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Peer Pasternack

Die Universitäten in Deutschland sind zunehmend auf Drittmittel angewiesen. Gefährdet das die Freiheit der Wissenschaft? Ein Gespräch mit dem Hochschulforscher Peer Pasternack.




• Man kann seinen Lebenslauf als Streben nach Unabhängigkeit lesen: Als junger Mann ist Peer Pasternack Lkw-Fahrer in der DDR. Er holt in der Abendschule sein Abitur nach, fängt 1987 in Leipzig an zu studieren. Zwei Jahre später, als in der Wendezeit die Montagsdemonstrationen das Ende der SED-Herrschaft fordern, kümmert er sich um die demokratische Neuordnung der Universität, und entwirft ein Konzept für den Aufbau einer unabhängigen Studentenvertretung, die bis dahin in den Händen der SED-Jugendorganisation FDJ lag.

Er macht sich als Studentensprecher einen Namen über die Grenzen der Leipziger Universität hinaus, ist Anfang der Neunzigerjahre einer der Protagonisten im Protest gegen die Auflösung aller ideologisch gefärbten Fakultäten und Institute an ostdeutschen Hochschulen, vor allem also Geschichts- und Sozialwissenschaften, der Jurisprudenz, Philosophie, Wirtschafts- und Erziehungswissenschaften. „Man muss das richtig einordnen“, sagt Pasternack, „damals wurde in größter Eile das kriselnde Hochschulsystem der alten Bundesrepublik auf die ostdeutschen Länder übertragen, und uns Studenten traf die Abwicklung ganzer Institute wie ein Schlag.“

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