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Nadschaf

Lange führten die Schiiten im Südirak ein Schattendasein. Nun erleben sie einen Aufschwung, der Unternehmen aus der ganzen Welt anzieht. Sie wollen von einem lukrativen Geschäft profitieren: Expressreisen ins Paradies.




- Wer es wirklich wissen will, der verbringt eine Nacht in dieser Totenstadt. Einer, der den Koran studiert hat, die Überlieferungen des Propheten und der Imame und der erfahren will, was zwischen Himmel und Erde vor sich geht. Zwei Stunden nach Mitternacht, so heißt es, hebt sich der Spiegel des großen Nadschaf-Sees - ohne dass ein einziger Tropfen Wasser das schwefelhaltige Gestein am Nordostufer benetzt. Dann landet dort, wo im Dunkeln eine Landschaft aus Millionen Gräbern liegt, ein Segelschiff. Ein Seelenfrachter, der die gerechten Toten an Bord holt und ins Paradies überführt, ohne erst auf den Jüngsten Tag zu warten. Weltweit glauben viele Millionen schiitische Muslime, dass nur diese eine Pforte direkt in ein glücklicheres Jenseits führt.

Bei Tage sieht die Totenstadt von Nadschaf nicht sehr paradiesisch aus. Es ist staubig und heiß. So weit das Auge reicht, sind Grabstelen zu sehen, aus gebrannten Lehmziegeln gemauert, mit schlichten Inschriften. Hier und dort hängt Girlandenschmuck oder das Porträt eines jungen Mannes.

An kaum einem anderen Ort der Welt ist das Geschäft mit dem Tod so präsent wie in Nadschaf. Die Gräber sind wie Immobilien, deren Wert sich nach Lage und Quadratmetern bemisst: Für ein Familiengrab in der Friedhofsneustadt kassiert die Verwaltung zwischen 6000 und 15000 Dollar. Da niemand innerhalb der Nekropole umzieht, wird ständig neu gebaut. Die 200 Dollar für die Totengräber fallen bei einer Investition fürs Jenseits nicht weiter ins Gewicht.

"Die eigentliche Dienstleistung, also das Waschen und Bestatten der Leiche, ist eine Wohltat im Islam", sagt Scheich Mohammed bin Jaafar al-Bahadli, ein schiitischer Geistlicher aus der heiligen Stadt. Mit dem Tod Geld zu verdienen sei unschicklich, daher gebe es in Nadschaf, anders als in Europa, keine wirklich wohlhabenden Bestattungsunternehmer. Immerhin: Ziegelbrenner, Maurer, Leichenüberführer und die Träger, die die Särge der Verstorbenen auf einer rituellen Marschroute um den heiligen Schrein des Imams Ali herumführen, werden wohl immer ihr Auskommen haben.

Genaue Zahlen gibt es nicht, aber im Wadi al-Salam, dem Tal des Friedens, sollen bereits rund fünf Millionen namentlich bekannte Tote liegen - und unzählige, die über die Jahrhunderte in Vergessenheit gerieten.

Seit sich die Sicherheitslage in Nadschaf allmählich gebessert hat und die Stadt einen Flughafen mit einigen internationalen Anbindungen besitzt, zieht sie auch die Lebenden an: Pilger, Touristen, Friedhofsbesucher und Geschäftsleute aus jenen Teilen der Welt, wo nach ungefähren Schätzungen fast 300 Millionen schiitische Muslime leben.

Bereits seit Jahrhunderten sind Nadschaf mit seinen heute 600000 Einwohnern und das benachbarte Kerbela die Kraftzentren der Schiiten - und die tragischen Geburtsstätten ihrer Konfession. Sie geht auf Ali Ibn Abi Talib zurück, den jüngeren Cousin und Schwiegersohn Mohammeds. Er übernahm der Überlieferung zufolge rund zwei Jahrzehnte nach des Propheten Tod, also um das Jahr 656, als Kalif die Führung der Muslime. Im Zuge eines Nachfolgestreits starb er, nur wenige Kilometer von Nadschaf entfernt, durch die vergiftete Klinge eines Attentäters. Die Anhänger der "Partei" Alis - arabisch: Schiat Ali - sahen sich um die Herrschaft betrogen, denn eine rivalisierende Dynastie, die Umayyaden, verleibte sich das Kalifat nun ein. Alis Sohn Hussein wollte im Jahr 680 seinen Anspruch geltend machen und ritt in einem wahren Himmelfahrtskommando mit 72 Gefolgsleuten bei Kerbela einer überlegenen Streitmacht entgegen.

Seitdem haben die Schiiten, so ihr Selbstbild, viel Pein und Ungerechtigkeit ertragen müssen. In der jüngeren Vergangenheit war es vor allem Saddam Hussein, der sie blutig unterdrückte. Die Überreste der rund 30000 Menschen, die der irakische Diktator nach einem gescheiterten Aufstand der Schiiten im Jahr 1991 hinrichten und verscharren ließ, wurden bis heute noch nicht vollständig identifiziert. Die Schneisen, die die Panzer seiner Armee damals durch die Friedhofsstadt von Nadschaf walzten, sind heute asphaltierte Straßen.

Said Abbas Marzah schaut lieber in die Zukunft. Er ist ein Mann, der, wenn er überhaupt einen Eindruck hinterlassen will, den des gewissenhaften Bürokraten anstrebt. "Wir haben in der Nachkriegszeit, also seit 2003, bereits 190 Genehmigungen für Großprojekte erteilt, in drei Jahren haben wir sieben Milliarden Euro private Investitionszusagen in Nadschaf eingeholt", rechnet er vor. Wie die meisten irakischen Wirtschaftsfunktionäre sitzt er hinter einem schweren Schreibtisch aus dunklem Holz, messingbeschlagen. Darauf steht ein Telefon, ein kleiner Globus und ein Kleenex-Spender, der wie eine goldene Schmuckschatulle aussehen soll.

Die fromme Boomtown zieht Investoren magisch an. Immobilien sind teuer, weil knapp

Marzah soll dafür sorgen, dass in der Stadt der Toten das Leben Einzug hält - und zwar in geordneten Bahnen. Der ehemalige Wirtschaftsdozent ist Vizepräsident des Investitionskomitees von Nadschaf und einer von insgesamt fünf Männern, die über Anträge entscheiden. Unter einem Projektvolumen von 250 Millionen Euro habe die Kommission freie Hand, sagt er. Darüber hinaus müsse der Premierminister seine Zustimmung erteilen. Investoren, etwa aus den Branchen Bau, Verkehr oder Industrie, erhielten als Anreiz Zollbefreiung und blieben zehn Jahre lang steuerbefreit. Und jeder tue dabei, was er am besten könne. "Die Deutschen bauen Zementfabriken, die Amerikaner interessieren sich für das Hotelgewerbe, die Kanadier sollen hier demnächst eine Schwebebahn bauen", sagt Marzah.

Vordringlich sei allerdings Wohnraum: 65000 Einheiten würden bereits gebaut, 150000 müssten her, um den akuten Bedarf zu decken. Allerdings wache die Kommission mit Argusaugen: "Wir möchten um jeden Preis verhindern, dass mit unseren Projektgenehmigungen Handel getrieben wird", betont Marzah und hebt das Kinn, um seinen Worten mehr Gewicht zu geben. Bereits zwölf Lizenzen habe man zurückgezogen oder einfrieren lassen, weil die Investoren, meist aus den Golfstaaten stammend, "Nachlässigkeit erkennen ließen".

Nicht nur gläubige Schiiten, sondern auch kühle Investoren haben den Standort Nadschaf und das Geschäft mit der Frömmigkeitskultur entdeckt. Jährlich fließen mehrere Hundert Millionen Euro aus dem Ausland in die Stadt, ein großer Teil davon aus dem Iran: Die Bevölkerung dort ist hauptsächlich schiitisch und unterhält alte Verbindungen nach Nadschaf. Persische Hinweisschilder in der Innenstadt Nadschafs dokumentieren das. Persische Namen dominieren auch die Reservierungslisten der Hotels der oberen Mittelklasse.

"Wenn mein Großvater früher alle drei bis vier Jahre nach Nadschaf reiste, dauerte die Fahrt mit der Kutsche rund drei Wochen", sagt Ali Tahmasbi, ein Kaufmann aus der iranischen Stadt Isfahan. Der Vorfahr habe seine Gebete auf der Reise gern auf eigenem Besitz verrichtet und zu diesem Zweck entlang der Route Dutzende Grundstücke gekauft: "So reiste man komfortabel und musste niemanden für ein Picknick um Erlaubnis bitten."

Der Pilger- und Handelsverkehr zwischen Iran und Irak war immer abhängig von der politischen Großwetterlage. Zum Erliegen kam er während des Golfkriegs zwischen Irak und Iran, der in den Achtzigerjahren tobte. Damals fanden nur die Toten den Weg über die verminte Grenze: Für rund 1000 Dollar organisierten Leichenschmuggler besonders frommen Iranern ein Begräbnis für deren Angehörige in Nadschaf. Manche wollten auch in Kriegszeiten nicht auf die Verheißung eines Express-Einzugs ins Paradies verzichten.

Vor dem Golfkrieg besaßen wohlhabende iranische Familien Stadthäuser in Nadschaf - eine Anschaffung, die sich, auf Generationen gerechnet, lohnte. Heute hingegen dürfen Ausländer dort weder Grundbesitz noch Immobilien erwerben. Nicht direkt jedenfalls.

"Um ein Haus in Nadschaf zu kaufen, braucht man einen Treuhänder, der als lokaler Eigentümer auftritt", sagt Mohammed Nanji, ein pakistanischer Schiit, der in der omanischen Hauptstadt Maskat lebt und als Geschäftsmann oft nach Nadschaf kommt. Zudem brauche man einen Bürgen, der garantiere, dass der Ausländer "kein Al-Qaida-Terrorist ist oder Unsitten nach Nadschaf bringt". Von den Preisen ließen sich die Investoren indes nicht abschrecken. "Wer hier kaufen möchte, muss in guter Lage 5000 bis 7000 Dollar pro Quadratmeter hinlegen", weiß der Kaufmann zu berichten. Zum Vergleich: Im prosperierenden und als sicher geltenden Erbil im Nordirak liegt der Durchschnittspreis in guter Wohnlage etwa halb so hoch. Das gilt auch für die besseren Wohnviertel der Hauptstadt Bagdad. Allerdings erklären die gestiegene Nachfrage und der Kapitalfluss aus dem Iran, den Golfstaaten und von der schiitischen Diaspora weltweit den Immobilien-Boom in Nadschaf nicht allein: Inoffizielle Preisabsprachen der Grundbesitzer in der Stadt tragen ihren Teil dazu bei.

Die Männer, die maßgeblich darüber bestimmen, wer zu welchem Preis in Nadschaf kaufen darf, sehen nicht aus wie Immobilienhaie: Sie tragen schwarze und weiße Turbane, weiße Hemden ohne Kragen und schlichte Wollgewänder. Ihr Hauptberuf ist die Auslegung des Korans und der heiligen Schriften. Nadschaf ist nämlich auch eine Art Vatikan der schiitischen Geistlichkeit, die nun, Jahre nach dem Ende der Saddam-Diktatur immer mehr Einfluss im Irak gewinnt. Um das goldene Heiligtum des Imams Ali herum liegen die religiösen Seminare. Und in einer nicht leicht zu durchschauenden, aber funktionalen Ordnung gruppieren sich einige Hundert Geistliche um die vier höchsten Ayatollahs: Ohne den Segen der Hawzah, wie sich das System der Gelehrtenschulen nennt, macht in Nadschaf kein Ausländer Geschäfte. Es sei denn, so verrät ein deutscher Rechtsanwalt, der seit Jahren Firmen im Irak berät, "die Investoren bringen genug Geld und Kontakte mit, um genug hohe Regierungsbeamte schmieren zu können".

Die Geistlichen der Hawzah kann man nicht bestechen, aber man sollte ihnen Ehre erweisen, denn sie verfügen selbst über beträchtliches Kapital für Bauaufträge. Sie finanzieren damit in Nadschaf und Umgebung Schulen, Krankenhäuser und die kostspieligen Ausbauten der Pilgerstätten.

Aber woher, fragen sich ausländische Besucher oft, nehmen die Männer Gottes die Millionen?

Die Antwort findet man in der schiitischen Religionsgeschichte. Muslimische Gläubige sind den Rechtsquellen der Scharia zufolge verpflichtet, 20 Prozent ihres Gewinns für Arme und Bedürftige zu spenden - ein beträchtlicher Anteil, verglichen mit dem traditionellen Kirchenzehnt der Christen. Aber unter den verschiedenen islamischen Rechtsschulen wurde man sich nie einig über die Höhe der Sozialabgaben. So vertreten unternehmerfreundliche sunnitische Gelehrte die Meinung, die 20 Prozent seien nicht vom Profit abzuziehen, sondern lediglich von der Kriegsbeute. Das sind jene Reichtümer, die im Kampf für die Ausbreitung des Islams den Eroberern in die Hände fielen.

Auf derlei wirtschaftsliberale Spitzfindigkeiten lässt sich die schiitische Geistlichkeit nicht ein: Sie hat für den Fünft - auf Arabisch: Khums - jedes erwirtschafteten Gewinns einen Verteilungsschlüssel angelegt, und zwar auf Grundlage eines Koranverses, der "Gott, seinen Gesandten, dessen Verwandte sowie Arme, Waisen und Pilgernde" als Zuwendungsempfänger ausweist.

Der Prophet Mohammed hat keine Kontoverbindung. Seine Nachkommen schon

Vom Netto-Monatseinkommen eines Managers in Höhe von 100000 Euro würden also - auf freiwilliger Basis - 20000 abgeführt; davon drei Sechstel, also 10000 Euro, an Gott, den Propheten und dessen Familie. Bekanntlich haben weder Allah noch Mohammed eine Bankverbindung. Doch vor allem in der arabischen Welt und im Iran leben zahlreiche sogenannte Sadah, die ihre Herkunft auf die Familie des Propheten zurückführen und daher zum Teil von Gläubigen alimentiert werden. Sofern es sich dabei um schiitische Geistliche handelt, sind sie am schwarzen Turban zu erkennen.

Es gibt aber noch einen Haupterben Mohammeds, einen Nachfahren in direkter Linie, der in einer politisch sehr unruhigen Zeit, im Jahr 941, in den Untergrund ging, um der Verfolgung zu entgehen. Nach schiitischer Weltanschauung hat sich dieser Imam Mahdi nicht etwa ins Privatleben zurückgezogen, um unerkannt zu sterben: Er wurde vielmehr "entrückt"; er lebt also und wirkt noch heute. Er hält sich für seine Rückkehr als Erlöser der Welt bereit. Zumindest was das Spendenwesen anbelangt, bleibt er bis auf Weiteres eine juristische Person. Doch wie übermittelt man nun diesem Imam den schiitischen Solidaritätszuschlag?

Europäische Buchhalter würden sich angesichts solcher Bilanzierungsfragen gewiss die Haare raufen, Finanzbeamte die Belege umgehend reklamieren. An einen kürzlich Verstorbenen Geld zu überweisen, ist technisch vielleicht möglich, an einen "Entrückten" eher nicht.

Wie bei fast jedem heiklen Finanzgeschäft kommen deshalb Treuhänder ins Spiel - und genau dieses System pflegt die schiitische Geistlichkeit seit Jahrhunderten. Wer glaubt, die jesuitischen Schatzmeister des Vatikans seien geschäftstüchtige Gottesmänner, der kennt die Hawzah nicht: Deren Ayatollahs verwalten nämlich nicht nur die Vermögensanteile des verschwundenen Imams, sondern auch einen Großteil der Almosenspenden an Arme, Waisen und Pilger.

Wenn ein Mann wie Ayatollah Baschir al-Nadschafi Gäste empfängt, wird deutlich, warum ein solches System auf Vertrauensbasis funktioniert: Hohe Geistliche wie er achten peinlich genau darauf, das Bild materiell anspruchsloser, puritanisch lebender Gelehrter zu vermitteln. Ihr eigentliches Kapital ist der Verlass der Gläubigen darauf, dass die Männer Gottes nicht in weltlichen Genüssen schwelgen. Im Vergleich zu den Empfangsräumen der Hawzah, so scheint es, sind die Lebensumstände deutscher Kaplane und Pastoren wohl luxuriös zu nennen.

Der über 70-jährige al-Nadschafi hockt auf dem Fußboden, an eine nackte, schlecht verputzte Wand gelehnt. Sein Akzent im Arabischen verrät, warum der Spitzname des Ayatollahs al-Pakistani lautet - ein Mann mit Migrationshintergrund also, der der schiitischen Minderheit auf dem indischen Subkontinent entstammt. Scheich Baschir besitzt Rechtsautorität und dirigiert eines der vier großen Geistlichenseminare im Irak. Als solcher muss er Allrounder sein und sich in vielen Sachgebieten auskennen: etwa der Beschaffenheit Gottes und der Engel, der Gebetspraxis auf Reisen, Ehehygiene, Leitzinspolitik und Pilgerlogistik.

Eine der anspruchsvollsten Aufgaben in der Nekropole: Pilgerlogistik

Die letztere Disziplin ist in den vergangenen Jahren mehr und mehr gefragt: Seit 2003 wächst die Zahl der schiitischen Pilger stetig. 18 Millionen Gläubige - Regierungsstellen nennen diese Zahl eine konservative Schätzung - kamen im Januar 2012 zum Pilgerfest Arbain nach Nadschaf und Kerbela. So viele Menschen bringen die Wallfahrtsorte Mekka, Medina, Lourdes und Santiago de Compostela nicht einmal gemeinsam Bewegung. Nur das hinduistische Heiligtum im indischen Allahabad am Ganges kann Nadschaf und Kerbela noch das Wasser reichen.

Viele in Nadschaf halten es für einen glücklichen Umstand, dass sich Ayatollah Baschir al-Nadschafi al-Pakistani mit indischen Verhältnissen auskennt. Unter den hohen Geistlichen hat er als einziger das Chaos der Bahnhöfe von Megastädten wie Delhi und Karatschi am eigenen Leib erlebt. "Für die Pilgerströme, die jedes Jahr nach Nadschaf kommen, mussten wir ein System entwickeln, das ihre Lebensqualität verbessert", sagt der Scheich.

Viele Gläubige, die in sehnsüchtiger Heilserwartung über die hundert Kilometer lange Straße von Nadschaf zum Heiligtum von Kerbela marschieren, verlieren nämlich ihre Angehörigen und Freunde im Gedränge aus den Augen. Also ließ Baschir, der Praktiker unter den Gelehrten, im vergangenen Jahr entlang der Strecke Pfosten einrammen und sie neben Laternen und Telefonmasten mit fortlaufenden Nummern markieren. Heute können sich die Wallfahrer telefonisch mit ihren Verwandten "bei Sonnenaufgang am Pfosten Nummer 682" zum Picknick verabreden - und wissen stets, wie weit der Weg noch ist. -

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Daniel Gerlach ist Herausgeber von "Zenith - Zeitschrift für den Orient" und Kooperationspartner von brand eins. Das Magazin berichtet schwerpunktmäßig über den Nahen Osten und die islamische Welt (www.zenithonline.de).