Die Pionierin
In Kambodscha sind Frauen traditionell für den Haushalt zuständig. Daneth Reasmey war das nicht genug.
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Alpha Innovation x NOI TechparkRadikale Innovation braucht mehr als gute Ideen. Sie braucht Methode. Alpha Innovation hilft Unternehmen, aus Zukunftssignalen neue Chancen, tragfähige Konzepte und klare Entscheidungen abzuleiten.
Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 10/2025.
Ohne Kartenzahlung: Garküchen in den Straßen der Hauptstadt Phnom Penh. Um die Ecke entwickelt Daneth Reasmey (oben) in einem modernen Büro ihre Onlineplattform
Foto: © Matt Hunt /Anadolu / picture alliance
• Sie erinnert sich noch sehr gut an die Zeit, als sie am Campus ihrer Universität in der Hauptstadt Phnom Penh die Fritteuse schwenkte. Von morgens um sieben bis abends um neun. „Abgesehen davon, dass wir kaum zum Studieren kamen, lief es“, sagt Daneth Reasmey. „Korean fried chicken war neu.“ Die Idee hatte eine Freundin von einem Austauschsemester in Seoul mitgebracht. Die beiden wurden für ihren kleinen Verkaufsstand zwar belächelt, nahmen aber etwa 900 Euro im Monat ein. Viel Geld in Kambodscha, wo die Menschen durchschnittlich weniger als 200 Euro monatlich verdienen.
Nur begriffen die Wirtschaftsstudentinnen bald: Expandieren könnten sie mit ihrem Imbiss kaum. „Jede Woche musste ich zum Markt gehen, um Fleisch und Gewürze einzukaufen“, sagt Reasmey. Die Saucen importierten die beiden aus Korea, die Preise schwankten. Hinzu kam: Eine Portion Hühnchen war mit bis zu sieben Dollar so teuer, dass nur Studenten aus gutem Hause zuschlagen konnten. „Wir waren innovativ“, resümiert Reasmey, heute 32 Jahre alt. „Aber ein echtes Unternehmen konnten wir nicht werden.“ Für weitere Arbeitskräfte reichten die Erlöse nicht.
Während sie von ihren Erfahrungen als Jungunternehmerin erzählt, streift ihr Blick durch das Fenster eines Büroturms über die Skyline von Phnom Penh. Die ist noch weitgehend flach, geprägt von Spitzdächern kleinerer Gebäude. Reasmey zeigt auf eine der vereinzelten Wolkenkratzersiedlungen: „Da hinten links liegt ein größeres Businessviertel, da sind viele unserer Kunden! Da rechts auch!“ Derzeit habe sie etwa 60 regelmäßige Klienten, die Lebensmittel bei Tenbox ordern und wiederum 2.000 Restaurants und Unternehmen beliefern. Jeden Monat würden es mehr. Heute ist Reasmeys Unternehmen im Land bekannt.
Denn ihre jetzigen Kunden kaufen kein knuspriges Fried chicken mehr, sondern das Versprechen von Transparenz und Zuverlässigkeit in der Logistik. Die schmächtige Frau mit leger fallender Bluse und weiten Jeans will mit ihrer Plattform Tenbox das Problem lösen, das auch das Wachstum ihres Imbisses verhinderte. „Wir wussten ja nie, wie teuer unsere Zutaten sind, ob die Qualität stimmt und wo wir sie kriegen. Planbarkeit war nicht gegeben.“
In dem südostasiatischen Land mit rund 17 Millionen Einwohnern kommen bestellte Produkte oft verspätet an oder sind teurer als gedacht, weil auf dem Weg zusätzliche Kosten anfallen. Internationale Konzerne wie DHL sehen im maroden Transportnetz und den holprigen Straßen die größten Hürden für die Verlässlichkeit ihrer Dienste. Im Logistics Performance Index der Weltbank von 2023 rangiert Kambodscha auf Platz 117 von 140 Ländern, unter anderem wegen mangelnder Infrastruktur und intransparenter Preise. Auch deshalb stocken Auslandsinvestitionen.
Reasmey und ihre bislang fünf Angestellten wollen das von ihrem modernen Büro aus ändern. Tenbox bringt Betriebe wie auch Privatpersonen zusammen, die Lebensmittel vertreiben und kaufen wollen. Das Prinzip gleicht dem anderer Onlineplattformen. „Anbieter und Nachfrager vereinbaren über uns zum Beispiel die Menge von Reis, Pfeffer oder Sauce, zu welchem Preis und zu wann.“
Bewertungen sollen einen Anreiz schaffen, vereinbarte Deals auch einzuhalten. Und durch möglichst viele Kundinnen und Kunden, mehr Transparenz, eine bessere Vergleichbarkeit der Produkte und konstante Geschäftsbeziehungen sollen die Preise fallen. „Bei unserem Fried-chicken-Stand hätte so ein Onlinekatalog für den Einkauf sehr geholfen“, sagt Reasmey.
In Industriestaaten sind digitale Marktplätze Alltag, in Kambodscha ist Tenbox eine Sensation. Das Land zählt laut den Vereinten Nationen zu den „am wenigsten entwickelten Ländern“ weltweit, die Digitalisierung steht am Anfang. Erst etwas mehr als 60 Prozent der Menschen haben einen Internetzugang. Daher wird Tenbox dort als „digitaler Supermarkt“ gefeiert. Das Ministerium für Post und Telekommunikation kürte es 2023 zum „Digital Startup of the Year.“
Radikal neu denken, statt nur zu optimieren
Mit der im NOI Techpark in Bozen entwickelten Methode Alpha Innovation lernen Unternehmen, über das Bestehende hinauszudenken, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und daraus neue Chancen abzuleiten. Das Ziel: nicht kontinuierliche Optimierung, sondern radikale Innovation. Der Weg dahin: ein dreistufiger, faktenbasierter Prozess, der Zukunftssignale in tragfähige Konzepte und strategische Entscheidungen übersetzt.
Ein hilfreiches Klischee: Frauen können mit Geld umgehen
Daneth Reasmey ist zum Postergirl der Wirtschaft Kambodschas geworden. „Bei den Fördernetzwerken des Staates werde ich jetzt sogar häufiger auf Reisen ins Ausland geschickt“, sagt sie ein bisschen verlegen. „Ich glaube, sie wollen zeigen, dass hier eine neue Generation das Land nach vorn bringt.“ Wobei Tenbox in ihrer Heimat nicht nur wegen des Geschäftsmodells spektakulär ist, sondern auch, weil eine Frau es entwickelt hat.
Reasmey hat zwei Leben. In ihrer Freizeit probiert sie die neuen Third-Wave-Cafés von Phnom Penh aus, schaut ausländische Filme im Original an oder kocht zusammen mit ihrer Mutter, mal international, mal traditionell mit cremigen Fischsaucen und klebrigem Reis. Wenn sie dazu kommt – denn häufig arbeitet sie 70 Stunden die Woche. „Meine Freunde bezeichnen mich als introvertierten Workaholic“, sagt sie.
Dass eine Frau in Kambodscha Schlagzeilen als Unternehmerin mache, sei sehr ungewöhnlich, sagt Daniel Bultmann, Soziologieprofessor und Experte für das südostasiatische Land an der Humboldt-Universität zu Berlin. Frauen spielen im Wirtschaftsleben so gut wie keine Rolle. Noch bis Mitte der Nullerjahre lernten die Kinder in der Schule Gedichte, die die ideale Frau so darstellen: unterwürfig, bescheiden, keusch und herzlich.
Im World Gender Gap Report des Weltwirtschaftsforums zur Geschlechtergleichstellung in Bildung, Politik, Gesundheit und Wirtschaft landete Kambodscha jüngst auf Platz 106 von 146 Ländern, hinter China, Indonesien und Südkorea. Fast alle Chefs im Land sind Männer. Und Konservative im De-facto-Einparteienstaat sehen Frauen nach wie vor am liebsten am Herd. Sie sollen kein Geld machen, sondern pflegen, kochen und erziehen.
Reasmey lacht über dieses Rollenbild. Denn die Realität hat mehr Schattierungen, Frauen mussten in Kambodscha schon immer mit anpacken. „Wir sind kein reiches Land. Bei uns müssen viele Familienmitglieder arbeiten, damit es genug zu essen auf dem Tisch gibt.“
Die Menschen in dem seit einigen Jahren boomenden Kambodscha haben viel Leid erlebt. In den Fünfzigerjahren erlangte das Land seine Unabhängigkeit von Frankreich, darauf folgte eine ökonomische Abhängigkeit von den USA. Im Frühjahr 1975 putschten sich die Roten Khmer an die Macht und errichteten ein kommunistisches Terrorregime, das zwei Millionen Menschen ermorden und die Wirtschaft kollabieren ließ (siehe Kasten unten).
Theoretisch waren Frauen unter den Roten Khmer mit den Männern gleichberechtigt, faktisch wurden sie zwangsverheiratet. Nach dem Sturz des Terrorregimes nahmen sich junge Frauen wieder mehr Freiheiten, so auch die Mutter von Daneth Reasmey. „Sie hat gearbeitet, als Schneiderin“, sagt sie. Im Textilsektor, dem umsatzstärksten des Landes, sind mehr als 80 Prozent der Arbeitskräfte Frauen.
Laut einer UN-Studie aus dem Jahr 2007 waren mehr als die Hälfte der Subsistenz- oder Mikrounternehmer im Land weiblich. So wie Reasmeys Mutter. Diese Frauen haben selten eine Schule besucht und laut der Studie „größere Schwierigkeiten, mit männlichen Autoritäten zu verhandeln und Geld zu leihen. Auch erschwert ihnen ihr großer Anteil an familiären Pflichten das Netzwerken und die Geschäftsentwicklung.“
Reasmey kennt das von zu Hause, hatte selbst jedoch bessere Startbedingungen: Sie sei von ihren Eltern auf die Universität geschickt und nicht dazu gedrängt worden, früh zu heiraten.
Ein in Ost- und Südostasien verbreitetes Klischee besagt, dass Männer den Lohn für Alkohol und Glücksspiel verprassen, Frauen dagegen in Geldfragen rational denken. Wenn unverheiratete Frauen also keine Hausarbeit leisten müssen, können sie ihr vermeintlich angeborenes Finanztalent stattdessen in der Unternehmensführung einsetzen. Es hat also auch Vorteile, eine Junggesellin zu sein.
So machte Daneth Reasmey als gebildete Single-Frau auch gute Erfahrungen, als sie potenziellen Investoren ihre Idee für Tenbox vorstellte. „Einige waren extranett zu mir, weil sie noch nicht viele junge Frauen mit einem Businessplan gesehen hatten.“ Und: „Man traute mir zu, dass alles Hand und Fuß hatte.“ 2022, ein Jahr nach Gründung ihres Start-ups, beteiligte sich der inländische Fonds Choice Accelerator mit einer fünfstelligen Summe, eine weitere Finanzierung steht bevor.
Das tägliche Verkehrschaos: Die unzuverlässige Logistik hemmt das Wirtschaftswachstum des Landes
Foto: © Thomas Imo / picture alliance/photothek
Händlerinnen wie sie könnten Waren über Tenbox beziehen und vertreiben – und so ihr Geschäft ankurbeln
Foto: © Matt Hunt /Anadolu Agency / picture alliance
Der Staat mischt sich gern ein
Dieses Geld hat das Büro im Wolkenkratzer ermöglicht, wobei der Alltag dort weniger glamourös ist, als man vor der Sicherheitsschranke im Foyer erwartet hätte. Reasmey führt durch einen großen Raum mit Teppich, dunklen Stühlen und Plastiktischen, der an einen Co-Working-Space erinnert. „Wir haben keine festen Plätze“, flüstert sie. „Das hält die Hierarchien flach, was unserem Innovationsgrad hilft.“ Ihre Angestellten, drei junge Männer und zwei Frauen, haben das gehört und winken.
Täglich diskutiert das Sechserteam, wie es weitergeht. Sollen zum Beispiel Privatpersonen die Plattform weiter nutzen können? „Da haben wir viele Bestellungen mit kleinem Volumen, was sich kaum lohnt“, sagt Reasmey. Ihre Firma kassiert von den Verkäufern eine Provision von bis zu fünf Prozent und eine Abonnementgebühr, die bei 50 Dollar pro Monat beginnt. Die Logistik um Lkw und Lagerräume überlässt sie den Produktanbietern. Das Handelsvolumen lag 2024 bei 500.000 Dollar und brachte einen fünfstelligen Umsatz. Das klingt noch nicht nach viel, ist aber für ein Start-up in einem Land, in dem das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei etwas mehr als 2.400 Dollar liegt, ein guter Wert.
Auf den lärmigen Straßen von Phnom Penh sind die meisten Restaurants Garküchen direkt neben der Fahrspur, ohne Dächer, ohne Parkplätze, geschweige denn Kartenzahlung. Jenseits der 2,5-Millionen-Einwohner-Stadt, in der die Infrastruktur viel moderner ist als in der Peripherie, klingt das Geschäft von Tenbox wie Zukunftsmusik.
Doch das Angebot von mittlerweile 10.000 Produkten zeigt, dass viele Lebensmittelhersteller und Landwirtschaftskooperativen an Tenbox glauben. Für den Break-even reicht es trotzdem noch nicht. Reasmey vermutet, dass der Schlüssel zum Erfolg Restaurantketten und Hotels sind. „Deren Umsätze sind größer. Und sie kaufen regelmäßiger nach, was den Warenanbietern besser gefällt, sodass sie eher auf der Plattform bleiben.“ Es gehe ihr aber nicht nur um Umsatzmaximierung, sagt sie. „Auf die Optimierung unserer Plattform schaue ich anders als viele Männer.“ Die meiste Freude bereite es ihr, Probleme zu lösen und Abläufe effizienter zu machen.
Potenziellen Neukunden rechne Reasmey im Gespräch immer vor: Wer über Tenbox bestellt, statt einem Lieferanten seine Warenwünsche telefonisch durchzugeben, reduziert die Quote der Fehllieferungen enorm. Eine KI soll Restaurants außerdem daran erinnern, rechtzeitig Waren nachzubestellen.
Vor Kurzem expandierte Tenbox nach Singapur. Ein Riesenschritt für ein kambodschanisches Start-up. „Als Stadtstaat ist Singapur der perfekte Testmarkt. Zudem sind die Singapurer bekannt dafür, dass sie Effizienz schätzen.“ Schafft Tenbox es in dem wohlhabenden Land, so Daneth Reasmeys Idee, könnte es in ganz Südostasien Erfolg haben.
Daniel Bultmann sieht darin aber auch ein Risiko. Denn Kambodscha hat keine freie Gesellschaft. Es ähnelt China oder Vietnam, was staatliche Kontrolle und die Verzahnung von Regierungspartei und Wirtschaft angeht. „Je größer ihr Unternehmen wird, desto mehr wird sie Parteiloyalität beweisen müssen“, erläutert Bultmann. Als der Gründer der kambodschanischen Kaffeehauskette Brown Coffee einmal etwa Kritik an der Regierung äußerte, strich diese ihm staatliche Förderungen. Ein wachsendes Start-up lässt auch die Regierung gut aussehen, vorausgesetzt, alle haben was davon. So könnte diese zum Beispiel etwas dagegen haben, wenn Reasmey Privatleute von ihrer Plattform ausschließt.
Daneth Reasmey steht nun wieder am Fenster, von wo aus Phnom Penh so klein und geordnet wirkt. „Ich will andere Frauen inspirieren, auch ein eigenes Unternehmen zu gründen“, sagt sie und blickt in die Ferne. „Die Hürden sind niedriger, als viele denken.“
In Kambodscha beginnen inzwischen knapp zwölf Prozent aller Frauen ein Studium – fast so viele wie Männer. Die jungen Frauen in Kambodscha sind damit nicht nur besser ausgebildet als früher, sondern könnten auch von der Einstellung der männlichen Investoren profitieren: Frauen mit Universitätsabschluss werden länger unverheiratet bleiben, haben also mehr Zeit fürs Business. Und mit Geld umgehen können sie ja sowieso. ---
Erst ein paar Wolkenkratzer: die Skyline von Phnom Penh
Foto: © picture alliance / Hans Lucas
Die jüngere blutige Geschichte
Im April 1975 gingen die Roten Khmer als Sieger aus einem fünf Jahre anhaltenden Bürgerkrieg in Kambodscha hervor. Die Versprechen der neuen Herrscher waren groß, ihre Methoden radikal: Nach einer langen Periode der Fremdherrschaft, zuerst durch Frankreich, später de facto durch die USA, sollte das Land endlich unabhängig und frei von äußeren Einflüssen werden. Auf schnellstem Wege sollte auch eine klassenlose Gesellschaft erreicht werden.
Und weil Pol Pot, der Anführer der Roten Khmer, es so eilig hatte, war die klassenlose Gesellschaft nicht durch den Aufstieg der Benachteiligten zu machen, sondern nur durch den Abstieg der Privilegierten: Die Roten Khmer ließen Städte evakuieren, damit die Bourgeoisie auf dem Land bei der Reisernte half, während Bücher verbrannt wurden. Schon Brillen galten als verdächtiges Merkmal des Bürgertums.
Wer als nicht regimetreu galt, wurde in vielen Fällen ermordet. Im Zentrum Phnom Penhs wurden aus Schulen Foltergefängnisse, am Rande der Stadt die berüchtigten „Killing Fields“ eingerichtet, die heute Touristenattraktionen sind. Denn das System der Roten Khmer war zum Scheitern verurteilt. Besonders das rigide Planungssystem in der Landwirtschaft führte zu Hungersnöten.
Nach dreieinhalb Jahren waren Millionen Menschen durch die Roten Khmer ermordet worden, noch mehr litten unter Hunger. Erst der Einmarsch der Vietnamesen beendete das Terrorregime im Jahr 1979. Trotzdem dauerte es bis in die Neunzigerjahre, bis ein Friedensabkommen unterzeichnet und der Bürgerkrieg beendet war. Heute regiert der Kapitalismus das Land, die Demokratie ist nicht nach Kambodscha gekommen.
Wirtschaftlicher Aufschwung
Die fehlgeleitete Planwirtschaft der Roten Khmer ist in nicht unwesentlichem Ausmaß dafür verantwortlich, dass Kambodscha nach UN-Angaben bis heute zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt gehört. Knapp vier von zehn Personen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, in der die Einkommen in ärmeren Länden tendenziell am niedrigsten sind.
Dennoch hat das Land in den vergangenen zwanzig Jahren einen ökonomischen Aufschwung erlebt. 2024 wuchs die Volkswirtschaft um sechs Prozent, gehörte damit zu den dynamischsten in Südostasien und soll dies laut Prognosen der Asian Development Bank (ADB) auch erst einmal bleiben. Seit 2012 hat sich das Bruttoinlandsprodukt Kambodschas mehr als verdoppelt, ein typisches Haushaltseinkommen liegt derzeit zwischen 200 und 400 Euro im Monat. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind das Textilgeschäft, der Tourismus, die Landwirtschaft und die Baubranche. Als Herausforderung für weiteres Wachstum sieht die ADB eine Beschleunigung der Digitalisierung.
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