Grund und Übel
Im Kampf gegen die Wohnungsnot sollten Kommunen beim Boden ansetzen.
• Geht man dem Problem des Mangels an Wohnraum auf den Grund, landet man unweigerlich beim Boden. Auf dem wird gebaut oder eben nicht – und wenn er schon zu teuer ist, wie sollen darauf erschwingliche Wohnungen entstehen? Ein Beispiel für dieses buchstäbliche Grundübel gefällig?
Der ehemalige Eutritzscher Freiladebahnhof in Leipzig ist ein 25 Hektar großes Areal, kaum vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Im Jahr 2005 verkaufte die Deutsche Bahn das Grundstück an einen Vermögensverwalter.
Kaufpreis: 2,1 Millionen Euro
Zehn Jahre später erwirbt die Immobilienentwicklungsgesellschaft CG-Gruppe die Fläche.
Kaufpreis: 33 Millionen Euro
2019 verkauft die CG-Gruppe den Boden an die österreichische Imfarr Beteiligungs GmbH.
Kaufpreis: 195 Millionen Euro
2021 steigt die Gateway Real Estate in das Projekt ein und will auch Verbindlichkeiten im Wert von 210 Millionen Euro übernehmen.
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Er ist Teil unserer Ausgabe Wohnen