Neurowissenschaftlerin Maren Urner

Taschenrechner, Navigationsgerät, künstliche Intelligenz – wir lagern immer mehr Fähigkeiten unseres Gehirns aus. Kann das gut gehen? Ein Gespräch mit der Neurowissenschaftlerin Maren Urner.





Maren Urner
studierte Kognitions- und Neurowissenschaften in Deutschland, Kanada und den Niederlanden, wurde in London promoviert. Seit 2019 ist sie Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Sie ist Mitgründerin von „Perspective Daily“, einem werbefreien Online-Magazin für konstruktiven Journalismus, und Autorin mehrerer Bücher.

Frau Urner, auf Ihrem Twitter-Profil stellen Sie sich als Neurowissenschaftlerin, Professorin, Autorin, Gründerin und Läuferin vor. Was hat Sport in dieser Aufzählung verloren?

Er ist wichtiger Bestandteil meines Daseins und sorgt dafür, dass ich die anderen Elemente der Aufzählung sein kann. Anders gesagt: Er macht mich glücklich. Und ich bin überzeugt, dass er für das menschliche Gehirn überlebenswichtig ist. Ich versuche jeden Tag, Zeit für Bewegung zu finden. Manchmal hilft mir der Lauf oder die Radrunde nach einem vollen Tag, meine Gedanken zu ordnen, andere Male genieße ich, dabei in mich reinzuhören, um zu schauen, was mich gerade beschäftigt. Ich komme immer verändert zurück, mal positiv erschöpft, mal voll neuer Energie und Gedanken, die ich dann direkt aufschreiben muss.

Denselben Effekt könnten ein paar ruhige Stunden auf dem Sofa auch haben.

Jein. Denn bei Bewegung geht es nicht nur um Entspannung. Es gibt inzwischen eine fünfstellige Zahl an Studien, die allesamt den positiven Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Kognition belegen. Wenn wir aktiv sind, entstehen im Gehirn neue Verbindungen. In der Forschung sprechen wir von einer verbesserten neuronalen Plastizität. Damit meinen wir die Fähigkeit unseres Gehirns, sich zu wandeln. Sie ist wesentlich, wenn wir uns neues Wissen und neue Verhaltensweisen aneignen wollen.

Eine schlechte Nachricht in einer Zeit, in der wir uns immer weniger bewegen und schon Kinder immer mehr Zeit vor den Bildschirmen verbringen. Machen Handys und digitales Dauersurfen also wirklich dumm, wie so viele fürchten?

Ich bin gegen die Verteufelung des Digitalen. Als der Buchdruck erfunden wurde, fürchteten sich die Menschen. Als die ersten Autos auf den Straßen fuhren, ebenso. Jetzt werden Ängste vor künstlichen Intelligenzen geschürt. Bei jeder Technologie und jeder Veränderung braucht es Zeit, bis sich die Menschen an die neuen Gegebenheiten und den Umgang damit gewöhnt haben.

Fakt bleibt: Die Digitalisierung macht unser Leben zunächst einmal einfacher und reicher. Es gibt heute Spracherkennungssoftware, die schneller als Mediziner und Therapeuten erkennt, ob Kinder sehr wahrscheinlich eine Angststörung oder Depression entwickeln. Andere Algorithmen erkennen auf Tomografiebildern Lungenkrebs besser als erfahrene Radiologen. Das ist doch – abgesehen von der in diesen Zusammenhängen noch nicht zu Ende geführten Datenschutz-Diskussion – der Wahnsinn. Wir leben in einer Welt, die mehr Möglichkeiten und Chancen bietet als je zuvor, und was tun wir? Wir verharren trotzig im Dauerkrisen-Modus.

„Raus aus der ewigen Dauerkrise“, Droemer HC, 2021, 288 Seiten, 16,99 Euro.

Kollegen von Ihnen haben nachgewiesen, dass wir uns seit Erfindung des Smartphones weniger merken und immer schlechter konzentrieren können.

Ich kenne die Daten. Bat man Menschen früher, sich einen bestimmten Begriff zu merken, ohne ihnen vorher zu sagen, worauf es ankommt, konnten die meisten sich das Wort 15 Sekunden einprägen – heute sind es nur noch 11. Natürlich ist das statistisch ein relevanter Wert, den ich auch ernst nehme. Ich warne aber davor, aus solchen Untersuchungen zu schnelle Schlüsse zu ziehen.

Eine Studie des University College London hat belegt, dass die dortigen Taxifahrer vor der Erfindung der Navigationsgeräte mehr graue Substanz im Hippocampus hatten als Menschen, die zuvor nicht wie sie eine fünfstellige Zahl an Straßennamen und Sehenswürdigkeiten pauken mussten. Worüber weniger berichtet wurde, war eine weitere Erkenntnis der Studie: Die Fahrer hatten zwar mehr graue Zellen als die Menschen in der Kontrollgruppe, waren aber wesentlich schlechter darin, nach 30 Minuten komplexe visuelle Figuren aus dem Kopf wiederzugeben als die Vergleichspersonen.

Sie ahnen, worauf ich hinauswill: Ja, digitale Helfer verändern unser Gehirn. Aber daraus gleich zu folgern, wir würden verdummen, ist zu kurz gegriffen. Denn Veränderung gehört zum Wesen unseres Gehirns. Es verändert sich ständig. Aber gerade das ist auch eine riesige Chance – denn wir können diese Veränderung aktiv beeinflussen.

Die überragende Fähigkeit unseres Gehirns, sich zu wandeln, zeigt sich übrigens auch bei Menschen, die von Geburt an oder seit früher Kindheit blind oder stark sehbehindert sind. Ihr visueller Cortex, der bei sehenden Menschen für die Verarbeitung optischer Eindrücke verantwortlich ist, stirbt nicht etwa ab, sondern übernimmt andere Aufgaben. Er beteiligt sich beispielsweise an der Verarbeitung akustischer oder haptischer Reize. Die Folge: Viele Blinde können Töne besser lokalisieren und differenzieren oder haben einen besseren Tastsinn als Sehende.

Und doch haben immer mehr Menschen das Gefühl, mit Digitalisierung und Datenflut nicht mehr mithalten zu können.

Auch mit solchen Korrelationen bin ich vorsichtig. Können wir dieses Gefühl der Überforderung tatsächlich eindeutig dem technologischen Fortschritt zuschreiben? Kann die Zunahme an Depressionen und Unzufriedenheit nicht vielleicht auch an gesellschaftlichen, klimatischen oder wirtschaftlichen Umbrüchen liegen – und an einer erhöhten Bereitschaft, über Mentales und Emotionen zu sprechen? Oder am Bewegungsmangel? Vermutlich ist auch in diesem Fall die Interaktion aus vielen Faktoren ursächlich.

Ich würde mir wünschen, dass wir die Chancen der Digitalisierung besser für uns zu nutzen lernen. Fakt ist: Wenn Informationen rund um die Uhr verfügbar sind und unser Smartphone ständig auf sich aufmerksam macht, verlieren wir das Gefühl auch mal wirklich „fertig“ mit etwas zu sein. Gerade Letzteres ist aber ganz wichtig, um nicht im Dauerstress zu enden. Wir können nun wie Sisyphos jeden Tag aufs Neue versuchen, die Aufgabe zu bewältigen, über unser Schicksal jammern und an all dem letztlich zugrunde gehen. Oder wir besinnen uns darauf, dass wir es selbst in den Händen – oder besser Hirnen – haben, das zu ändern.

Genau hier kommt wieder die Hirnforschung ins Spiel, denn wer die Funktionsweise seines Geistes kennt und annimmt, kann sie für sich nutzen und ist am Ende des Tages der glücklichere Mensch. Selbstbestimmung und -wirksamkeit lässt unser Belohnungssystem aktiv werden.

Wie genau?

An der TU in Dresden hat man in einer Studie einmal 24 Studenten gebeten, jonglieren zu üben. Schon wenn es den Probanden gelungen war, drei Bälle mehr als 60 Sekunden in der Luft zu halten, hatte sich ihr temporaler Kortex, also ihre Hirnrinde, verändert. Die Veränderung konnte man bereits nach einer Minute und sogar noch drei Monate nach dem Versuch per Scan nachweisen.

Unser Gehirn ist aber nicht nur beinflussbar, es ist auch ziemlich chaotisch. In unserem Kopf gibt es konkurrierende Lager und immer mal wieder Stimmen, die besonders laut krähen – basierend auf den Informationen, die wir wahrnehmen, und unseren Bewertungen. Wir sollten uns hüten, jede einzelne sofort ernst zu nehmen. Das ist ein bisschen wie mit der Impulskontrolle: Es ist fast immer besser, sich von einer Emotion oder einem Gedanken nicht sofort mitreißen zu lassen, sondern sie stattdessen in Ruhe sacken zu lassen und von verschiedenen Blickwinkeln aus zu betrachten.

Anders ausgedrückt: Wir sollten uns selbst mit mehr Skepsis begegnen?

Vor allem mit Umsicht und Demut. In meinem neuen Buch zitiere ich William James, den Mitbegründer der modernen Psychologie, der im 19. Jahrhundert in Harvard lehrte. Er sagte: „Die größte Revolution unserer Generation ist die Entdeckung, dass menschliche Wesen die äußeren Aspekte ihres Lebens verändern können, indem sie die inneren Einstellungen ihres Geistes verändern.“

Dieser Satz ist für mich nach wie vor eine Schlüsselerkenntnis, und ich versuche, Menschen dazu zu ermutigen, sich mehr mit ihrem eigenen Gehirn zu beschäftigen – sich einerseits in Nachsicht mit ihm zu üben und andererseits sich auch ein wenig von einigen der Automatismen zu emanzipieren, die es mit sich bringt.

Sie dürfen nicht vergessen, dass unser Gehirn mehr als 300 000 Jahre existiert. Im Prinzip werden wir im 21. Jahrhundert also von einem Ding gesteuert, das schon ziemlich in die Jahre gekommen ist.

Statt uns auf die kognitiven Schnellschüsse und Fehlbarkeiten zu konzentrieren, sollten wir uns lieber auf die großartigen Fähigkeiten unseres Denk- und Fühlorgans konzentrieren. Wir sind auf den Mond geflogen, haben so großartige Dinge wie das Internet erfunden und sind in der Lage, innerhalb weniger Monate neuartige Impfstoffe in Anwendung zu bringen. Das alles zeigt doch, dass sich unser „Steinzeithirn“ auch in der heutigen Zeit erstaunlich gut schlägt – wenn wir es richtig benutzen und pflegen.

Wie lautet das Einmaleins der Gehirn-Hygiene?

Die Basics sind ganz einfach: eine ausgewogene, möglichst pflanzenbasierte Ernährung, Bewegung im Freien, gute soziale Beziehungen, regelmäßige Pausen sowie ausreichend Schlaf und Routinen, die genau all das erleichtern.

Klingt nicht gerade nach Inspiration und wildem Leben.

Es geht nicht darum, als Nonne oder Mönch asketisch im Kloster zu leben oder sich sklavisch 365 Tage im Jahr an strenge Vorgaben zu halten. Aber die Alternative – das Leben im permanenten Stress-Modus – macht uns direkt und indirekt auch krank.

Unser Gehirn hat immer ein übergeordnetes Ziel: Es will dafür sorgen, uns am Leben zu halten. Dafür registriert es die Reize, die auf uns einprasseln, und versucht ihnen zunächst mit schnellen Reaktionen und Problemlösungsstrategien zu begegnen. Wenn wir Hunger verspüren, erteilt es den Impuls zu essen. Wenn Gefahr droht, den Impuls davonzulaufen. So werden kurzfristig unsere Überlebenschancen erhöht.

Leider unterscheidet es dabei nicht: Ein volles E-Mail-Fach löst denselben Fluchtreflex aus wie ein Löwe in der Savanne. Noch dazu werden negative Informationen überbewertet. Für die Menschen in der Steinzeit war das rational: Wenn Gefahr im Verzug war, kam es auf Sekundenschnelle an. Die Automatismen haben unser Überleben gesichert, heute machen sie uns das Leben schwer, wenn der digitale Säbelzahntiger im Sekundentakt auf dem Smartphone anklopft, statt einmal pro Woche vor der Höhle aufzutauchen.

Was hilft es, diese Zusammenhänge zu kennen?

Wir können die Tatsache, dass unsere Hardware im Prinzip ziemlich veraltet ist, auch für uns nutzen. Unser Gehirn mag Negatives überbewerten, dafür liebt es Gewohnheiten. Bis zu 95 Prozent aller Handlungen, die wir an einem Tag ausüben, basieren auf Automatismen. Da kommt es auf ein paar mehr Angewohnheiten auch nicht mehr an.

Natürlich kann ich jeden Morgen überlegen, welchen von 15 geladenen Nachrichten-Podcasts ich hören will – dann ist mein Gehirn aber gleich zu Tagesbeginn mit der anstrengenden Abwägung der Angebote beschäftigt. Ich kann mir die Entscheidung allerdings auch ersparen. Ich selbst höre morgens beispielsweise grundsätzlich Deutsch- landfunk Kultur und stelle das nicht mehr infrage. Dadurch schone ich meine eigenen Ressourcen und kann sie für anderes nutzen.

Aber liegt in der Vielfalt nicht gerade der Reiz? Und erfordert Verzicht nicht auch viel Selbstdisziplin?

Es geht nicht um spaßbefreites Einschränken, sondern darum, sorgsam mit den eigenen Kapazitäten umzugehen und selbstbestimmt zu leben. Natürlich kann es Freude bereiten, sich in einer Entscheidungsphase zu verlieren, aber die meisten Menschen lassen sich von dem Überangebot in der digitalen Welt einfach überrollen. Das Gleiche gilt für den Einkauf im Supermarkt. Haben wir die Wahl zwischen 30 Marmeladensorten statt sechs, sind wir am Ende des Tages – egal wie wir wählen – unzufriedener, weil wir 29 Sorten verpasst haben statt nur fünf.

Bewegung im Freien ist laut Maren Urner zentral, um das Gehirn fit zu halten. Ebenso wichtig sind gute Ernährung, ausreichend Schlaf, Pausen, Routinen und gute soziale Beziehungen.

App-Anbieter machen es uns ja auch schwer. Sie beschäftigen ein Heer von Verhaltenspsychologen, Programmierern und Marketing-Experten, die rund um die Uhr daran arbeiten, uns mit Gamification, Belohnungssystemen und Endless-Scroll-Seiten in ihren Angeboten und Applikationen zu halten.

Und sie sind ziemlich erfolgreich damit, weil sie unsere Sehnsucht bedienen, gehört und gesehen werden und dazugehören zu wollen. Eine Push-Nachricht ist für unser Gehirn erst einmal Aufmerksamkeit und Anerkennung. Beides ist gut, denn wer beachtet wird, überlebt. Und alles, was sich gut anfühlt, will von unserem Gehirn nun mal reproduziert werden, am besten sogar in Serie.

Sie sind aber weder den Marketern noch den schnellen Reaktionsmustern Ihres Gehirns bedingungslos ausgeliefert. Sie selbst müssen Grenzen setzen und sich schützen. Manchmal habe ich das Gefühl, wir Menschen nutzen das Internet und die ständige Verführung durch clevere Werbebotschaften als Ausrede, nicht selbst denken zu wollen. Und obwohl sich so viele Menschen immer gestresster fühlen und immer unglücklicher werden, ändern sie sich nicht.

Vielleicht brauchen wir dabei einfach mehr Unterstützung?

Tatsächlich ist der gesellschaftliche Diskurs in anderen Branchen schon sehr viel weiter. Ein gutes Beispiel sind Angaben zu Zusatzstoffen und Nährwerten in Lebensmitteln. Sie helfen Verbrauchern, den gesundheitlichen Nutzen von Lebensmitteln einzuschätzen. Wenn es allein nach unserem Steinzeithirn ginge, würden wir alle vermutlich den ganzen Tag Chips knabbern und Schokoriegel verzehren – ein paar Kilo mehr könnten im nächsten kalten Winter überlebenswichtig sein. Warum gibt es das nicht für digitale Anwendungen? Und wieso müssen Konzerne ihre Algorithmen nicht offenlegen?

Wir sollten anfangen, aus dem technologischen Fortschritt Nutzen zu ziehen, und aufhören, uns ihm wie auf dem Rücken liegende Käfer hilflos ausgeliefert zu fühlen. Im Grunde geht es darum, erwachsen zu werden. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in einige Kernfragen mündet: Wo wollen wir hin? Was ist das Ziel? Was muss dafür wie und auf welcher Ebene geregelt werden? Und dann geht es um weitgreifende Veränderungen auf politischer, sozialer und wirtschaftlicher Ebene.

Plädieren Sie für mehr Regulierung?

Zumindest für eine intensivere Auseinandersetzung. Politisch wird immer lauter über das Fach Medienkompetenz diskutiert. Das ist erst einmal eine positive Entwicklung, aber die wichtigste Aufgabe von Bildung muss doch sein, den Schülerinnen und Schülern eine kritische Geisteshaltung beizubringen. Sie sollten lernen, sich selbst infrage zu stellen.

Wir Menschen sind keine objektiven Informationsverarbeiter. Im Gegenteil: Die meisten von uns wissen nicht, was sie wollen und – was das Ganze noch schlimmer macht – nicht einmal, dass sie das nicht wissen. Das ist das eigentliche Dilemma und hat etwas mit Aufklärung zu tun. Schließlich ist alles in unserem Kopf.

In dem Moment, in dem uns eine Information erreicht, ordnen wir sie ein, selbst im Schlaf ist das so. Und das ist unser Hebel: Wir können über unsere Einordnung der Dinge entscheiden, jeder von uns, immer. Ist das Glas halb voll oder halb leer? Beides ist richtig, und die Antwort auf diese Frage beeinflusst nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Gegenüber.

Wer wollen Sie sein – derjenige, der morgens aufsteht und sagt, es könnte heute regnen, oder der, der sagt, wie schön, jetzt gerade regnet es nicht? Die wenigsten von uns werden Eremiten, um der Reizüberflutung zu entfliehen. Allen anderen rate ich, sich intensiver mit ihrem Gehirn zu beschäftigen. Das Zauberwort heißt Selbstbestimmtheit.

 

 

Nicht jedem Menschen sind Fähigkeit und Bereitschaft dazu in die Wiege gelegt.

Manche sagen, die Fähigkeit, Dinge eher wohlmeinend zu beurteilen, hänge mit dem Charakter eines Menschen zusammen. Ich sehe das anders. Im Grunde ist es wie beim Sport: Alles ist eine Frage des Trainings und der Haltung. Niemand läuft aus dem Nichts heraus einen Marathon. Wir sind nicht unsere Gedanken, sondern wir haben Gedanken. Und wir können sie steuern.

Wir sollten unserem Geist wie einem schrulligen Freund begegnen: liebevoll, nachsichtig, aber auch konsequent. Trauen Sie nicht jedem Impuls, und schaffen Sie Strukturen, die Ihrem Denken guttun. Die Digitalisierung ist ein Ultra-Lauf. Besser wir nehmen das Training dafür ein wenig ernster. Im Grunde ist alles da: das neue Wissen, das uns so viele Chancen eröffnet, und die alten Weisheiten. Jetzt müssen wir nur noch beides zusammenbringen – jeder für sich und als Gesellschaft über bessere Strukturen, die es uns leichter machen. //

Aus der Ausgabe:

Die Pandemie hat für unsere Arbeitsstrukturen und -prozesse einen enormen Entwicklungsschub gebracht – und viele neue Fragen aufgeworfen: Welche Fähigkeiten brauchen wir in Zukunft? Was sind die Berufe von morgen? Wo kann man sie lernen? Und was muss eigentlich noch passieren, damit wir Cyberkriminalität endlich ernst nehmen und IT-Sicherheit zur Chefsache erklären?

 

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