in Prilep, einer Stadt im Süden von Nordmazedonien.

Ein Mann mittleren Alters steht in einer Werkstatt und hält ein Fahrrad. Er trägt ein rotes Poloshirt und dunkle Hosen. Er wirkt freundlich und selbstbewusst. Im Hintergrund sind weitere Fahrräder, Werkzeuge und Regale zu sehen, was auf eine Fahrradwerkstatt hindeutet.

S. 10

Text: Clara Vuillemin

S. 12

Text: Martin Fehrensen, Mischa Täubner
Bildquelle: Instagram

Wie Lyn Slater ihren Fans die Angst vor Veränderungen nimmt.

Nahaufnahme einer Frau mit langen, dunklen Haaren, die eine braune Flasche in der Hand hält. Sie lächelt leicht und wirkt zufrieden. Im Hintergrund ist ein helles Badezimmer zu sehen. Das Bild ist ein Werbepost auf Instagram für ein Haarpflegeprodukt namens "Myceremonia".

S. 14

Text: Jens Bergmann
Illustration: Ika Künzel

Wirtschaft kann so einfach sein – wenn man nach den niedrig hängenden Früchten greift.

Zeichnung eines grünen Baumes mit roten Äpfeln. Unter dem Baum ist eine Berglandschaft mit dem Text "OVER ACHIEVER" zu sehen.

S. 16

Text: Frank Odenthal
Fotografie: Anne-Sophie Stolz

Eine Karlsruher Firma lässt Wände erstrahlen – mit einer hauchdünnen Erfindung.

Ein Mann mittleren Alters steht in einer hellen Werkstatt vor einer Reihe von schräg aufgestellten Metallgestellen mit LED-Leuchten. Er hält ein weiteres LED-Panel in den Händen und scheint es zu inspizieren. Er trägt eine dunkle Jacke über einem Pullover und Jeans. Im Hintergrund sind weitere Geräte und Kabel zu sehen.

brand eins-Container: Das gute Netz #05

S. 18

Text: Christoph Koch
Collage: Matthieu Bourel

Große Hoffnungen wurden in die demokratisierende Wirkung des Internets gesetzt. Nun zeigt sich: Es dient vor allem der Profitmaximierung weniger Digitalkonzerne. Über das Fediverse und andere Lösungsansätze.

Das Bild zeigt eine Collage aus drei Gesichtern und einem Teil eines vierten Gesichts. Die Gesichter sind in Grautönen gehalten und scheinen aus Papier ausgeschnitten zu sein. Das Gesicht in der Mitte ist eine Frau, die direkt in die Kamera blickt und einen ernsten, nachdenklichen Ausdruck hat. Die anderen Gesichter sind Männer, die ebenfalls ernst wirken. Die Anordnung der Gesichter erweckt den Eindruck von Zerrissenheit und Fragmentierung.

S. 20

In den sozialen Medien bestimmen die großen Digitalkonzerne über die Regeln. Es gibt aber auch alternative Angebote, die mehr Mitsprache und Datenschutz erlauben. Ein Glossar der wichtigsten Begriffe.

Text: Christoph Koch

S. 22

Für ein demokratisches Internet ist auch digitale Barrierefreiheit ein wichtiger Baustein. Als Mitgründer des Online-Zahlungsdienstleisters Computop Paygate weiß Ralf Gladis, dass der Teufel dabei oft im Detail steckt.

Interview: Christoph Koch


Was Wirtschaft treibt

S. 26

Text: Jonathan Fischer
Fotografie: Lorraine Hellwig

Von Hip-Hop- und Filmstars beworben, von Branchenkennern für verrückt erklärt: Mehdi Slimani produziert Sportschuhe ausschließlich in Subsahara-Afrika – und zahlte dafür eine Menge Lehrgeld.

Ein farbenfroher Sneaker mit Leopardenmuster und einem auffälligen, stilisierten Drachenmotiv an der Seite. Der Schuh steht auf einem Hintergrund mit floralen Mustern in Rot und Schwarz. Die Schnürsenkel sind weiß und der Schuh hat eine cremefarbene Sohle.

brand eins-Container: Bildung #04

S. 32

Text: Julia Lauter
Illustration: Joni Majer

Die Schule sortiert Kinder und Jugendliche nach Noten, viele Fachleute fordern schon lange eine Reform des Zensurenkults. Bislang ohne Erfolg. Nun gehen Unternehmen voran.

Grafik: Eine stilisierte, schwarze Silhouette einer Person, die mit einem geöffneten Buch fliegt. Die Buchseiten breiten sich wie Flügel aus. Einige einzelne Blätter lösen sich und fallen herab. Im Hintergrund sind angedeutete Wolken zu sehen. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Freiheit und Fantasie.

Schwerpunkt: Neue Lebensplanung

S. 40

Zehn persönliche Antworten auf die Frage: Was würde ich anders machen, wenn ich sicher wüsste: Ich werde hundert Jahre alt?

Text: Celine Dascarolis, Jennifer Garic, Mia Pankoke und Sarah Sommer

S. 46

Text: Andreas Molitor
Fotografie: Daniel Featherstone

Wie lange wird es dauern, bis wir im Schnitt 100 Jahre alt werden? Was es bedeutet, dass wir immer älter werden – für die persönliche Lebensplanung und für die Gesellschaft.

Drei Porträts von Menschen in einer Stadt. Links ein Mann mit kurzem, hellem Haar, der einen blauen Mantel trägt und ernst dreinblickt. In der Mitte eine elegante Frau mit hochgestecktem Haar und dunkler Brille, die einen Pelzmantel trägt und selbstbewusst wirkt. Rechts eine junge Frau mit lockigem Haar und einem Kleid mit Erdbeermuster, die ein Getränk hält und Kopfhörer trägt. Im Hintergrund sind Gebäude und Straßenverkehr zu sehen, was eine belebte urbane Atmosphäre suggeriert.

S. 54

Text: Sophie Burfeind

Geschätzte Zahl der Menschen weltweit, die älter als 100 Jahre sind, in Millionen, …

… im Jahr 1950 0,04
… im Jahr 2020 0,5
… im Jahr 2090 16,4

Text: Thomas Ramge
Illustration: Ahaok

Die Wissenschaft ist dabei, das Geheimnis des Alterns zu ergründen. Die Lebenszeit von Versuchstieren wie Fadenwürmern, Fruchtfliegen und Mäusen lässt sich durch biomedizinische Eingriffe bereits erheblich verlängern. Doch was hieße es für die Gesellschaft und den Planeten, wenn Menschen 150 oder 200 Jahre alt würden?

Zeichnung einer älteren Frau, die vor einem großen Geburtstagskuchen mit den Zahlen 150 steht. Die Frau stützt sich auf einen Gehstock und blickt überrascht auf den Kuchen. Der Kuchen ist rosa und mit vielen Kerzen versehen.

S. 60

Text: Felix Lill
Illustration: Elisabeth Moch

Dort werden die Menschen nicht nur besonders alt, sie bleiben auch ausgesprochen aktiv – und halten das Land am Laufen.

Eine Frau mit dunklem Haar und einer auffälligen Maske steht hinter einem DJ-Pult. Sie trägt Kopfhörer und scheint konzentriert Musik aufzulegen. Im Hintergrund sind verschwommene Lichter und Formen zu erkennen, die eine Clubatmosphäre andeuten.

S. 62

Text: Peter Weibel
Fotografie: Anne-Sophie Stolz

Peter Weibel, 78, Künstler, Kurator, Kunst- und Medientheoretiker, hat einen ungewöhnlichen Vorschlag, wie wir mehr Lebenszeit gewinnen können.

Ein Mann mittleren Alters sitzt an einem überfüllten Schreibtisch in einem hellen Raum mit großen Fenstern. Der Schreibtisch ist hochgestapelt mit Papieren, Büchern und verschiedenen Objekten. Der Mann lächelt und blickt in die Kamera. Der Raum wirkt chaotisch, aber auch einladend und voller Leben. Im Hintergrund sind weitere Räume und Gebäude zu sehen.

S. 64

Sie wolle nicht weniger als eine Revolution der Arbeitswelt, wird Karin Jurczyk vorgeworfen. Die Soziologin sieht das als Kompliment. Es führe kein Weg daran vorbei, Erwerbsbiografien neu zu denken.

Interview und Text: Carina Frey
Fotografie: Sigrid Reinichs

S. 70

Text: Jennifer Garic und Sarah Sommer
Fotografie: Peter Rigaud

Erst lernen, dann ranklotzen und schließlich, in der Rente, ausruhen. Das ist das klassische Lebensmodell, das mit steigender Lebenserwartung immer unsinniger wird. Diese drei Menschen machen es schon jetzt anders.

Zwei Aufnahmen einer älteren Frau mit auffälligem violettem Fellhut. Sie trägt bunte Kleidung und hält ein rotes Smartphone am Ohr. In der ersten Aufnahme zeigt sie mit dem Finger nach links, wirkt dabei energisch und entschlossen. In der zweiten Aufnahme blickt sie konzentriert nach oben, während sie am Telefon spricht. Sie scheint aufgeregt oder überrascht zu sein.

S. 78

Der Ökonom Giacomo Corneo ist ein visionär denkender Zahlenmensch. Er will Erwerbsleben und Ruhestand flexibler gestalten – und hat das schon mal durchgerechnet.

Interview: Nils Wischmeyer
Fotografie: Oliver Helbig

S. 82

Text: Johannes Dieterich
Illustration: Elisabeth Moch

Südlich der Sahara sieht die Bevölkerungspyramide noch so aus wie in den Lehrbüchern des vorigen Jahrhunderts. Darin liegt eine große Chance für den Kontinent.

Eine Aquarellzeichnung zeigt eine Gruppe von etwa zehn Kindern mit dunkler Hautfarbe, die fröhlich in die Kamera lächeln und ihre Hände in verschiedenen Gesten zeigen. Sie scheinen unter einem Baum zu stehen, der mit grünen und gelben Farbtönen dargestellt ist. Die Kinder wirken ausgelassen und glücklich.

S. 84

Interview: Christoph Biermann
Fotografie: Jakob Schnetz

Die Perspektive eines langen Lebens wirft die Frage auf: Was tun nach der ersten beruflichen Karriere? Der ehemalige Profi-Fußballer Christian Pander musste sich damit schon früh auseinandersetzen.

Ein junger Mann steht auf einem roten Sportplatz. Er trägt eine dunkle Winterjacke mit Kapuze und eine Mütze. Im Hintergrund befindet sich ein Wald und ein Fußballtor. Das Ambiente wirkt ruhig und etwas neblig.

S. 88

Text: Hannes M. Kneissler
Fotografie: Sebastian Lock

Dachdecker müssen einiges aushalten: Sonnenstiche, kaputte Knie, Abstürze. Wie wird man alt in diesem Beruf?

Ein metallener Kasten mit vier ausgestreckten Armen hängt an einem Seil vor einem klaren, blauen Himmel. Der Kasten scheint für einen Transport vorbereitet zu sein, möglicherweise für Arbeiten in der Höhe.

S. 92

Wir alle wollen älter werden, aber was heißt das eigentlich für die, die nach uns kommen?

Fragen an Stephan A. Jansen

S. 94

Text: Mareike Enghusen
Illustration: Elisabeth Moch

Warum man sich in Israel trotz hoher Geburtenraten um die Zukunft sorgt.

Eine lockere Aquarellzeichnung zeigt eine Strandpromenade vor einer Stadtkulisse. Im Vordergrund spielen Kinder auf einem Spielplatz, einige klettern auf eine Klettergerüst, andere rutschen eine Rutsche herunter. Im Hintergrund erheben sich hohe Gebäude, die von blauem Himmel und Wolken umgeben sind. Das Bild vermittelt eine fröhliche und entspannte Atmosphäre.

S. 96

Viele alte Menschen leben allein. Das kann einsam machen und verschärft die Situation auf dem Wohnungsmarkt. Es geht auch anders: Vier Ideen aus der Praxis.

Text: Lars-Thorben Niggehoff und Jan Schulte
Fotografie: Thekla Ehling


Küchen-Wirtschaft

S. 100

Die Küche – egal ob daheim oder in der Gastronomie – ist ein eigener Kosmos, der viel über uns, die Wirtschaft und Gesellschaft verrät. Luka Lübke, Köchin und Autorin, findet: Gutes Essen ist ein Menschenrecht, und jeder Mensch gehört in die Küche. 

Text: Luka Lübke


Was Menschen bewegt

S. 104

Text: Jannik Jürgens
Fotografie: Lorraine Hellwig

Eine Genossenschaft will den Bahnverkehr im ländlichen Frankreich wiederbeleben. Dabei geht es um viel mehr, als nur Waggons auf Schienen zu setzen. Eine Reise durch die abgehängte Provinz.

Nachtaufnahme einer großen, dunklen Lokomotive auf einem Bahngleis. Im Hintergrund sind einige Laternen zu sehen, die das Bild beleuchten. Die Lokomotive steht still und wirkt massiv und kraftvoll.

Ausstieg

S. 114

Ein Szenario.

Text: Christoph Koch

S. 116

Text: Frank Dahlmann
Foto: © Nexwafe

Eine Firma aus Freiburg will uns unabhängiger von der chinesischen Fotovoltaik-Industrie machen – indem sie die Produktion stark vereinfacht.

Nahaufnahme eines großen Stapels schwarzer, rechteckiger Platten, die auf einem weißen Untergrund stehen. Die Platten sind dicht aneinander gereiht und werden von blauen Stützen gehalten. Im Hintergrund sind weitere Geräte und Strukturen erkennbar, die auf eine technische Umgebung hindeuten.

S. 119

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung von Auszügen aus einer Pressemitteilung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation über vier Verordnungsvorschläge aus dem Umweltbereich, vom 13. Dezember 2022.

Text: Holger Fröhlich


Gewinnspiel

S. 122

„Die steigende Lebenserwartung ist keine Last, sondern eine Errungenschaft.“