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Tops und Flops

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Ebay ist der größte Online-Marktplatz der Welt. Millionen Menschen kaufen und verkaufen dort Waren: von der Zahnbürste bis zur Villa. In Deutschland sind rund 14,5 Millionen Kunden registriert, weltweit mehr als 85 Millionen. Etwa 1000 Verkäufer verdienen hier zu Lande mit Ebay-Auktionen ihren Lebensunterhalt. Mehr und mehr nutzen auch Firmen den Marktplatz. Bei jedem Deal kassiert Ebay, dessen Umsatz kontinuierlich wächst. In diesem Jahr soll sich der Umsatz im Vergleich zu 2002 auf 2,1 Milliarden Dollar fast verdoppeln.

Google macht im Gegensatz zu vielen Dotcoms seit Jahren Gewinn. Mit mehr als 200 Millionen Suchaufträgen am Tag gehört die Suchmaschine zu den meistbesuchten Websites und hat die Konkurrenz weit hinter sich gelassen. Mittlerweile greifen auch AOL und Yahoo auf die Google-Technik zurück. Insider schätzen den Erlös für 2003 auf 750 Millionen Dollar; der zum Großteil durch Werbung erzielte Gewinn soll bei rund 200 Millionen Dollar liegen. Mini ist einer der erfolgreichsten Auto-Relaunches. Von dem Kleinwagen verkauft BMW zurzeit etwa 15 000 Stück im Monat. In den ersten drei Quartalen stieg der Umsatz um 30 Prozent. Playmobil ist Kult: Es gibt Fanclubs, reine Playmobil-Auktionsseiten im Netz und ein eigenes Museum. Erfunden hat die Plastikmännchen Anfang der siebziger Jahre das Traditionsunternehmen Geobra Brandstätter in Franken. Im vergangenen Jahr stieg der weltweite Umsatz um 16 Prozent auf rund 300 Millionen Euro, in der heiß umkämpften deutschen Spielzeugbranche hat Playmobil einen Marktanteil von 7,3 Prozent. Red Bull hatte es schwer. 1987 in Österreich auf den Markt gebracht, verschmähten zunächst viele Bars und Supermärkte die taurinhaltige Limonade. Das Unternehmen reagierte mit einer aufwändigen Marketing-Kampagne: Unter anderem wurden Studenten angestellt, um Red-Bull-Partys zu veranstalten. Mittlerweile wird der Muntermacher in 70 Ländern vertrieben, in den USA hat Red Bull bei Energy-Drinks einen Marktanteil von 65 Prozent, obwohl man dort weitgehend auf klassische Werbung verzichtet. FLOP

Advanced Photo System (APS) hat Film- und Kamerahersteller viel Geld, Schweiß und Tränen gekostet. Die Neuheit sollte Hobby-Knipsern ganz neue Möglichkeiten eröffnen, wie etwa Panorama-Fotos. Die Kunden aber ließen sich nicht überzeugen, für APS-Filme und - Abzüge mehr auszugeben: Der Marktanteil ist verschwindend gering. Die Fotoindustrie investiert nicht mehr in das Format, die Kameras werden verramscht.

BMW C1 wurde als Smart in Scheiben verspottet und kam bei den Kunden nicht an. Vor drei Jahren brachte BMW das überdachte Motorrad auf den Markt, in diesem Jahr wurde die Produktion eingestellt. Rund 24 500 Exemplare sollen verkauft, 3 500 Stück noch auf Lager sein: ein Fall für Sammler skurrilen Designs. Geldkarten sollten die Deutschen vom Kleingeld befreien, aber die wollen das nicht. Obwohl viele EC-Karten einen Geldkarten-Chip haben, zahlt kaum jemand kleine Summen bargeldlos. Die HypoVereinsbank zum Beispiel hat sich von der Geldkarte bereits verabschiedet, Deutsche Bank und Commerzbank installieren sie nur noch auf Wunsch des Kunden. Mini-Disc ist das klassische Beispiel einer guten Idee, die in kurzer Zeit von einer besseren überholt wurde. Anfang der neunziger Jahre von Sony entwickelt, sollte das quadratische Speichermedium die Audio-CD ersetzen. Der Vorteil der Mini-Disc (MD): Sie ist robuster als die Compact Disc und mehrfach bespielbar. Doch bevor sich die MD samt Abspiel- und Aufnahmegeräten durchsetzen konnte, stahl ihr der MP3-Player, der kein externes Speichermedium mehr braucht, die Show. Heute ist der Anteil der MD an allen verkauften Tonträgern verschwindend gering. Online-Lebensmittelverkauf eine prima Sache - eigentlich. Allerdings unterschätzten viele Anbieter die Komplexität des Vertriebs frischer Ware und überschätzten die Bereitschaft, für diesen Service zu zahlen. Kein Online-Supermarkt schreibt schwarze Zahlen, mehrere wurden geschlossen oder stellen den Verkauf von Frischwaren ein. Lediglich 3,2 Prozent der online verkauften Produkte sind Lebensmittel und nur wenige Nischenanbieter erfolgreich.