Zum Inhalt springen

brand eins 02/2025 (Digital)

Produktbild für brand eins 02/2025 (Digital)

brand eins 02/2025 (Digital)


  • zusätzliche Downloads

Download

inkl. 7% USt.

Titel: Kommunikation in nervösen Zeiten

Schwerpunkt: Kommunikation in nervösen Zeiten

Hinweise

Sie können die digitale Ausgabe auf unserer Website und in der App lesen. Melden Sie sich dafür mit Ihren Zugangsdaten (E-Mail + Passwort) aus dem Kaufprozess an. Die brand eins App finden Sie kostenlos im Apple App Store, im Google Play Store und im Amazon Appstore. Sie ist nur für iOS und Android konzipiert! Zusätzlich können Sie die Formate PDF und epub erwerben. Da diese Downloads vor dem 28. Juni 2025 erstellt wurden, sind sie nicht barrierefrei.

Drei Geschichten aus dieser Ausgabe:

• Beziehungsstatus: kompliziert - Viele Marken wollen geliebt werden. Aber was ist eigentlich eine Love Brand? Apple, Lego oder Illy zeigen: Das Konzept ist so verwirrend wie die Liebe selbst.
• Der Hyrox-Hype – Vor acht Jahren erfand der Hamburger Sportmanager Christian Toetzke eine neue Sportart. Heute schwitzen Hunderttausende nach seinen Regeln. Ein Gespräch darüber, wie man aus Zirkeltraining eine Massenbewegung macht.
Lebenshilfe inklusive - Die Firma Miss Pompadour ist erfolgreich, weil sie ihren Kundinnen neben Farben und Tapeten etwas sehr Wertvolles anbietet: ein offenes Ohr.

Drei Fragen, die wir in dieser Ausgabe beantworten:
•  Wie schießt man sich beim Marketing selbst ins Knie?
• Warum verstehen bei Mitsubishi viele Beschäftigte plötzlich ihren Chef?
• Was können wir in Sachen Bildung von Armenien lernen?

→ Inhaltsverzeichnis ansehen


Erscheinungsdatum: 25. Januar 2025
Umfang: 122 Seiten

Gabriele Fischer über diese Ausgabe
Posten oder denken?

• Keine Sorge, wir behelligen Sie nicht mit der hundertsten Empörung über Elon Musks Wahlkampf-Einmischung und seine rüden Angriffe auf demokratische Politiker. Der Milliardär, Unternehmer und Trump-Freund scheint uns nur ein gutes Beispiel für den aktuellen Stil der Kommunikation zu sein: Alles muss raus, nachdenken kann man später.

Dafür braucht es längst keinen Wahlkampf mehr – jeder Mensch, jedes Unternehmen kann jederzeit ins Fadenkreuz der Schnellfeuer-Kommunikation geraten. Darauf lohnt es sich, vorbereitet zu sein. Und Vorkehrungen zu treffen.

Die Documenta hatte das versäumt und mit der Präsentation antisemitischer Kunstwerke für den Kulturskandal 2022 gesorgt. Ralf Schlüter war damals nah dran und hat aus den Erfahrungen zusammen mit seiner Schwester ein Beratungsangebot gemacht. Ihre Geschäftsgrundlage: Shitstorms entstehen, wann immer unterschiedliche Erwartungen aufeinandertreffen. Und das ist im Kulturbetrieb eher die Regel als die Ausnahme.

In der Wirtschaft kennt man das auch. Der Lautsprecherproduzent Sonos zum Beispiel traf mit dem Update seiner App ganz und gar nicht die Erwartungen seiner Kunden – glücklicherweise gab es bereits ein eingespieltes Social-Media-Team. Wer früh mit seiner Community in den Dialog tritt, ist eins vor. Der Farbenhersteller Miss Pompadour zeigt, wie daraus auch wirtschaftlicher Erfolg werden kann. Auch der Mobilfunkanbieter Wetell hat einen guten Draht zu seinen Fans, die allerdings nur selten Verträge abschließen.

Weil gute Beziehungen nicht immer helfen, wollen viele Marken zur Love Brand werden: Wer liebt, so die Hoffnung, verzeiht auch Fehler. Doch die 2005 in das Buch „Lovemarks – The future beyond brands“ gegossene Theorie hat in der Praxis ihre Tücken, wie unser Autor Harald Willenbrock festgestellt hat.

Also dann doch besser mit Technikunterstützung aus allen Rohren feuern und hoffen, dass eine der vielen Botschaften trifft? Kann man machen, machen viele. Doch auch das sogenannte Performance Marketing, also die Konzentration auf Angebote im Netz, die Verkauf fördern sollen, stößt an Grenzen. Nike, der einst wertvollsten Bekleidungsmarke der Welt, hat das sogar ziemlich geschadet. Inzwischen setzt man dort wieder mehr auf langfristige Markenpflege.

Es scheint, als hätte der Soziologe Niklas Luhmann recht: Gelingende Kommunikation ist unwahrscheinlich. Es sei denn, man weiß wie Holger Sanwald, wie man kommuniziert und warum. Der Vorstandsvorsitzende des FC Heidenheim kennt die Mentalität seiner Mannschaft und seiner Sponsoren. Und seine Grenzen.

Ein Anruf von Elon Musk ließe ihn deshalb vermutlich kalt. Und wie ist es bei Ihnen? Würden Sie abnehmen?

weiterlesen