Partner von
Partner von





Niemand soll mehr in die Ecke geredet werden – eine Tischtennisschreibe bringt Schwung in die Bürokommunikation.

Tischtennis ist ein guter Bürosport. Die Platte nimmt nicht allzu viel Platz weg, das Spiel ist einfach: Ein bisschen Ballgefühl und gutes Reaktionsvermögen reichen für ein Match zwischendurch. Technisch betrachtet, war Pingpong allerdings noch lange nicht ausgereizt, fanden der italienische Industrie-Designer Karl Emilio Pircher und sein Schweizer Partner Fidel Peugeot.

Die beiden haben das gute alte Spiel einem interessanten Relaunch unterzogen. Am auffälligsten ist die neue Form der Platte: Statt auf einem Rechteck wird auf einer kreisrunden Scheibe von zwei Metern Durchmesser gespielt. Das wirklich Neue am "Round Ping-Pong Table" aber ist das Netz. Es ist nicht fest montiert, sondern kreist über dem Tisch. Ein sanfter Anstoß reicht, um es in Schwung zu versetzen.

Elektronik ist dabei nicht im Spiel, die Bewegung des Netzes wird durch eine komplexe Mechanik, Kugellager und ein an der Unterseite des Tisches befestigtes Gewicht in Gang gebracht. Die Herausforderung für den Spieler besteht darin, den Ball über diese, sich drehende Barriere einem Partner auf der anderen Seite des Tisches zuzuspielen.

Bei ihrer Erfindung hatten Pircher und Peugeot nicht einfach Spaß im Sinn, sondern Höheres. "So wie Tischtennis funktioniert im Grunde genommen doch auch Kommunikation", sagte sich das Designer-Duo, als es über einen innovativen Bürotisch nachdachte. Das Hin und Her von Argumenten sei im Grunde nichts anderes als Pingpong auf einer abstrakten Ebene. So entwarfen die beiden einen Tisch für Konferenzräume, an dem zwölf Personen sitzen können. In Pausen oder nach Feierabend lässt er sich mit ein paar Handgriffen zum Spielgerät umfunktionieren. Der Tanz um die Scheibe mit Drehnetz soll die Kollegen idealerweise zum sportlichen Tête-à-tête animieren und eventuelle Fronten aufbrechen - er soll ein Gegenpol zur reinen Denkarbeit sein.

Produktions- und Vertriebspartner gibt es einstweilen noch nicht, auf Wunsch wird der Round Ping-Pong Table für 3000 Euro von Hand angefertigt. Auf der Londoner Messe 100% Design und bei einer Veranstaltung des französischen Designer-Kaufhauses Colette im Herbst kam der Kombi-Tisch gut an. Pircher und Peugeot gelten in Gestalter-Kreisen als Geheimtipp, ihren ersten großen, internationalen Erfolg landeten sie bisher mit dem " Walking-Chair", einem Sessel, der sich selbst fortbewegt.

Walking-Chair wird auch das gerade gegründete Label heißen, unter dem innovative Design-Ideen gesammelt, beworben und vermarktet werden sollen. Eine entsprechende Plattform im Internet gibt es bereits - die Website steht allen Designern mit interessanten Ideen offen. "Gute Design-Objekte sind in ihren Interpretationsmöglichkeiten immer vielschichtig", sagt Pircher. Eben wie der Round Ping-Pong Table. Der multifunktionale Besprechungstisch könnte tatsächlich Schwung in langweilige Bürotrakte bringen. Die Voraussetzung sind Chefs, die ein sportliches Verständnis von Kommunikation haben: Denn wer Ping sagt, muss mit Pong rechnen.

Kontakt: Walking-Chair, Ungargasse 27/2/31, 1030 Wien, Telefon: +43/699/18994472, eMail: contact@walking-chair.com, www.walking-chair.com