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Prototyp: One-Five

Plastik vermüllt den Planeten. Ein Start-up sucht systematisch nach Alternativen.



Eine Hand, die sich nach einer Tüte mit bunten Macarons ausstreckt, die sich aus der Tüte auf den blauen Hintergrund ergießen. Die Farben sind leuchtend.

• Wie kann man Plastikverpackungen ersetzen? Martin Weber ließ in seiner Zeit als Finanzchef beim Vertical-Farming-Anbieter Infarm eine Software programmieren, die im Netz systematisch nach vielversprechenden Alternativen suchte. „Wir waren wie die Trüffelschweine“, sagt er. Bald beschäftigte er mehr Softwareentwickler als Ingenieure. 2020 gründete er mit seiner Kollegin Claire Gusko die Firma One.Five und zog in die Hallen einer ehemaligen Baumschule in Holm bei Hamburg. Dort gibt es modernes Equipment, Labore und Beschichtungsanlagen. Seitdem erforscht er beschichtetes Papier.

Das Problem: die verschiedenen Ansprüche an Verpackungen. Mal müssen sie vor Feuchtigkeit schützen, mal luftdicht sein, mal lebensmittelgeeignet oder gar transparent – und immer 100 Prozent recycelbar. Das Papier soll dünn, aber bedruckbar sein und in den Abpackmaschinen nicht reißen. Eine einfache Chipstüte, bei der der knusprige Inhalt nicht weich wird, ist eine Wissenschaft für sich.

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