Wie kommt das Handwerk ins Netz?

Warten mit Daten

Keine Zeit, keine Lust: Das deutsche Handwerk digitalisiert sich zu langsam. Die Handwerkskammern versuchen, mit Partnern aus Wissenschaft und IT zu helfen. Eine Erfolgsgeschichte aus Hamburg.




Philipp Rahn
iist Prokurist bei der Hamburger-Hochdruck-Hydraulik GmbH (3H), einem Spezialisten fürs Reparieren und Vermieten von Pressgeräten. Jährlich gehen 66 000 Pressbacken (rechts) durch die Hände der Mitarbeiter.

/ Zu viel Papier, zu viele Umstände, zu viele Schnittstellen, und das bei 30 000 Kunden in Deutschland – dass etwas passieren musste, war bei 3H allen klar. Das Unternehmen wartet, repariert und vermietet bundesweit die Presswerkzeuge, die jeder Klempner für seine Arbeit braucht, egal ob auf Kreuzfahrtschiffen, in Kleinbetrieben oder für das Facility-Management großer Wohnungskonzerne. Der heute 35-jährige Prokurist Philipp Rahn erinnert sich noch gut an damals. Er weiß, warum Mitte des vergangenen Jahrzehntes die Idee aufkam, Buchhaltung, Vertrieb und Management der Hamburger-Hochdruck-Hy-draulik GmbH zu digitalisieren: um sich besser auf das Geschäft konzentrieren zu können.

Die ersten Versuche, eine neue Ordnung in den – nicht eben geringen – bürokratischen Teil des Business zu bringen, liefen bei 3H noch unter der Marke Do-it-yourself. Da wurden die Rechner einheitlich auf Microsoft 365 umgestellt, erzählte Rahn, die Ordner in ihrem System neu strukturiert und die Ablage standardisiert. Die Dateinamen einer Kategorie seien mit einheitlichen Kürzeln versehen worden, KF für Kostenfreigabe zum Beispiel.

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