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brandeins /thema Berater 2026 (Digital)

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Schwerpunkt: Die besten Berater 2026

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Veränderung hat immer etwas Magisches innegewohnt, doch heute scheint sie nur noch zu nerven – sie ist Dauerzustand geworden. Wir optimieren, restrukturieren und digitalisieren uns wund. Und merken am Ende doch: Zukunftsfähigkeit ist keine reine Strategiefrage. Es ist eine Frage der Menschen, die sie umsetzen. 🪂

In der neuen Ausgabe von brand eins /thema mit den besten Beratern 2026 legen wir die Finger in die Wunden der Branche:

Geopolitische Unberechenbarkeit: Wenn US-Zollsätze zur Waffe werden, fliegen 20-Jahres-Pläne direkt in die Tonne.
Kultureller Rückfall: In den Chefetagen bleiben Männer wieder vermehrt unter sich. Fakt ist: Es gibt im Dax mehr CEOs, die Christian heißen, als Frauen an der Spitze. Was tun?
KI-Schock: Die Zahl der Einstiegsjobs im Consulting ist massiv eingebrochen. Wer soll das Handwerk noch lernen, wenn die Maschine die Zuarbeit erledigt?
Die Besten 2026: 275 Top-Unternehmensberatungen und 7 Netzwerke.
Neu: Das Ranking der 194 besten Personalberater sowie 80 Karriereportale.

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Erscheinungsdatum: 14. März 2026
Umfang: 148 Seiten

Vor und zurück
/ Veränderung hat ihren guten Ruf verloren. Was früher nach Aufbruch klang, fühlt sich heute nach Dauerzustand an. Kaum ist eine Transformation ausgerufen, steht die nächste schon vor der Tür. Organisationen optimieren, restrukturieren, digitalisieren – und merken: Am Ende scheitert Wandel vielleicht an Konzepten, vor allem aber an der Frage, wer ihn tragen kann.

Deshalb erweitern wir in diesem Jahr erstmals unser Ranking und nehmen neben Unternehmensberatungen auch Personalberater in unsere Bestenlisten auf. Ab Seite 128 finden Sie die Experten für Executive und Professional Search. Weil Zukunftsfähigkeit nicht nur eine Frage kluger Strategien ist – sondern der Menschen, die sie umsetzen. Und die gilt es zu finden und an den richtigen Stellen zu platzieren.

Wie schwierig das Personalgeschäft dieser Tage ist, haben Anne Hünninghaus und Jeanne Wellnitz recherchiert. Ihr Fazit: Die Branche sortiert sich neu. Große Player mit Netzwerk und KI-Know-how ziehen davon, spezialisierte Boutiquen verteidigen ihre Nischen. Die mittelgroßen Generalisten dazwischen kommen unter die Räder (Seite 18).

Das liegt an Konjunktur, KI, Automatisierung und regulatorischen Unsicherheiten – Heiner Thorborg, Grandseigneur der deutschen Personalberaterbranche, hat in seiner Zunft aber auch Systemfehler, Arroganz, schlechte Dienstleistungsqualität und einen Verfall der Sitten ausgemacht (Seite 30).

Zumindest Rückschritte machen wir hierzulande auch bei der Entwicklung von weiblichen Führungskräften. Im Consulting, aber auch in Wissenschaft und Wirtschaft ist die Zahl der Frauen, die bis an die Spitze kommen, ziemlich bescheiden. In der Unternehmensberatung schafft nur jede siebte Einsteigerin den Sprung auf die Führungsebene, in den Vorständen der 160 Dax-Unternehmen sitzen 555 Männer und nur 136 Frauen. Es gibt mehr CEOs, die Christian heißen, als es CEO-Frauen gibt, schreibt Autorin Dorit Kowitz lakonisch. Das mangelnde Vorbild hat Folgen für die Diversität in den Unternehmen – und für beide Geschlechter: In der Gruppe der 25- bis 35-Jährigen wollen nur noch 73 Prozent führen (Seite 36).

Nicht mehr lange, dann werden sich in den Belegschaften Lücken auftun, auch weil die Zahl der Berufseinsteiger zurückgeht, seit KI die Jobs übernimmt, die bis dahin den Jungen vorbehalten waren. Im ersten Quartal 2025, das haben Experten des Karriereportals Stepstone analysiert, lag der Anteil der Einstiegsjobs 45 Prozent unter dem Durchschnitt der betrachteten fünf Jahre – noch niedriger als in den ersten Monaten der Coronapandemie 2020 (Seite 86).

Über die Folgen dieser Entwicklung gehen die Meinungen auseinander. Stepstone-Geschäftsführer Sebastian Dettmers erklärt das zurückhaltende Recruiting im Consulting schlicht mit der schlechten Auftragslage. Wolfgang Freibichler, Partner Strategy and Organization bei Porsche Consulting, hat hingegen einen Trend zu Seniorität ausgemacht. Bei Klienten seien heute mehr denn je Senior-Beratende gefragt, die Erfahrung mitbringen – und damit Sicherheit versprechen. „Viele Unternehmenslenker stehen gerade enorm unter Druck“, sagt Freibichler. „Da wollen sie natürlich, dass sie jemand berät, der weiß, wovon er spricht.“

Ob das künftig noch Berater sein werden? Für Thorsten Heilig und Fabian Rang ist die Antwort klar. Die Gründer des KI-Start-ups Paretos wollen mit Decision Intelligence den Markt aufrollen. Die neue Disziplin an der Schnittstelle von Datenanalyse und künstlicher Intelligenz soll klassisches Consulting überflüssig machen. Wenn es nach Paretos geht, ersetzt künftig ein lernendes System punktuelle Beratung durch kontinuierliche Intelligenz (Seite 56).

Wunsch oder schon bald Wirklichkeit? Die Branche bleibt jedenfalls in Bewegung. //

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