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Der Traum vom europäischen Bezahlsystem

Visa, Mastercard, Paypal: US-Konzerne verdienen, wenn Europa bezahlt. Martina Weimert soll Europa aus dieser Abhängigkeit befreien. Hat sie eine Chance?



• Die Frau kann sich keine Atempause erlauben. Zu groß sind die Erwartungen an Martina Weimert: Die ehemalige Strategieberaterin und Bankerin soll Wero einführen. Und dieses Kofferwort aus We und Euro ist nichts weniger als der Versuch, Europa im Zahlungsverkehr unabhängiger von den USA zu machen.

Dort haben die Kreditkartenfirmen Visa und Mastercard sowie der Bezahldienst Paypal das Sagen, die sich darauf spezialisiert haben, Zahlungen über Kreditkarten, in Läden oder in Onlineshops abzuwickeln – jede von ihnen setzt damit um die 30 Milliarden Euro im Jahr um. Eine europäische Alternative dazu gibt es bisher nicht, und genau das soll Weimert, unterstützt von bisher 16 europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern, mit Wero ändern. Sie hat dafür über Jahre hinweg mehrere Hundert Millionen Euro investiert, Firmen gekauft und ein Team von mehr als 200 Menschen in ganz Europa aufgebaut. Und sie hält sich nicht mit der Frage auf, ob das Mega-Projekt gelingen kann. „Wero ist die europäische Chance auf Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr“, sagt sie. „Vielleicht sogar die letzte.“

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