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brand eins 11/2025 (Digital)

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brand eins 11/2025 (Digital)


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Titel: Die Routine wird neu berechnet.

Schwerpunkt: Irrwege

Hinweise

Sie können die digitale Ausgabe auf unserer Website und in der App lesen. Melden Sie sich dafür mit Ihren Zugangsdaten (E-Mail + Passwort) aus dem Kaufprozess an. Die brand eins App finden Sie kostenlos im Apple App Store, im Google Play Store und im Amazon Appstore. Sie ist nur für iOS und Android konzipiert! Zusätzlich können Sie die Formate PDF und epub erwerben. Da diese Downloads vor dem 28. Juni 2025 erstellt wurden, sind sie nicht barrierefrei.

Kennen Sie ein Unternehmen, das zur Zeit nicht umbauen, neu denken oder sich anpassen muss?
In der neuen brand eins widmen wir uns der Erkenntnis: Gerade Lösungswege sind zur Ausnahme geworden. Wir beleuchten die Irrwege und Umwege, die uns am Ende doch zum Ziel führen.

Fragen, die wir in dieser Ausgabe beantworten:
• Ist der Kapitalismus ein Irrweg?
• Warum sollten wir uns von Innovationen verabschieden?
• Was lehrt uns das Scheitern eines Besserwissers?
• Wie verläuft man sich richtig? 🗺️

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Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2025
Umfang: 124 Seiten

Gabriele Fischer über den Schwerpunkt Irrwege

Wie man’s macht …

• Kennen Sie ein Unternehmen, das zurzeit nicht umbauen, neu denken, sich anpassen muss? Oder eines, das ganz genau weiß, wie angesichts der Herausforderungen durch künstliche Intelligenz und immer neuer politischer Volten der nächste Schritt aussehen muss? Alles ist in Bewegung geraten. Und was ein Irrweg oder nur ein Umweg ist, zeigt sich oft erst hinterher.

Der durch den Krieg von den wichtigsten Exportrouten abgeschnittenen Ukraine zum Beispiel wollte Europa helfen und hatte die Zölle auf Weizen ausgesetzt. Das aber brachte die eh schon verärgerten europäischen Bauern noch mehr in Rage, nun kommen die Zölle zurück. Problem gelöst. Oder? Kaum einfacher ist die Frage zu beantworten, wie sich Medien verhalten sollen, wenn Politiker menschenverachtende Äußerungen von sich geben. Im belgischen Wallonien scheint man eine Antwort gefunden zu haben. Taugt sie als Vorbild auch für uns?
Offensichtliche Lösungen sind zur Ausnahme geworden, man verliert angesichts der Herausforderungen leicht den Überblick. Und vieles, was einst als prima Erfindung erschien, hat sich inzwischen als problematisch erwiesen. Exnovation ist angesagt, schreibt der Wirtschaftswissenschaftler Stephan A. Jansen – als ob das so einfach wäre.

Selbst wenn ein Produkt nachweislich schadet, ist es noch lange nicht aus der Welt, wie das Beispiel der PFAS zeigt. Das sind sogenannte Ewigkeits-Chemikalien, die aber zu viele Vorteile haben, um ganz von ihnen zu lassen. Dadurch verlieren wir alle, aber wie immer gibt es auch Gewinner: Längst suchen Pioniere nach Alternativen, erfolgreich.

Das sind die beiden Seiten des Kapitalismus. Einerseits fördert er Profitgier, andererseits belohnt er Unternehmergeist. Ob er allerdings die Probleme lösen kann, die er selbst geschaffen hat? Der Soziologe Philipp Staab bezweifelt es, der französische Unternehmer William Hauvette ist entschlossen, es zumindest zu versuchen: Sein Unternehmen Asphalte wurde gegründet, um der Textilindustrie von Bordeaux aus zu zeigen, wie Mode umweltfreundlicher werden kann.

Es ist nicht so selten, dass Kleine den Großen vorführen wollen, wie sich ihr Geschäft besser machen ließe. Günther Schuh, unternehmerisch denkender Wissenschaftler in Aachen, wollte die Automobilindustrie lehren, wie E-Mobilität geht. Sein erschwinglicher Kleinwagen e.GO Life brachte es auch tatsächlich auf die Straße, doch nach wenigen Monaten musste er aufgeben. Ob es an Corona lag oder an Selbstüberschätzung? Er wich im Interview keiner Frage aus.

Das ist zweifellos der beste Weg, mit Irrtümern umzugehen: sich der Auseinandersetzung zu stellen – und daraus zu lernen. Unter Medizinern war das allerdings lange verpönt: Klinische Studien, die nicht die erhofften Ergebnisse brachten, blieben unter Verschluss. Das soll sich nun ändern, zum Glück: Denn woraus lernen wir mehr als aus Fehlern?

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