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brand eins 10/2025 (App)

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Titel: Mann kann es lernen.

Schwerpunkt: Führung

Hinweise

Sie können die digitale Ausgabe auf unserer Website und in der App lesen. Melden Sie sich dafür mit Ihren Zugangsdaten (E-Mail + Passwort) aus dem Kaufprozess an. Die brand eins App finden Sie kostenlos im Apple App Store, im Google Play Store und im Amazon Appstore. Sie ist nur für iOS und Android konzipiert! Zusätzlich können Sie die Formate PDF und epub erwerben. Da diese Downloads vor dem 28. Juni 2025 erstellt wurden, sind sie nicht barrierefrei.

Führung gilt als Dauerbrenner – und doch ist vieles offen: Wie führt man durch Krisen, wenn alte Gewissheiten bröckeln? Wie verändert die Gen Z die Regeln? Und was passiert, wenn KI-Agenten plötzlich Kolleginnen werden?
Die neue brand eins zeigt: Führung heißt heute mehr, als nur Entscheidungen zu treffen.

Fragen, die wir in dieser Ausgabe beantworten:
• Wie begeistert man die Gen Z?
• 🦁 Wieso werden Löwen als Chefs überschätzt?
• Sind Babys die besten Management-Coaches?
• Warum mag die Otto-Chefin Hierarchien?

→ Inhaltsverzeichnis ansehen


Erscheinungsdatum: 27. September 2025
Umfang: 124 Seiten

Gabriele Fischer über den Schwerpunkt Führung

Dauerbrenner

• Über Führung ist eigentlich alles gesagt. Trotzdem gehören unsere Berichte darüber zu den beliebtesten Texten in brand eins. Zwei mögliche Erklärungen: Die Hoffnung, doch noch zu lernen, wie es richtig geht, stirbt nie. Oder: Es ist tröstlich, zu lesen, dass es auch andernorts nicht ganz glattgeht.

Für die Beiträge in dieser Ausgabe spricht noch mehr. Sie lernen interessante Menschen (und Tiere) kennen. Sie können sich nach einem anstrengenden Arbeitstag damit beruhigen, dass die Leitung eines Theaters noch schlimmer wäre als Ihr Alltag. Und Sie können mit der Frage ins nächste Meeting gehen, ob alles besser würde, wenn erst mehr als 80 Prozent der Kolleginnen und Kollegen KI-Agenten sind.
Mich hat die seltsame Belegschaft bei der Leaders of AI GmbH in Berlin durchaus fasziniert, besonders, weil die Agenten mit Kritik an ihrer Führung nicht sparen und irgendwie zu sein scheinen wie du und ich. Kennenlernen würde ich jedoch lieber die leibhaftige Schulleiterin Bianca Thies, der wir meinen Lieblingssatz in dieser Ausgabe verdanken. Auf die Frage, ob sie wegen ihres eigenmächtigen Handelns nie Probleme mit der Schulaufsicht bekommen habe, antwortete sie: „Nein. Aber ich frage vor meinen Entscheidungen auch nicht um Erlaubnis.“

Petra Scharner-Wolff, die schon als Kind Bundeskanzlerin werden wollte und die heute an der Spitze der Otto Group steht, würde das wahrscheinlich ab und zu genauso machen; allerdings dürfte das in dem Konzern mit seinen Compliance-Anforderungen nicht ganz so einfach sein. Vermutlich beherrscht sie stattdessen den gesamten von der St. Gallener Leadership-Professorin Heike Bruch aufgeblätterten Katalog für gute Führung in unsicheren Zeiten, der mich leicht atemlos zurückgelassen hat. Auch wenn ich ahne, dass es nützlich wäre, wenn ich ihn beherrschte.

Die Praxis ist mir näher. Wann man Führung braucht und was sie ausrichten kann, zeigen zwei Fallbeispiele aus dem Mittelstand. Zum Beispiel ein Cyberangriff – wer fürchtet ihn nicht: Hadra, ein Großhändler für Gartenzäune, hat ihn erlebt und gemeinsam bewältigt. Gemeinschaft war auch die Lösung für den Outdoorhändler Basislager in Karlsruhe, der sich in einer kniffligen Lage auf die Beleg- und die Kundschaft verlassen konnte – am Ende auch eine Führungsleistung.

Aber wie werden sich die Anforderungen verändern, wenn erst die viel beschworene Gen Z in den Unternehmen die Oberhand gewinnt? Die Schweizerin Yaël Meier, die selbst dazugehört, bereitet mit ihrer Agentur Zeam Unternehmen darauf vor, wird dafür auf Social Media angefeindet und von ihren Kundinnen und Kunden geschätzt. Ihr Rat, zusammengefasst: erstens Türen öffnen und Tipps geben. Zweitens Verantwortung übertragen und dafür bezahlen. Drittens Platz machen und abgeben.
Führung bleibt also spannend. Für alle Beteiligten. 

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