Mambo!

Wie bringt man Kindern klassische Musik nahe? Ein Sozialprojekt aus Venezuela macht es vor – neuerdings mitten in Europa.





• Die Hamburger Laeiszhalle ist kein Ort für Jugendliche. Zu ältlich ist das Publikum, schwer der Stoff, populäre Klassik ist eher selten; wer während der Konzerte hüstelt oder nicht kerzengerade auf einem der unbequemen Stühle sitzt, wird mit strengen Blicken bestraft; in den Pausen gibt’s lange Schlangen und Sekt an Stehtischen.

Auch an jenem Freitagabend vor gut zwei Jahren scheint zunächst alles beim Alten – bis das Orchester auf die Bühne kommt. 200 Musiker zwischen 14 und 19 Jahren, das Teresa Carreño Youth Orchestra. Eines der drei weltweit erfolgreichen von rund 400 venezolanischen Jugendorchestern – kaum ein anderes Land von vergleichbarer Größe hat so viele junge Klassik-Ensembles. Sie spielen auf hohem Niveau. Weniger perfekt als professionelle Orchester zwar, dafür mit viel Gefühl. In den jungen Gesichtern spiegelt sich die Musik, zunächst von Richard Strauss und Leonard Bernstein, im Anschluss an die Pause die fünfte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Doch erst nach dem Schlussapplaus dreht die Stimmung in der Musikhalle wirklich.

Es wird stockdunkel. Als das Licht wieder angeht, tragen alle Musiker Jacken in den Nationalfarben Venezuelas: Knallgelb, leuchtendes Blau, Signalrot. Und dann beginnt das Farbenmeer zu spielen – Mambo! Die Trompeten wippen, die Violinen grooven, die Kontrabasse wirbeln im Kreis, das ganze Orchester tanzt, sogar der 27-jährige Dirigent Christian Vásquez – und das Publikum lässt sich anstecken. Am Ende stehen alle, klatschen, johlen, die Musiker werfen ihre Jacken ins Parkett und gesetzte Damen, die sonst bei jeglicher Unruhe die Nase rümpfen, recken die Arme, um eine zu erhaschen. Auch die wenigen Jugendlichen im Publikum sind begeistert.

Das Ensemble, das Hamburg vormacht, wie man Klassik cool inszeniert, geht auf ein Projekt zurück, das im Kern kein künstlerisches Ziel hat: El Sistema, 1975 in Caracas von dem venezolanischen Musiker Jose Antonio Abreu gegründet, will Jugendlichen aus Armenvierteln eine Perspektive geben, indem es sie zu Mitgliedern eines Orchesters macht. Die Musik ist bis heute nur das Mittel zum Zweck. Gut zwei Millionen Jugendliche haben seit dem Start das staatlich finanzierte Experiment durchlaufen, rund 500 000 sind aktuell dabei. Aus ihm stammen Hunderte von Jugendorchestern – und, willkommener Nebeneffekt, eine ganze Reihe international gefeierter Künstler.

Die Botschaft des mit Auszeichnungen überhäuften Abreu, der schon für den Friedensnobelpreis im Gespräch war, ist in aller Welt angekommen. Ende des vergangenen Jahrzehnts entstand in Schottland, finanziert durch private Spenden, der erste europäische Ableger, inzwischen sind es gut 70. Und so lässt sich auch dort ein System studieren, dem gelingt, womit heimische Musikpädagogen und -schulen seit Jahren kämpfen: nicht nur Minderheiten klassische Musik nahezubringen – sondern breiten Anteilen der jüngeren Generationen. Wer sich auf den Weg zu den Sistema-Ablegern macht, erkennt zumindest einen der Gründe dafür: Die Stärken des venezolanischen sind zugleich die Schwächen des westlichen Systems.

In den Industrieländern ist der Weg zur klassischen Musik für Kinder in weiten Teilen ein einsamer. Hierzulande etwa ist das Unterrichtsangebot zwar gut organisiert, es gibt ein bundesweites Netz staatlicher Jugendmusikschulen sowie zahlreiche private, wenn auch teurere Alternativen. Doch nur im Kleinkindalter werden Gruppenkurse angeboten, die meist spielerisch an Rhythmen und Klänge heranführen. Im Alter von fünf Jahren beginnt üblicherweise der Instrumentalunterricht, und der findet meist in Einzelstunden statt, in der Regel einmal wöchentlich. An den Tagen zwischen den Unterrichtsstunden wird von den Schülern erwartet, dass sie allein üben. Erst wer ein bestimmtes Niveau erreicht hat, kann sich um Plätze in Jugendorchestern oder anderen Ensembles bewerben.

Sistema-Grundsatz Nr. 1: Du bist nie allein!

Khloe? Wo ist Khloe? Sie soll die Violinen anführen, aber ihr Platz ist leer. Lucy Maguire blickt um sich: „Wo ist meine Anführerin?“ Khloe, 5, eine winzige Geige samt Bogen unter dem Arm, hat mit ihrer Freundin getuschelt. Sie sieht Lucy erschrocken an, hüpft dann aber stolz zu ihrem Platz an der Spitze der Violinengruppe. Die Orchesterprobe kann beginnen.

Gut 20 Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren sind an diesem spätherbstlichen Nachmittag in einem Gemeinderaum unterhalb einer U-Bahn-Station im Londoner Stadtteil North Kensington im Halbrund um die Dirigentin Lucy Maguire versammelt. Sie sind aufgestellt wie ein erwachsenes Ensemble, getrennt nach Instrumentengruppen, die durch bunte Sitzmatten angezeigt werden: Violinen blau, Violas rot, Celli gelb. Richtig spielen kann noch keines von ihnen. Und keines hatte bislang eine Einzelstunde. Sie üben alles gemeinsam, die Instrumente richtig zu halten, einzelne Saiten sauber zu spielen. „One, two, ready, and …“, so startet die resolute Dirigentin jeden Versuch. Sechs-, siebenmal lassen sie auf ihr Zeichen die Bögen über die E-Saite gleiten.

Nach einer guten Stunde werden die Kinder müde, einer drängelt; Elias, 4, lässt seine Geige fallen, die Brücke bricht, Tränen fließen. Maguire inspiziert das Instrument, kann es aber nicht reparieren und fährt mit der Probe fort. Elias hört still zu. Seine Mutter erzählt später, wenn er unartig sei, müsse sie ihm nur damit drohen, er dürfe nicht zum Orchester – dann sei er sofort friedlich. Proben wie diese, jede à zwei Stunden, absolvieren die Kinder mindestens viermal pro Woche, „so viel Engagement erwarte ich“, sagt Maguire streng. Sie müsste das gar nicht sein. An sechs Tagen bietet sie Proben an. Manche Kinder kommen immer.

Mannschaftsspieler: Links Joshua mit Schwester Adiya

Die 21-jährige Britin, ausgebildete Musikerin, hat ein Jahr lang bei Sistema in Venezuela unterrichtet und nach ihrer Rückkehr Anfang 2013 in ihrem Viertel Eltern angesprochen, Flugblätter verteilt und schließlich mit vier Kindern den ersten Ableger in London gestartet: The Nucleo Project in Anlehnung an die als Nucleos (zu Deutsch: Kerne) bezeichneten Sistema-Schulen. Und obwohl sie noch kein Zuhause für ihr Programm hat, nur den ihr kostenlos und stundenweise überlassenen Saal unter der U-Bahn, zeigt sich am Nucleo Project doch ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Systems: Die Kinder beginnen als Mannschaft; sie üben nahezu täglich, was sie schnell voranbringt. Sie sind nie allein, stets unter Freunden. Das „einsame Exerzieren, während alle anderen draußen spielen“, wie Lucy Maguire es selbst erlebt hat, diese trockene Disziplin, über die so viele die Lust an der Musik verlieren, fällt weg.

Es ist schiere Finanznot, die Maguire ein zweites Prinzip von El Sistema hat perfektionieren lassen: Peer-Teaching, das Unterrichten weniger fortgeschrittener durch geübtere Kinder. In Venezuela spielt es keine so wichtige Rolle mehr, weil die staatliche Unterstützung ausreicht, um genügend Lehrer zu bezahlen. Doch Maguire hat bislang nur wenig Geld einsammeln können und braucht das Kapital, um Instrumente zu kaufen. Die sind ebenso wie der Unterricht kostenlos. Viele ihrer Kinder könnten sonst nicht kommen.

Also muss Joshua, 14, ran. Er gehört zum älteren Orchester, das gegen 17 Uhr in den Saal strömt: Gut 80 Kinder im Alter zwischen 11 und 16 Jahren; einige, wie Joshua, spielen seit mehr als einem Jahr. Andere sind erst wenige Monate oder sogar nur Tage dabei. Die Probe beginnt mit Les Toreadors, einem berühmten Marsch aus der Bizet-Oper „Carmen“. Und obwohl Maguire einen alten Sistema-Trick benutzt – schwächere Kinder bekommen einfachere Noten, lassen schwierige Läufe, Triller aus – klingt das Ganze wie Kraut und Rüben. „Joshua, du bringst es Sophie bei“, ruft die Dirigentin in Richtung der Violinen. Auch zwei Oboen und zwei Querflöten schickt sie raus. Sie verschwinden kichernd in einer Art Abstellraum.

Eine gute halbe Stunde üben sie dort. Wie das in der nur wenige Quadratmeter großen Kammer funktioniert, ist unerklärlich. Doch als sie nach und nach wieder auftauchen und in die große Probe einsteigen, scheint Lucy Maguire mit ihren Kids ebenso zufrieden wie die mit sich selbst. Joshua und Sophie jedenfalls grinsen. Die letzten Noten verklingen, es ist sieben Uhr abends. „Well done“, sagt Maguire mit müdem Lächeln, „see you tomorrow!“

Vormittags Basketball, nachmittags Beethoven: Big Noise macht’s möglich
In Deutschland sind in aller Regel die Eltern dafür verantwortlich, dass Kinder – über den Schulunterricht hinaus – mit klassischer Musik in Berührung kommen. Das belegen die Zahlen des Verbands der Musikschulen: Weniger als ein Fünftel aller Grundschulen und weiterführenden Erziehungsstätten kooperieren mit einem der musikalischen Bildungsinstitute und bieten auf diesem Wege den Zugang zu Instrumentalunterricht. So bleibt es die Aufgabe der Eltern, Lehrer und freie Plätze zu finden – was wenige tun. Die Musikschulen des Verbands unterrichten knapp eine Million Jugendliche – das sind 8,3 Prozent aller deutschen Schüler.

Sistema-Grundsatz Nr. 2: Erst Masse, dann Klasse

Das schottische Raploch ist ein trostloses Kaff. Eine Durchgangsstraße, verwahrloste Reihenhäuser, zwei kleine Supermärkte, ein Imbiss, ein Friseur. Das war’s. Drum herum viel schöne Landschaft, aber was will man als Jugendlicher schon damit? In einer solchen Gegend, strukturschwach, mit hoher Arbeitslosenquote, haben Alkohol und Drogen leichtes Spiel, die Kriminalität folgt auf dem Fuße. Genau so war es in der 3000-Einwohner-Gemeinde unweit von Edinburgh.

Bis 2008 mitten im Ort ein großes Gemeindezentrum eingeweiht wurde, in das vier Grundschulen einzogen – und eine Handvoll Musiker. Big Noise nannten sie sich und wurden mit Skepsis beäugt. 35 Raplocher im Alter zwischen sieben und neun fanden sich dennoch zum Musikunterricht ein, bekamen Streichinstrumente in die Hand und ein Versprechen: In zehn Wochen gebt ihr euer erstes Konzert! Zweieinhalb Monate später waren schon doppelt so viele auf der Bühne, sangen und spielten vor ungläubigen Eltern.

Dirigent Josip mit Schülern

Heute sind 75 Prozent aller Kinder aus den vier Grundschulen plus viele ältere aus weiterführenden Bildungsstätten in einem der drei Orchester von Big Noise in Raploch, 470 alles in allem. „This is music territory“, sagt George Anderson, der Marketingchef, stolz und deutet die Raplocher Hauptstraße rauf und runter: „In praktisch jeder Familie hier spielt jemand ein Instrument.“

Auch Big Noise ist ein Ableger von El Sistema, allerdings dank großzügiger Spender, etwa der Inhaberfamilie des Verpackungsherstellers Tetrapack, anders gestartet als Lucy Maguire: mit dem vollen Programm. 20 ausgebildete Musiker arbeiten hier, nach Schulschluss und in den Ferien gehört das Schulgebäude mit seinen lichten Räumen, der Cafeteria und der Küche, von der die Kinder mit Frühstück und Mittagessen versorgt werden, ganz Big Noise. Für viele, das zeigt sich an diesem Dienstag in den Herbstferien, ist es ein zweites Zuhause. 40, 50 Kinder aller Altersstufen proben schon morgens um zehn, von überall her dringen Melodiefetzen, man sieht Gruppen, aber auch Lehrer mit einzelnen Schülern. Andere hängen mit Freunden auf den Bänken der Cafeteria herum, bis sie wieder in einer Probe verschwinden.

Um kurz vor halb zwölf sammeln sich alle in einer kleinen Pausenhalle für ein spontanes Konzert, sieben Kinder mit Violinen und Violas. Im Publikum, das sich, da es keine Stühle gibt, auf den Boden und auf Tische verteilt: andere Schüler, Lehrer, Freunde, Mütter mit Geschwistern. Solomon, 9, sagt das erste Stück an, ein amerikanisches Volkslied, dann „Hänschen klein“, schließlich ein Menuett von Georg Friedrich Händel. „Can we handle Händel?“, ruft der Dirigent Josip, ein junger Lehrer aus Kroatien. „Yeah!“, schallt es zurück, dann spielen sie, unbekümmert und hin und wieder schräg. Nach 15 Minuten ist Schluss. Das Publikum klatscht und johlt. Solomon strahlt. „Ich mag Aufführungen, alle kommen, und man kann zeigen, was man geübt hat“, sagt er, bevor er mit seinen Freunden zum Essen stürmt.

Am schottischen Beispiel zeigt sich eine weitere Stärke von El Sistema. Wenn es gut ausgestattet ist – also genügend Lehrer hat, eigene Räumlichkeiten und die Möglichkeit, direkt an die Schulen heranzutreten – kann es große Gruppen von Kindern begeistern. Ab einer bestimmten Zahl entwickelt sich eine Eigendynamik: Immer mehr wollen mitmachen. „In Raploch ist Außenseiter, wer kein Instrument spielt“, sagt George Anderson. In Glasgow gibt es seit 2010 ein weiteres Projekt, Aberdeen geht gerade an den Start. Insgesamt gehören mehr als 1100 Kinder zu Big Noise, und immer machen sie weit mehr als die Hälfte ihres Jahrgangs in der jeweiligen Region aus.

Geiger Solomon nebst kleiner Schwester

Das führt dazu, dass die Jugendlichen über Jahre dabeibleiben, verlässlich zu Proben erscheinen und, wenn sie fortgeschritten sind, zusätzlich zum Einzelunterricht gehen. Die Big-Noise-Orchester – in Raploch eines für die schwächeren Spieler, eines für die mittlere Kategorie und die nach einem venezolanischen Nucleo benannten Rinconadas für die Besten – bieten den Kindern eine ganze Welt, so wie es hierzulande gute Sportvereine tun: mit gemeinsamem Üben, Veranstaltungen, Erfolgen – und Idolen.

Die meisten deutschen Jugendlichen haben wenig Bezug zu klassischer Musik. Einer Umfrage der Hamburger Körber-Stiftung zufolge halten zwar 84 Prozent der unter 30-Jährigen sie für ein wichtiges kulturelles Erbe. Zwei Drittel mögen sie aber nicht sonderlich, und 90 Prozent hatten im Jahr vor der Befragung keine Aufführung besucht. Demzufolge sind auch die vielen Jugend-Ensembles – an der Spitze das Bundesjugendorchester, daneben die Landesjugendorchester sowie private Gruppierungen – nur einer Minderheit bekannt. Es mangelt an Vorbildern unter jungen Musikern. Dabei bescheinigen Fachleute der aufstrebenden Künstlergeneration erstklassige Qualität. Das Bundesjugendorchester gilt als eines des besten seiner Art weltweit, technisch und in puncto Repertoire den vergleichbaren Sistema-Ensembles teilweise überlegen. Woran es zu hapern scheint, ist die Fähigkeit, die Herzen anderer Jugendlicher zu erobern.

Sistema-Grundsatz Nr. 3: Das Herz spielt mit

Wenn man Rory, 14, einen leuchtenden Rotschopf aus Raploch, nach seinem Lieblingsmusiker fragt, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: Gustavo Dudamel! Der 33-jährige Chefdirigent des Los Angeles Philharmonic Orchestra ist der prominenteste aller ehemaliger Schüler von El Sistema und ein Star der internationalen Klassikszene, was Rory allerdings total egal ist. Gibt es in der Popwelt jemanden, den er ähnlich cool findet? „Martin Garixx ist ziemlich gut“, sagt er nach einigem Überlegen, ein DJ, der überall auf der Welt die Charts erobert und riesige Hallen mit jugendlichen Fans füllt. Rorys Tonfall lässt indes keinen Zweifel: Bei ihm kommt Garixx an Dudamel nicht heran.

Der junge Big-Noise-Violinist ist sehr talentiert. Ob er seinem Idol nacheifert? Er guckt auf den Boden, zuckt die Schultern, was wohl so viel heißen soll, wie „weiß nicht“. Jedenfalls hat er seine Ferien größtenteils bei Big Noise verbracht. Zu Hause, murmelt er, spiele er nur Xbox. Er bereitet sich gerade mit einem Stück aus Beethovens Jupiter-Symphonie auf die Aufnahmeprüfung beim National Scottish Youth Orchestra vor. 13 Big-Noise-Kinder wurden bereits aufgenommen – ein Zehntel des Nationalorchesters besteht damit aus Raploch-Teenagern.

Eine viel größere Ehre aus Rorys Sicht: Anfang dieses Jahres durfte er unter der Leitung von Dudamel spielen. Es war während einer Reise nach Venezuela, an der 40 Big-Noise-Musiker teilnahmen. Auch das gehört zu El Sistema: gegenseitige Besuche, damit sich die Ableger zugehörig fühlen, den Geist des Ursprungsprojektes erleben. Bei dem Thema wird Rory gesprächiger. „Really cool“ sei es gewesen, sie hätten viel Spaß gehabt.

„Die Mädels mochten alle seine Haare“, neckt ihn eine Freundin. Zu Anfang seien die jungen Briten in Südamerika zurückhaltend gewesen, so wie es eben ihrer Mentalität entspreche, sagt eine Lehrerin. Doch dann hätten sie mit den Sistema-Kids „Danzon No. 2“ des südamerikanischen Komponisten Arturo Márquez geprobt, ein Lieblingsstück der Venezolaner, rhythmisch, mitreißend. Die hätten sofort angefangen zu tanzen. Und die Schotten? „Sie haben erst mal ein paar Takte lang erstaunt zugeguckt“, grinst die Lehrerin. „Dann haben sie mitgetanzt.“ ---
„One, two, ready and …“: Lucy Maguire übt den Einsatz bei Bizet