Bechler

Wenn Unternehmen nach der passenden Rechtsform und zugleich nach einem Sparringspartner suchen, um über Macht und Eigentum zu diskutieren – dann sind sie bei der Kollaborationsberatung Bechler aus Berlin goldrichtig.





/ Das Ergebnis der Mitarbeiterbefragung war wie ein Schlag in die Magengrube: null Punkte beim Thema Mitbestimmung. Dabei war man bei inoio, einer Beratungsgesellschaft für Softwareentwicklung in Hamburg, bis zu jenem Tag vor drei Jahren mächtig stolz auf ein Wohlfühl-Arbeitsumfeld, „in dem alle zufrieden und gesund sind“ – so die Website. Wichtige Themen wurden in dem 15 Frauen und Männer starken Team gemeinsam beraten und entschieden. Und dann so ein Feedback! „Das war für uns irritierend“, erinnert sich Martin Grotzke, Geschäftsführer des Unternehmens, das sich den Grundsätzen der Gemeinwohlökonomie verpflichtet fühlt. „Wir hatten eigentlich gedacht, dass es bei uns ganz anders laufen sollte.“

Die Befragung hatte einen bis dahin verdeckten Konflikt zutage gefördert. Die – durchaus auch gelebte – Kultur der Beteiligung stand in einem unauflösbaren Widerspruch zu den realen Machtverhältnissen. Den Geschäftsführern gehörten alle Anteile an der GmbH und damit das gesamte Unternehmen; über die erwirtschafteten Gewinne konnten sie frei verfügen. „Rechtlich ist überhaupt nicht verankert, dass wir so arbeiten, wie wir es bisher gemacht haben und auch weiter machen wollen“, wurde der Softwareentwicklerin Esther Machata klar. Was würde eigentlich passieren, „wenn Martin plötzlich keine Lust mehr hat“ und seine Anteile an einen Investor verkaufte? Einen, der sich um die gewachsene, an den Grundsätzen der Gemeinwohlökonomie orientierten Kultur nicht schert und die Firma stattdessen straff auf Profit trimmt?

Die Geschäftsführer hatten verstanden. Sie waren bereit, die Macht zu teilen und sogar die Chefposten turnusmäßig wählen zu lassen. Dafür benötigte inoio aber ein neues unternehmensrechtliches Korsett. Eine Genossenschaft vielleicht? Ein Unternehmen in Verantwortungseigentum? Gesucht wurde eine Kanzlei, die mehr zu bieten hat als den Standardsatz: „Bleiben Sie doch bei der GmbH, das ist am einfachsten.

Wo war der Anwalt, mit dem sie nicht nur über eine neue Rechtsform und deren Eintrag beim Amtsgericht sprechen konnten, sondern auch über Konsequenzen aus dem irritierenden Resultat der Mitarbeiterbefragung, über Verteilung von Eigentum, Macht und Verantwortung?


Küchenpsychologie da, wo sie hingehört: In der Beratungsfirma Konrad Bechler steht sie an der Wand.

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