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Schwerpunkt

KI

brand eins 09/2025


Inhalt


Befreit die Bankerin Martina Weimert Europa aus dem Schwitzkasten amerikanischer Bezahlsysteme? – S. 74 🇪🇺 

WIE STEHT ES UM DAS GESCHÄFT DER BEAUTY-KETTE DOUGLAS? – S. 112

Welche Agenten stecken hinter dem Comic Lissy Pony? – S. 40

Ist KI der Schlüssel zum Verständnis unseres Bewusstseins? – S. 50

WIE BRINGT MAN EINER MASCHINE BEI, TOMATEN ZU PFLÜCKEN? S. 58

Wie sieht TikTok in Worten aus? – S. 88

Was, wenn Kinder an Schulen mitbestimmen dürfen? – S. 92

Was bringt KI für die Volkswirtschaft? – S. 82


Einstieg

S. 3

Die neue Zeit

Chefredakteurin Gabriele Fischer über den Schwerpunkt KI

S. 6

Eine Ikonenmalerin in Griechenland

Text und Fotografie: Martina Katz

Maria Tsimpoka, 58, kommt aus Sparta, einer Stadt auf dem Peloponnes. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Friseurin und belegte Computerkurse. Mit 32 lernte sie ein Jahr lang am staatlichen Berufsbildungszentrum KEK von Tripoli Ikonenmalerei, also die Darstellung des Lebens von Heiligen. 

Eine Ikonenmalerin; 58 Jahre; in ihrem Studio in Griechenland steht hinter einer Staffelei mit einer Ikone und lächelt in die Kamera.

S. 8

Die Welt in Zahlen

Text: Holger Fröhlich

Erhöhung der Wahrscheinlichkeit, dass sich eine angeschnallte Frau bei einem Frontalzusammenstoß schwerer verletzt als ein Mann (bei einem vergleichbaren Unfall), in Prozent: 73

S. 10

Das Prahlhans- Prinzip

Text: Jens Bergmann
Illustration: Ika Künzel

Angeben ist nicht nur gut fürs Geschäft, sondern auch fürs Seelenheil.

Das Bild zeigt eine farbenfrohe, handgezeichnete Buntstift Illustration von einem Pfau, der stolz ein Rad mit seinen Federn schlägt.

S. 12

Mit Adleraugen

Text: Susanne Donner

Das Start-up Protecbird schützt Vögel mit einer KI vor Windrädern.

Eine naturalische 3d Illustration vom einem Windpark auf dem offenen Meer. Ein Vogelschwarm fliegt in Richtung der Rotatoren und ist durch rote Rahmen markiert.

Schwerpunkt: KI

S. 14

Wie wird KI unsere Welt im Jahr 2035 prägen?

Gesammelt von Christoph Koch und Mischa Täubner
Collage: Matthieu Bourel

16 Fachleute geben Antwort.

Artikel anhören:
Eine digitale Illustration, die das Gesicht einer Person zeigt, das teilweise von einer Vielzahl bunter Kugeln verdeckt wird, die um sie herum schweben. Die Kugeln sind von unterschiedlicher Größe und Farbe.

S. 18

Eine neue Epoche

Text: Christoph Koch
Collage: Matthieu Bourel

Generative KI hat bewiesen, dass sie kein schnell verpuffender Hype ist. Trotzdem sind zentrale Probleme ungelöst. Wie wollen wir mit dieser Technik leben?

Eine digitale Illustration mit einer gewellten, abstrakten Form, die die Silhouette einer Person darzustellen scheint. Die Form setzt sich aus verschiedenen Farben und Linien bzw. Wellen zusammen, wodurch eine dynamische und visuell beeindruckende Komposition entsteht. Ein weißer Hintergrund hebet die leuchtenden Farben und komplizierten Details des Designs hervor.

S. 18

„Wir müssen immer mehr Ressourcen investieren, um immer kleinere Fortschritte zu erzielen“

Text: Christoph Koch
Collage: Matthieu Bourel

Warum der Autor und Futurist Kevin Kelly bezweifelt, dass KI heute schon Arbeitskräfte ersetzen kann.

Eine digitale Illustration das die Nahaufnahme eines Frauengesichts mit einem einzigartigen, abstrakten Design zeigt. Das Gesicht setzt sich aus verschiedenen Formen und Farben zusammen.

S. 28

Prompt erledigt

Text: Hannes M. Kneissler

Schleppnetze im Meer aufspüren, Möbel entwerfen, Models klonen oder Mini-Filme produzieren: Diese Menschen sind produktiver dank künstlicher Intelligenz.

S. 38

Die KI: kollaborative Intelligenz

Alle reden von generativer KI – aber für Deutschland wird das industrielle Metaverse entscheidender.

Text: Stephan A. Jansen

S. 40

Im Maschinenraum

Text: Meike Kirsch
Illustration: Benedikt Rugar

Sie schreiben Comics, bestellen Eier zu Wucherpreisen – und könnten die Arbeitswelt umkrempeln wie kaum eine Technik zuvor. KI-Agenten gelten als nächste Evolutionsstufe künstlicher Intelligenz. Doch wie weit sind sie wirklich?

Eine moderene Vektoren Illustration. Gelbe Hände mit einer Antenne bewältigen in einer digitalen Welt Aufgaben. Sie laufen über eine rosa Farbfläche und tippen auf stilisierten Displays.

S. 50

„Der Mensch als Darmflora der künstlichen Intelligenz“

Text und
Interview: Holger Fröhlich
Fotografie: Marzena Skubatz

„Die Menschheit als kurzer Blitz des Bewusstseins in der Dunkelheit des Universums.“

Das Bild ist eine Split-Screen-Komposition mit einer Nahaufnahme des Profils eines Mannes auf der rechten Seite und einem Hintergrund aus einem komplexen Netzwerk miteinander verbundener Linien und Punkte, die ein Gefühl von Tiefe und Komplexität vermitteln. Der Mann scheint in einem kontemplativen oder nachdenklichen Zustand zu sein, wobei sein Blick zur Seite gerichtet ist. Die kontrastierenden Elemente des Bildes schaffen eine visuell ansprechende und zum Nachdenken anregende Komposition.

S. 58

Mit Feingefühl

Text: Tobias Asmuth
Fotografie: Nils Böddingmeier

Ein Roboter vom Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen kann bei der Ernte helfen – und soll die Landwirtschaft verändern.

Das Bild zeigt einen Obstgarten mit einem Roboterarm, an dem eine Kamera befestigt ist, der Äpfel von einem Baum pflückt. Der Roboterarm befindet sich im Vordergrund, während die Äpfel im Hintergrund zu sehen sind.

S. 66

„Wir sollten selbstbewusst Spielregeln für unsere digitale Ökonomie durchsetzen“

Das sagt der IT-Experte Dennis-Kenji Kipker und fordert dazu auf, die digitale Souveränität Europas zu befördern.

Text und Interview: Nils Heck

S. 73

Geht es auch ohne Big Tech aus den USA?

Vor- und Nachteile europäischer Alternativen. 🇪🇺

Text: Lars-Thorben Niggehoff

S. 74

Der Traum vom europäischen Bezahlsystem

Visa, Mastercard, Paypal: US-Konzerne verdienen, wenn Europa bezahlt. Martina Weimert soll Europa aus dieser Abhängigkeit befreien. Hat sie eine Chance?

Text: Nils Heck

S. 80

Dringend gesucht: Fachleute

Jahr für Jahr küren brand eins und Statista die besten IT-Dienstleister. Doch wie sieht der deutsche IT-Markt eigentlich aus? Ein paar Zahlen, bitte!

Zahlen: Michaela Streimelweger

S. 82

„Fortschritt braucht Freiraum“

Interview: Peter Gaide
Fotografie: Freya Najade

Dank künstlicher Intelligenz werden viele Tätigkeiten automatisiert. Aber das steigert nicht zwangsläufig die Produktivität – und schafft bislang nichts wirklich Neues. Sagt der Ökonom Carl Benedikt Frey.

Carl Benedikt Frey im Anzug steht an eine Steinmauer gelehnt und hat die Hände vor sich verschränkt. Er steht in der Universität Oxford vor einem Metalltor, das mit einem verschlungenen Muster verziert ist.

S. 88

Tiktok in Worten

Joachim Bosse mit seinem Projekt DIKTAT, 2.

Hier können Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur ihren Gedanken freien Lauf lassen.

Das Bild zeigt ein weißes Blatt Papier mit handgeschriebenem Text in deutscher Sprache, geschrieben mit blauem Marker. Der Text enthält Wörter wie "Wurst", "Löscher", "Zwiebel-Mett", "Katze", "Klaut" und "beim Abi". Der handschriftliche Text ist in zwei Spalten angeordnet, wobei die linke Spalte die Wörter "Wurst", "Löscher", "Zwiebel-Mett" und "beim Abi" enthält und die rechte Spalte die Wörter "Katze", "Klaut" und "beim Abi". Der Text ist in einem lockeren, handschriftlichen Stil geschrieben, was darauf hindeutet, dass es sich um eine persönliche Notiz oder eine Liste von Gegenständen handeln könnte.

Geld und Leben

S. 92

Mehr Demokratie wagen

Text: Anabelle Körbel
Fotografie: Jens Umbach

Aus Kindern sollen mündige Bürgerinnen und Bürger werden, doch in den Klassenzimmern haben sie nur wenig zu melden. Die frühere Piraten-Politikerin Marina Weisband will das mit ihrem Beteiligungskonzept Aula ändern. Was bringt das? Ein Schulbesuch in Hamburg. 

Auf diesem Schwarz-Weiß-Foto sitzen Yasemin Brommer mit ihrem Schüler an einem Tisch und führen ein Gespräch. Die Lehrerin auf der linken Seite trägt eine Brille und hört ihrem Schüler, der ein Hemd mit der Aufschrift "NIRVANA" trägt, aufmerksam zu. Auf dem Tisch zwischen ihnen liegen verschiedene Gegenstände, darunter ein Buch und ein Stift. Im Hintergrund sind ein Fenster und ein Heizkörper zu sehen.

S. 99

„Die Schule bringt Leute hervor, die wissen, wie man Erwartungen erfüllt“

Interview: Anabelle Körbel
Foto: © Markus C. Hurek

Marina Weisband, 37, kennt den demokratischen Prozess: 2011 wurde sie mit 23 Jahren politische Geschäftsführerin der Piratenpartei. Nach ihrem Ausstieg aus der Politik gründete die Psychologin im Jahr 2014 Aula, um mehr Mitbestimmung an Schulen zu ermöglichen. Ein Gespräch über ihren Weg von einer unpolitischen Schülerin zur Demokratie-Aktivistin.

Eine Schwarz-Weiß-Fotografie von Marina Weisband mit langen Haaren, die lächelt und nach links schaut. Sie trägt ein Kleid. Der Hintergrund ist eine schlichte graue Wand, die mit dem Kleid der Frau kontrastiert und sie als Hauptmotiv des Bildes hervorhebt.

S. 104

Das ist doch noch gut

Text: Susanne Schäfer
Fotografie: Kayla Kauffman und Felix von der Osten

Dinge zu produzieren ist kompliziert geworden: Lieferketten sind gestört, Rohstoffe knapp und geopolitische Abhängigkeiten riskant. Das ist eine Chance für die Kreislaufwirtschaft – sie nutzt das Material, das schon im Umlauf ist. Großes Potenzial haben Batterien aus E-Autos, die als Stromspeicher ein zweites Leben bekommen.

Ein Mitarbeiter der Firma Voltfang, der konzentriert an einer Maschine arbeitet. Er ist von verschiedenen Werkzeugen und Ausrüstungen umgeben, was auf einen gut ausgestatteten Arbeitsbereich hindeutet. Die Szene wird von einer weißen Wand und einer blauen Tür eingerahmt, die eine professionelle und organisierte Umgebung schaffen.

S. 112

Der Duft des Geldes

Die Beauty-Kette Douglas hat eine Achterbahnfahrt hinter sich – die einiges über die Logik von Finanzinvestoren verrät.

Text: Nikolaj Schmolcke

S. 114

Was wäre, wenn … Digitalkonzerne eine Zusatzsteuer zahlen müssten?

Text: Christoph Koch
Fotografie: Philotheus Nisch

Ein Szenario.

Das Bild zeigt ein Smartphone, auf dem ein Stapel Goldmünzen vor einem rosa Hintergrund liegt. Die Münzen spiegeln sich auf dem Bildschirm des Telefons, wodurch eine optisch ansprechende Komposition entsteht. Das Bild wird als "Konzeptkunst" und "Konzeptbild" bezeichnet, was darauf hindeutet, dass es sich um eine kreative Darstellung der Idee von Geld oder Reichtum handelt. Das Bild wird als "konzeptionell" beschrieben, was darauf hindeutet, dass es sich eher um eine abstrakte Darstellung als um eine realistische Abbildung handelt. Das Bild wird als "Konzeptkunst" bezeichnet, was seinen künstlerischen und phantasievollen Charakter unterstreicht.

S. 117

Packpapier

Text: Frank Dahlmann

Plastik vermüllt den Planeten. Ein Start-up sucht systematisch nach Alternativen.

Eine Hand, die sich nach einer Tüte mit bunten Macarons ausstreckt, die sich aus der Tüte auf den blauen Hintergrund ergießen. Die Farben sind leuchtend.

S. 119

Die ganze Welt ist zu groß für unser Gehirn

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung von unveröffentlichten Auszügen aus dem Transkript des Interviews mit dem Kognitionswissenschaftler und KI-Forscher Joscha Bach auf Seite 50.

Text: Holger Fröhlich


Gewinnspiel

S. 120

Wer hat’s gesagt?

„Ich bin dafür, dass wir die Sachen besser machen, indem wir sie besser machen.“

Einsendeschluss ist der 26. September 2025.

S. 122

Entscheidungsbaum: Ist mein Job von KI bedroht?