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Schwerpunkt

Design

brand eins 12/2022


Inhalt

S. 4

Chefredakteurin Gabriele Fischer über den Schwerpunkt Design.


Einstieg

S. 8

Text und Foto: Martina Katz

Mariebel Montes Bucog, 47, begann nach ihrem Schulabschluss ein Wirtschaftsstudium an der University of the Visayas in Cebu City. Nach nur einem Jahr brach sie ab, denn sie bekam ihr erstes Kind, heiratete und zog mit ihrer Familie auf die Nachbarinsel Bohol. 

Eine lächelnde Frau hält einen roten Fruchtkorb in ihren Händen. Sie scheint freundlich und einladend zu wirken. Vor ihr steht ein geflochtener Korb mit weiteren Früchten. Im Hintergrund ist ein heller Raum zu sehen.

S. 10

Text: Anabelle Körbel

S. 12

Warum Snapchat auf Augmented Reality setzt.

Text: Martin Fehrensen, Mischa Täubner

S. 14

Text: Jens Bergmann
Illustration: Ika Künzel

Wieso sportliche Metaphern im Management so beliebt sind.

Eine farbenfrohe Kinderzeichnung zeigt eine rot gekleidete Person, die einen grünen Ball in die Luft wirft. Die Person scheint Freude zu empfinden und ist in Bewegung. Unter den Füßen befindet sich grünes Gras.

S. 16

Text: Julia Lauter
Fotografie: Ludwig Schöpfer

Wir müssen Energie sparen. Kann man da noch sorglos duschen? Ein Ingenieur aus Hannover hat ein Gerät erfunden, mit dem das möglich ist.

Ein junger Mann mit Bart steht in einem Raum voller alter Heizkörper. Er trägt einen weißen Pullover mit dem Aufdruck "Save the Planet" und wirkt nachdenklich.

S. 18

Ohne Halbleiter würde heute kaum ein elektrisches Gerät funktionieren. Wie kam es dazu?

Text: Susanne Schäfer


brand eins-Container: Bildung

S. 20

Text und Interview: Andreas Molitor
Fotografie: Ludwig Schöpfer

Lebenslanges Lernen ist nötiger denn je, erscheint vielen Menschen aber eher als Drohung. Wie Weiterbildung gelingen kann, zeigen die Transformationslotsen in Niedersachsen.

Zwei Personen sitzen in einem minimalistischen Raum. Links eine junge Person mit kurzem Haar, in einem dunklen Anzug, die nachdenklich in die Ferne blickt. Rechts ein älterer Mann mit grauem Bart, ebenfalls in einem Anzug, der einen ernsten Gesichtsausdruck hat. Beide wirken konzentriert und in sich gekehrt.

S. 24

Rudi Mantler war knapp zwölf Jahre in verschiedenen Funktionen beim IT-Dienstleister Mittwald, dann gründete er die Codefryx gGmbH. Die will in einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt aus Kindern begeisterte Softwareentwicklerinnen und -entwickler machen.

Interview: Gabriele Fischer

S. 26

Wenn es um Bildung geht, sind wir Deutschen leidensfähig. Wir regen uns in regelmäßigen Abständen darüber auf, dass sich seit Jahrzehnten im Schul- und Universitätssystem nicht viel bewegt, um das Thema dann wieder zu vergessen. Das ist gerade jetzt fatal: Zum ersten Mal ist es nämlich nicht nur unsere gesellschaftliche Aufgabe, Menschen auf ihr Berufsleben vorzubereiten, sondern sie im Berufsleben weiterzubilden.

Von Florian Hoffmann


Was Wirtschaft treibt

S. 28

Text: Jakob von Egidy
Fotografie: Raïssa Karama Rwizibuka

Im Kongo liegt eines der größten Lithium-Vorkommen der Welt. Konkurrierende Unternehmen aus verschiedenen Staaten kämpfen darum. Bisher erwies sich der Rohstoff-Reichtum des afrikanischen Landes für die meisten Menschen dort als Fluch.

Das Bild zeigt eine karge Landschaft mit einem großen, sandfarbenen Hügel im Zentrum. Die Vegetation ist spärlich, hauptsächlich trockenes, gelbes Gras. Der Himmel ist bewölkt, was eine gedämpfte Atmosphäre erzeugt. Es wirkt wie eine Wüsten- oder Steppenlandschaft.

brand eins-Container: Das gute Netz

S. 36

Text: Mischa Täubner
Illustration: Alexander Glandien

Abgehängt von den USA und China, sucht Europa nach seinem eigenen Weg der Digitalisierung. Dazu braucht es eine industriepolitische Offensive – und Vertrauen in findige Nerds.

Grafik: Zwei Ethernet-Kabel, jeweils mit einem Stecker versehen, sind zu einer Hand geformt, die sich schüttelt. Die Kabel sind mit gelben Stacheldraht-Elementen versehen, die an den Stellen angebracht sind, wo die Finger und die Handfläche wären. Die Handfläche ist nach oben gerichtet.

Schwerpunkt Design

S. 46

Interview und Text: Jens Bergmann
Fotografie: Caleb Thal

Ein Gespräch mit dem Kultursoziologen Andreas Reckwitz über den Siegeszug des Designs, Sinnlichkeit und demonstratives Stilbewusstsein.

Schwarz-Weiß Porträt eines Mannes in einem modernen Interieur. Der Mann trägt einen dunklen Anzug und ein helles Hemd, eine Brille und wirkt selbstbewusst und freundlich. Er steht in einem hellen Raum mit minimalistischer Einrichtung, einem Teppich und einem Sessel im Hintergrund.

S. 50

Text: Sarah Sommer
Fotografie: Daniel Delang

Die Designer beim BMW-Innovationsstudio Designworks arbeiten an Ideen für nachhaltige Mobilität – und an der Ausstattung der nächsten SUVs. Was denn nun: Nachhaltigkeit oder Luxus? Hinter den Kulissen knirscht es, Grundsatzdebatten sind an der Tagesordnung. Aber das ist so gewollt.

Ein Schreibtisch mit einem großen Computerbildschirm im Fokus. Auf dem Bildschirm sind drei Fotos zu sehen: ein Schwarz-Weiß-Porträt eines Mannes mit ernstem Gesichtsausdruck, ein Foto eines Mannes, der Geige spielt, und ein farbiges Foto eines älteren Mannes, der lächelt. Vor dem Bildschirm liegen Bücher, Notizzettel und Stifte. Die Szene wirkt wie ein Arbeitsplatz, möglicherweise der eines Musikers oder eines Künstlers.

S. 56

Text: Hannes M. Kneissler
Fotografie: Roderick Aichinger

Die Designer von NVGTR verzichten auf Vokale, aber nicht auf ungewöhnliche Ideen. Deren Sinn erkennt man nicht sofort. Das ist Teil des Erfolgrezeptes.

Drei Männer sitzen an einem großen, hellen Holztisch in einem modernen Büro. Der linke Mann ist glatzköpfig und trägt einen dunklen Pullover, er wirkt konzentriert. In der Mitte steht ein Mann mit Bart und Brille, er blickt nachdenklich auf einen Monitor. Der rechte Mann trägt ebenfalls dunkle Kleidung und arbeitet am Laptop. Auf dem Tisch befinden sich mehrere bunte Flaschen und einige Unterlagen. Im Hintergrund ist eine grüne Pflanze und eine helle Wand zu sehen.

S. 62

Text: Torben Müller
Fotografie: Sebastian Lock, Jens Umbach

Das Ziel der Kreislaufwirtschaft ist, aus alten Dingen ohne einen Verlust an Qualität neue zu machen. Das kann klappen, wie ein Pflasterstein und eine Sporthose zeigen.

Das Bild ist in zwei Hälften geteilt. Links sind zwei grob strukturierte, helle Blöcke auf einem dunklen Untergrund zu sehen. Rechts zeigt eine Schwarz-Weiß-Aufnahme einer zerklüfteten Berglandschaft unter einem bedeckten Himmel. Die Blöcke scheinen eine Miniaturversion der Landschaft darzustellen.

S. 70

Kluges Design löst Probleme auf elegante Weise. Drei Firmen und ihre Gründerinnen zeigen, wie das geht.

Text: Jannik Jürgens

S. 76

Text: Sophie Burfeind, Anabelle Körbel

S. 80

Wie das Metaversum gestaltet werden muss, damit es allen nützt.

Text: Georg-Christof Bertsch

S. 86

Text: Christoph Koch
Fotografie: So-Min Kang

Die Wolldecken und Hemden der Firma Pendleton sind seit Jahrzehnten tief in der amerikanischen Kultur verwurzelt. Doch wem gehören die indigenen Muster, die viele der Produkte ausmachen? Ein verzwickter Fall.

Das Bild zeigt eine große Webmaschine in einer Fabrikhalle. Mehrere Stoffbahnen mit einem bunten, geometrischen Muster in Blau-, Orange- und Weißtönen sind in der Maschine aufgespannt. Im Hintergrund sind weitere Stoffrollen zu sehen. Die Halle ist spärlich beleuchtet und wirkt industriell.

S. 96

Text: Matthias Hannemann
Fotografie: Hanna Lenz

Dänisches Design ist eine Erfolgsgeschichte – die nun mit ganz großen Zielen fortgeschrieben werden soll.

Eine Frau mit hellem, kurzem Haar steht in einem hellen Raum. Sie trägt ein schwarzes Oberteil und eine graue Hose und wirkt nachdenklich. Im Hintergrund ist eine blaue Wandfläche und Schulmöbel zu sehen, was auf einen Klassenraum hindeutet.

S. 102

Seit Jahrzehnten wird neu gebaut – statt vorhandene Substanz zu erhalten. Fachleute aber fordern, gar nichts mehr abzureißen. Denn alte Gebäude neu zu nutzen stärkt die Gemeinschaft und schont die Umwelt.

Text: Till Briegleb

S. 108

Text: Wladimir Kaminer
Illustration: Elisabeth Moch

Meine Mutter geht gerne in die kleinen Bioläden, sie erinnern sie an den Konsum-Minimalismus unserer Heimat, der Sowjetunion. Was dort als Mangel angesehen wurde, findet man heute im reichen Westen toll.

Eine Aquarellzeichnung zeigt eine Gruppe von Kartoffeln in einem Korb. Die Kartoffeln sind in verschiedenen Brauntönen und Gelbtönen dargestellt und wirken natürlich und rustikal. Der Korb ist angedeutet und besteht aus groben Linien. Im Hintergrund sind Farbkleckse in Gelb, Grün und Violett zu sehen, die eine lockere und künstlerische Atmosphäre erzeugen.

Was Menschen bewegt

S. 112

Text: Klaus Sieg
Fotografie: Martin Egbert

Sarjo Darbo ist aus Gambia nach Deutschland gekommen und arbeitet hier in einem Bootsverleih. Das ist die Grundlage seiner zweiten Existenz: als Unternehmer in seiner alten Heimat.

Zwei Bilder zeigen einen lächelnden Mann in unterschiedlichen Situationen. Links steht er im Türrahmen eines roten Backsteingebäudes und blickt nachdenklich aus dem Fenster. Rechts steht er vor der gleichen Tür, umgeben von blühenden Pflanzen und hält eine Wasserflasche in der Hand. Er wirkt freundlich und zugewandt.

Ausstieg

S. 122

Ein Szenario.

Text: Christoph Koch
Fotografie: Philotheus Nisch

S. 125

Ein Start-up aus Aachen hat das Batterie-Recycling so verbessert, dass dabei auch Lithium und Grafit wiedergewonnen werden.

Text: Frank Dahlmann

S. 127

Die Leichte Sprache nimmt den Inhalt ernst, aber nicht schwer. Das kann erhellend sein. Hier die Übersetzung von Auszügen aus einer Pressemitteilung der Unternehmensgruppe 12.18. zur Übernahme eines Hotels in Österreich, vom Mai 2022.

Text: Holger Fröhlich


Gewinnspiel

„Design ist zur Generaldisziplin bei allen Gestaltungsfragen geworden.“