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Nachfolge in Familienunternehmen

Im Mittelstand beginnt eine neue Ära: Hunderttausende Firmen gehen in den kommenden Jahren auf die nächste Generation über. Die Jungen haben ihre eigenen Vorstellungen. Was machen sie anders? Eine Deutschlandreise.



Eine Frau sitzt an einem Tisch und lächelt und schaut nach links. Der Tisch steht vor einer Wand, an der der Rahmen mit edding Markern aufgehängt sind.

• Dem Klischee nach ist der deutsche Mittelständler ein etwas sonderbarer, aber erfolgreicher Mann. Einer, der als das Rückgrat der deutschen Wirtschaft gilt und sich von niemandem reinreden lässt. Den Prototyp verkörpert der inzwischen 91-jährige Reinhold Würth, obwohl dessen Unternehmen mit seinen Milliardenumsätzen dem Mittelstand eigentlich entwachsen ist. Wie ein Feldmarschall hat der schwäbische „Schraubenkönig“ seine Leute geführt.

Der klassische mittelständische Unternehmer regiert ebenso streng wie fürsorglich. So hat zum Beispiel der langjährige Trigema-Chef Wolfgang Grupp jedem Kind seiner Beschäftigten nach dem Schulabschluss einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz im Unternehmen garantiert. Anfang 2024 übergab er im Alter von 81 Jahren die Geschäftsführung in die Hände seiner Frau und seiner Kinder – und stürzte dann in eine schwere Altersdepression, über die er heute offen redet. Auch das zeichnet den prototypischen Mittelständler aus: Er kann nicht loslassen.

Man denke nur an Albert Darboven, den Inhaber der Hamburger Kaffeerösterei J. J. Darboven. Mit 90 ist er noch immer Teil der Geschäftsführung. Eigentlich hatte der Mann, den man selten ohne maßgeschneiderten Anzug mit Einstecktuch sieht, seinen Sohn als Nachfolger vorgesehen. Nach Streitigkeiten entzog er ihm jedoch die bereits geschenkten Firmenanteile.

Drei Männer, drei Patriarchen. In Wahrheit ist der deutsche Mittelstand deutlich vielfältiger. Aber aus der Luft gegriffen sind die Klischees, die sie verkörpern, keineswegs. Birgit Felden, Professorin für Mittelstand und Unternehmensnachfolge an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin, sagt: Natürlich könne man nicht alle Firmenchefs über einen Kamm scheren – das Bild des Alleinherrschers, der sich übermäßig mit seinem Betrieb identifiziert, sei allerdings durchaus passend für die alte Generation.

Und wie ticken die Neuen? Auf der Suche nach Antworten haben wir vier Unternehmen in ganz Deutschland besucht, in denen schon seit ein paar Jahren die junge Generation am Steuer sitzt: Edding im schleswig-holsteinischen Ahrensburg, Viba Sweets im thüringischen Floh-Seligenthal bei Schmalkalden, W. R. Lang im rheinischen Neuwied und Holzner in Nußloch, einer Gemeinde in Baden-Württemberg.

Das Bild zeigt eine Frau, die auf einem schwarzen Hocker sitzt; neben ihr auf dem Boden stehen eine rote  und eine schwarze edding Verschlusskappe.  Der Hintergrund ist dunkelgrün, was einen Kontrast zur Kleidung der Frau und den Gegenständen um sie herum bildet. Die Frau blickt direkt in die Kamera.
Foto: Freya Najade

Treibt Nachhaltigkeit bei Edding voran: Julia Ledermann

Station 1: Edding
Ahrensburg, Schleswig-Holstein  

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