Partner von
Partner von

leserbriefe@brandeins.de

brandeins 09/2012 Schwerpunkt Interessen
Michael Poschmann, Berlin


Liebe Lehrer, Ausbilder und Chefs, bitte den Artikel "Die Hintermänner" (sind echt keine Frauen dabei?) fotokopieren und an alle verteilen. Die Grafik des stürzenden Adlers als Button drucken und ans Revers heften. Ick bin bejeistert!

brandeins 09/2012 Ideologie der Reinheit
Anna Schnekker, per E-Mail

Sie stellen die Frage, wer das Ruder herumreißen könnte, wenn es um den Pessimismus im Journalismus geht? Die Antwort ist: Sie! Wie könnte das Mantra dabei lauten? "Zu Ende gedacht." In Zeiten des völlig ausartenden Überangebots an Informationen und Themen, mangelt es den meisten Menschen, Unternehmen und Massenmedien doch gehörig an der Fähigkeit, einen Gedanken zu Ende zu führen. Gefährliches oder zumindest höchst ineffizientes Halbwissen durchdringt sämtliche Branchen und Märkte und blockiert kreative Energien dermaßen, dass für echte Schaffensprozesse kaum noch freie Kapazitäten bleiben. Die logische Folge ist Stillstand und Dienst nach Vorschrift. Kaum jemand hat noch Zeit, sich mit neuen Lösungen und Ideen auseinanderzusetzen, um das in Deutschland so beliebte Credo "Weil wir das immer schon so gemacht haben" zu durchbrechen, weil er sich mit Themen beschäftigt, die null Relevanz für sein Leben oder seine Karriere haben.

brandeins 09/2012 Die Stempel-Industrie
Simone Seidel, Hochheim/Main

In dem oben genannten Beitrag bringen Sie unser Unternehmen Tetra Pak in Zusammenhang mit der FSC-Kontrollnummer 081801. Wir möchten darauf hinweisen, dass es sich um keine Kontrollnummer unseres Unternehmens handelt.

(Anm. der Redaktion: Wir entschuldigen uns für den Fehler - tatsächlich stammt die Kontrollnummer von der Milchtüte aus dem Kühlschrank des Autors, die von Elopak stammt.) brandeins 08/2012 Schwerpunkt Nichtstun
Simon Thiel, München

Weil ich als Selbstständiger permanent an meiner Work-Life-Balance bastele (und leider noch immer viel zu viel in Fleiß-Kategorien und Stunden-Abrechnungen denke) und auch noch selbst dafür Verantwortung übernehmen muss, hatte ich mir diese Woche als Woche der Neuordnung auserkoren - allerdings ohne erkennbaren Fortschritt. Eben erst, vor der Lektüre dieser Ausgabe, musste ich einen kleinen Notfall behandeln und eine Dreiviertelstunde "arbeiten". (Ich setze das in Anführungszeichen, weil ich tatsächlich schon ziemlich wenig "arbeite" und als freier Texter recht viel von dem verwirkliche, was ich am liebsten tue: Schreiben). Also eigentlich: grandios gescheitert. In dem Heft habe ich aber zumindest jede Menge Beispiele dafür gefunden, dass es auch anders geht - und das inspiriert mich gerade ungemein. Und vielleicht, vielleicht, eines schönen Tages, gelingt mir, auch so etwas Großartiges zu schaffen wie die 4'33'' von John Cage.

brandeins 08/2012 Technik ist gut, Kontrolle ist besser
Renate Wieland, per E-Mail

Ich hörte in einer Dokumentation in einem etwas anderen Zusammenhang einen Piloten sagen: "Wenn ein Analphabet mir beim Zeitunglesen zuschaut, so kann er meine Tätigkeit, mein Tun, meine Arbeit nicht einschätzen. Für ihn starre ich reglos auf ein Stück Papier, und sonst geschieht nichts." Schöne Grüße von einer Lehrerin, die von sich sagt, wenn sie im Unterricht nichts mehr tun muss, findet Unterricht in schönster Weise statt!

brandeins 08/2012 Lass! Das! Kind! In! Ruhe!
Milena Findeis, per E-Mail

In den Achtzigerjahren las ich Alice Miller. Soweit ich mich erinnere, hatte sie in erster Linie die Mutter im Visier. Eine Unzahl von Büchern anderer Autor/innen folgte, die in erster Linie die Rolle der Mutter infrage stellen. Jetzt schlägt das Pendel in die andere Richtung aus - eine Art Überreaktion? Aus eigener Erfahrung - mein Sohn wird im Dezember 20 Jahre alt: Die eigene Herzenswärme schafft Atmosphäre, der Respekt vor dem Kind bildet den Raum, und sinnvolle Grenzen, die sich mit dem Alter dehnen, schaffen Geborgenheit.