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Großzügige Grauflächen, in denen sich bemerkenswerte Gedanken und Ideen verstecken. Man muss sich allerdings die Mühe machen, sie zu finden. Trüffelsuche mit dem Stabilo Boss. Hoffentlich empfindet das die Fakten-Fakten-Generation nicht als unzeitgemäß. Die Unterzeile „Wirtschaftsmagazin“ trifft es daher nicht ganz. Sie klingt, als wolle das Magenta von brand eins konkurrieren mit etablierten Wirtschaftstiteln oder dem Zartrosa, das demnächst in Deutsch kommt. No way. Es sind nicht die Fakten, die die Faszination ausmachen. Es ist die Leidenschaft, die Motivation, die Lust am Wirtschaftsgeschehen, die Philosophie, die Ideen, die andere Sichtweise, die Schreibe, das Lesevergnügen. Economy-Zen, umgeben von einer Optik wie geharkte Kieskreise. „Die Kunst der Wirtschaft“ wäre vielleicht ein treffender Untertitel, im Sinne des japanischen „Do“, des Weges, der als Lebensweisheit verstanden wird. Schreiben kann man's natürlich nicht, sonst halten einen die Leute für völlig abgehoben.
Hartinur Ulrich, per E-Mail



Erst mal Hut ab für die organisatorische Leistung, die ihr in den letzten Monaten erbracht habt. Dass dabei eine doch beeindruckende Erstausgabe parallel entwickelt wurde, wirft Fragen zu eurem Schlafverhalten auf.
Christian Koch, CEO 2CK Software Ad, per E-Mail

Weil man als Leser Blättern wie der »Süddeutschen Zeitung« vertraut, die brand eins in den höchsten Tönen gelobt hat, habe ich Ihre Zeitschrift heute im Zug gelesen – meine erste Wirtschaftszeitung im Leben. Resultat: Mein Abo-Schein geht Ihnen in den nächsten Tagen per Post zu. Zwei Dinge haben mir vor allem gefallen: 1. Ihre Texte sind zum größten Teil wirklich gut geschrieben (meines Erachtens am besten: der Text von Wolf Lotter „Hoffen auf den Neujahrs-Crash")

2. Das Layout ist exzellent – Kompliment insbesondere für #_ und // sowie für den Einfall mit der Zeilennummerierung; beides wirkt nicht albern, weil der Rest so sachlich gestaltet ist. Schön wäre allerdings, wenn beide Einfälle konsequent in allen Texten durchgehalten worden wären.
Jens Kapitzky, per E-Mail

Ich habe »Econy« schon gern gelesen, aber die Nummer 1 von brand eins war unglaublicherweise noch besser; sehr gute Arbeit! Auch Mike Meiré hat es geschafft, seinen in »Econy« angedachten Stil zu vertiefen und weiterzuentwickeln, ohne zum Kopisten seiner selbst zu werden. Als Nicht-Wirtschaftsmagazin-Leser kann ich bei euch Themen finden, die näher an meiner Realität sind als die aktuellen Aktienkurse, und gleichzeitig noch viel dazulernen. Glückwunsch von einem Magazin-Junkie, der sie alle ausprobiert hat und nun endlich hängen geblieben ist.
Lucien Coy, per E-Mail

Nachdem Sie es schon einmal geschafft hatten, mich zum Stammleser eines wirklich neuen Wirtschaftsmagazins zu machen, will ich Ihnen hiermit nun den zweiten erfolgreichen Angriff auf meine Zeit bestätigen. Vor vielen Monaten haben Sie mit »Econy« eine neue Magazinkategorie erfunden – mit brand eins auch noch den Wettbewerb dazu bzw. die Messlatte noch höher gehängt. So leben Sie den Inhalt der Magazine im besten Sinne vor. Mehr Glaubwürdigkeit geht nicht.
Reinhard Patzschke, per E-Mail

Vor mir liegt brand eins und ich freue mich, dass es in Deutschland weiterhin ein Forum gibt, das Unternehmertätigkeit aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Hinter der Unternehmensbühne findet nämlich ein weiteres imposantes Schauspiel statt, das „Unternehmer-Sein“. Es ist gut, wenn diese Stücke durch brand eins auch breiterem Publikum gezeigt werden.
Toni C. Plonner, per E-Mail

Es ist bedauerlich, dass ausgerechnet ein Magazin wie brand eins sich mit seinem Artikel über den Transrapid in eine – überhaupt nicht neue – Tradition deutscher Großmannssucht einreiht, die ja inzwischen mit Botho Strauß, Peter Handke, Martin Walser und leider auch Peter Sloterdijk wieder Oberwasser gewinnt. Schon in den zwanziger und dreißiger Jahren meinten nicht wenige Leute – wie von Ihren Autoren Gürtler und Lotter gefordert – groß denken zu müssen. Das Ergebnis war in der Tat eine der größten Katastrophen der Menschheit. Einige von ihnen (Heidegger) hatten am Ende noch die Chuzpe zu behaupten, wer groß denke, könne auch groß scheitern. In der Tat ist das Wort „groß“immer entweder romantisiert oder nationalistisch instrumentalisiert worden. Es wäre daher vielleicht an der Zeit, der Größe eine neue, bessere Bedeutung zu geben. Diese kleine Bonner Republik, die partout nicht groß sein wollte, war verdammt noch mal das einzige politische Gemeinwesen auf deutschem Boden, in dem es sich zu leben lohnt. Sie war (und ist) groß in der politischen und persönlichen Freiheit, groß im Bitten um Verzeihung, groß im Erinnern an das Unfassbare. Es ist vielleicht auch eine Form des deutschen Biedermeier, dass man sich selbst dort klein redet, wo man tatsächlich groß und stolz sein könnte. Und wenn Leute, die von einer anderen Form von Größe schwadronieren, irgendwann einmal an die Macht kommen sollten, dann wäre ich unter den ersten, die in die USA (oder sonstwohin) auswandern.
Britta Petersen, per E-Mail

Nie zuvor hat jemand so trefflich und umfassend den Umgang der Deutschen mit Visionen beschrieben. Das Thema Transrapid in dieser Form zusammenzufassen und in das allgemeine Umfeld der Behandlung von Zukunftsthemen in diesem Land einzubinden – wer zuvor hatte dazu den Mut und die journalistische Kompetenz? 1979 habe ich als 14-jähriger Junge auf der Internationalen Verkehrsausstellung in Hamburg bewundernd vor der Teststrecke des Transrapid zwischen traditionellem Messegelände und Heiligengeistfeld gestanden; Weihnachten und Ostern fielen für mich zusammen, als ich eine der wenigen Fahrkarten bekam. Es stand fest: Das ist deine Zukunft. Eine superschnelle S-Bahn, leise, flexibel, beliebig als Stadtbahn in der City oder als Schnellzug zwischen Metropolen einsetzbar. Als Schülerzeitungsredakteur entstanden die ersten Gedanken. Später machte man Praktika bei Nahverkehrsuntemehmen, wählte trotz besserer Noten in anderen Fächern den Leistungskurs Physik; schließlich musste man ja bei den modernen Technologien mitreden können. Kursbestimmung anhand einer lebendigen Vision, an die ein Jugendlicher glaubte. 1989 fiel die Mauer, die »Wochenpost« wurde zur Pflichtlektüre und zum Erkennungszeichen derjenigen, die an eine ehrliche Vision der Deutschen Einheit glaubten. 1999 ist der Transrapid ein Kostenfaktor, die Deutsche Einheit eine Abwicklungssache für Finanzminister, die »Wochenpost« ein weiteres trauriges Beispiel für den Umgang mit gutem Journalismus und jede echte Vision ein Gefahrengut für die Politik. Für mich stellt sich die Frage: Wie will man heute eine Jugend – und somit die eigene Zukunft – begeistern, wenn jede neue Idee sofort von der allmächtigen „Was bringt das?-Das kostet zu viel!-Strom kommt aus der Steckdose“-Fraktion im Keim erstickt wird?
Thomas Erich, per E-Mail