Ein Haufen Tuwasgutes

Das Skoll World Forum in Oxford ist der jährliche Treffpunkt der neuen Generation der Social Entrepreneurs. Die jungen Unternehmer wollen die Welt verbessern. Und sie haben nichts dagegen, damit Geld zu verdienen. Ein Besuch vor Ort.




Priya Haji ist plötzlich ganz aufgeregt. „Oh Gott!“, ruft sie. „Da ist Sophi Tranchell von Divine. Sie ist meine Heldin, ein absoluter Rockstar!“ Rockstar?

Das ist eine merkwürdige Bezeichnung für die dunkel gelockte Dame, die sich gerade einen Weg bahnt durch das Menschengedränge im Foyer der Saïd Business School in Oxford. Mit Musik hat Tranchell jedenfalls nichts zu tun. Sie ist Geschäftsführerin eines Unternehmens namens Divine Chocolate Ltd., das höchst erfolgreich Schokolade verkauft – und gleichzeitig ein gutes Gewissen.

Die Verpackung der Schokoladentafeln von Divine ziert ein nervöses Muster aus traditionellen westafrikanischen Symbolen, das auch auf eine Louis-Vuitton-Handtasche passen würde. Rund neun Millionen Britische Pfund setzte das Unternehmen im Jahr 2006 um. Vor allem Anhänger des „Lifestyle of Health and Sustainability“ (Lohas) kaufen die edle Schokolade. Denn Divine setzt auf Fair Trade: 45 Prozent der Firmenanteile gehören den Kakaobauern in Ghana, die den Rohstoff für die Schokolade liefern, der Rest ist in der Hand verschiedener Fair-Trade-NGOs. Für seine Politik ist Divine vielfach ausgezeichnet. Divine ist ein Star auf dem Feld der Social Enterprises – Unternehmen, die geschäftlichen Erfolg und soziales Engagement miteinander verbinden.

Wie das funktioniert, soll Sophi Tranchell in Oxford erläutern, als Gast beim diesjährigen Skoll World Forum on Social Entrepreneurship. Zu der dreitägigen Veranstaltung sind Hunderte junger sozialer Unternehmer aus aller Welt zusammengekommen, um untereinander und mit Experten zu diskutieren, wie man Gutes tun kann und damit gutes Geld verdient. Mit Schmuck und Kunsthandwerk aus Entwicklungsländern, Kokosnüssen aus Kenia oder Kleidung für südafrikanische Minenarbeiter.

Veranstaltet wird das Forum von der Skoll Foundation, die 1999 von Jeffrey Skoll, dem ersten Präsidenten des Internet-Auktionshauses Ebay, ins Leben gerufen wurde. Eine 4,4-Millionen-Pfund-Spende der Foundation ermöglichte 2003 auch die Gründung des „Skoll Centre for Social Entrepreneurship“ an der Saïd Business School der Universität Oxford. Der Kongress ist für viele der Höhepunkt des Jahres, „das Davos für Social Entrepreneure“, schrieb die Zeitung The Observer.

Das sind junge Menschen in Kostümen und Anzügen, mit glatt rasierten Gesichtern, Hochsteckfrisuren und korrekten Haarschnitten. Sie haben einen Laptop unter den Arm geklemmt, während sie sich überschwänglich begrüßen und mit der freien Hand im Minutentakt frisch gedruckte Business-Karten austauschen. „In zwei bis drei Jahren wird dieses Geschäftsfeld einen ähnlichen Boom erleben wie damals die New Economy“, sagt jemand und klopft seinem Gegenüber heftig auf die Schulter, als hätten sie eben einen Millionen-Deal abgeschlossen.

Sol Guy ist Initiator von 4Real. In der Doku-Serie, deren Episoden im kanadischen Fernsehen und weltweit im National Geographic Channel laufen, zeigt Guy Menschen, die sich sozial engagieren. Stars wie Cameron Diaz, Joaquin Phoenix oder Eva Mendes unterstützen den 33-jährigen Kanadier.
Priya Haji ermöglicht mit ihrem Unternehmen World of Good Kunsthandwerkern aus aller Welt Zugang zum lukrativen US-Markt. Die Kalifornierin mit indischen Wurzeln vertreibt handgewebte Taschen aus Uganda oder Armbänder aus Thailand in mehr als 1000 Läden in den USA. Ihr Vorbild ist unter anderem Body Shop.

Die sozial angetriebenen Unternehmer reden und kleiden sich nicht nur wie alerte Risikokapital-Anleger. Sie denken auch wie sie. Profit ist für niemanden hier Teufelswerk. Ganz im Gegenteil: Es geht gerade darum, die Intelligenz wirtschaftlicher Systeme, Unternehmergeist und knallhartes Controlling zu nutzen – nur eben kreativ und in guter Mission. Diese junge Unternehmergeneration arbeitet 80 Stunden die Woche, um Jugendlichen in Bolivien Ausbildungsplätze zu schaffen oder gute Konditionen für Kunsthandwerkerinnen in Ghana auszuhandeln, um sie dann als Geschäftspartner zu beteiligen.

Das ist auch das Ziel von Priya Haji, der Forumsteilnehmerin, die von Sophi Tranchells Eintreffen so aus der Bahn geworfen wurde. Die Mittdreißigerin aus Kalifornien gründete das Unternehmen World of Good, sie arbeitet mit mehreren Tausend Kunsthandwerkern aus armen Regionen der Erde zusammen, um deren Produkte in mehr als 1000 amerikanischen Läden zu verkaufen – handgewebte Raffiabasttaschen aus Uganda oder Armbänder, hergestellt von Langzeitpatienten eines thailändischen Krankenhauses, getragen von Frauen in New York und San Francisco.

Non-Profit ist ein Modell von gestern. Der Vorsatz ,non‘ verhindert den Erfolg

„Pioniere wie Body Shop oder Aveda waren für mich große Vorbilder“, sagt Priya Haji während einer Plenumsdiskussion an diesem Morgen. Sie zeigt ihren Armreif und sagt: „In den USA werden jährlich für 55 Milliarden Dollar Geschenke gekauft, warum also in kleinen Maßstäben denken? Ich wollte diesen Riesenmarkt all den Tausenden von talentierten Frauen in Entwicklungsländern zugänglich machen und gleichzeitig dafür sorgen, dass sie für ihre Entwürfe auch angemessen bezahlt werden – wie für dieses Armband aus Kokosnuss.“

Haji, Tochter indischer Einwanderer, studierte in Stanford und half bereits als Teenager ihrem Vater, der eine Community-Klinik in Texas gegründet hatte. Nun, rund zwanzig Jahre später, steht sie auf zehn Zentimeter hohen Stilettos vor mehreren Hundert Zuhörern und bebt schier vor Energie. Wer die Welt retten will, muss großzügig denken. Denn Größenwahn bringt hier weit mehr als Gutmenschentum.

Als gegen ein Uhr mittags die erste Pause eingeläutet wird, sitzen die Teilnehmer aus Kanada oder Japan trotz Jetlag schon seit vier Stunden in Vorträgen und sammeln Input über die Zukunft des Mobilfunks in Afrika, Rückzahlungsformen bei Krediten oder Kooperationen mit globalen Unternehmen. Im Foyer wird es laut. Es scheint kaum eine mitteilungsbedürftigere Gesellschaftsgruppe zu geben als diese Art der Weltverbesserer, permanent angetrieben von der Idee, schnell und effektiv Lösungen für Probleme zu finden. Zeit ist Geld, auch hier.

„So eine Veranstaltung wäre noch vor zehn Jahren unmöglich gewesen“, sagt Sol Guy, einer der Teilnehmer im Foyer. „Niemand hätte sich getraut zu sagen: Es ist nicht verwerflich, soziale Probleme anzugehen und damit Geld zu verdienen.“ Guy, der mit seinem schräg sitzenden Hut und dem schmalem Schnurrbart aussieht wie ein smarter Gangsta-Rapper, berichtet mit seiner Dokumentationsserie 4Real über Menschen in aller Welt, die sich in ihrer Heimat sozial engagieren – von afrikanischen Musikern, die in ihren Liedern über die Gefahren von Aids singen, bis zu einem brasilianischen Hip-Hop-Künstler, der Straßenkinder unterstützt. Sol Guy hat es geschafft, dass Stars wie Cameron Diaz oder Joaquin Phoenix in den Filmen mitwirken und die Projekte vorstellen. Die halbstündigen Episoden sind höchst erfolgreich und laufen unter anderem auf MTV Kanada. Die Einnahmen aus Lizensierungen, Werbung, Sponsoring und DVD-Vertrieb fließen zur Hälfte an die vorgestellten Initiativen.

Der 33-jährige Kanadier, der anders als die meisten Teilnehmer des Forums keine Elite-Universität besucht hat, dachte nie daran, etwas anderes als ein richtiges Unternehmen zu gründen. Schon bei dem Wort „Non-Profit“ verzieht er das Gesicht, als solle er statt seines iPods in Zukunft einen leiernden Kassettenrekorder benutzen. „Non-Profit ist ein Modell von gestern“, erklärt Sol Guy. Gemeinnützige Organisationen, glaubt er, seien vor allem damit beschäftigt, um Finanzspritzen zu betteln – und vergeudeten damit ihre Energie: „Ist nicht schon der
Vorsatz ‚non‘ eine schlechte Ausgangsposition, um erfolgreich die Welt zu verändern? Gerade Wettbewerb und finanzieller Erfolg sind doch ein perfekter Antrieb, mit Enthusiasmus etwas Neues zu wagen.“

Sophi Tranchell ist für Social Entrepreneurs aus aller Welt
ein Idol. Die Chefin von Divine Chocolate verkauft äußerst erfolgreich Fair-Trade-Schokolade. Knapp die Hälfte der Anteile an der englischen Firma gehören ghanaischen Kakaobauern.
Das gibt den Konsumenten ein gutes Gewissen.
Al Gore ist spätestens seit seiner Dokumentation „Eine unbequeme Wahrheit“ und der „Live Earth“- Konzertreihe die weltweite Ikone in Sachen Klima- und Umweltschutz. Für sein Engagement bekam der ehemalige Präsidentschaftskandidat der USA den Friedensnobelpreis und den Oscar. Auch in Oxford wurde Gore gefeiert wie ein Popstar.
Todd Lester leitet gemeinsam mit Stefan Barbic das Unternehmen Freedimensional. Die New Yorker helfen sozial benachteiligten
und politisch verfolgten Künstlern sowie solchen, die sich sozial engagieren wollen. Das beginnt mit der Bereitstellung von Wohnraum und geht bis hin zur Organisation von Konzerten und Ausstellungen.

Das stimmt zweifellos. Aber natürlich gibt es auch andere Motoren und Erfolgsgeschichten, wie das Projekt Kiva aus San Francisco belegt, das mit Stiftungspreisen und Lob nur so überhäuft wird. Über die Website des 2005 gegründeten gemeinnützigen Unternehmens können Privatleute Mikrokredite für ganz konkrete Anliegen vergeben. Beispielsweise an eine Bäuerin in Bolivien für den Kauf einer Kuh oder an einen Malayen für die Gründung eines Getränkeladens. Ein geniales Modell, über das Millionen von Dollar verteilt werden – für deren Transfer die Mikrokreditanstalten vor Ort, die das Geld letztlich auszahlen, Gebühren verlangen.

Für diese Idee erhalten die Erfinder von Kiva dieses Jahr den Skoll Award, der mit einer Million Dollar dotiert ist. „Damit kann man arbeiten. Und die Jungs haben es sich verdient“, findet sogar Sol Guy und beißt in eine Fair-Trade-Banane. Auf den Tischen im Foyer sind inzwischen Hunderte Bio-Lunch-Pakete aufgereiht. Neben politisch korrekten Sandwiches und Fair-Trade-Früchten sind auch Tafeln von Divine-Schokolade dabei.

Viele der Social Entrepreneurs hocken mit ihrem Imbiss auf dem Kies im Innenhof der Business School. Sie nutzen den kabellosen Internet-Empfang, um den Kollegen daheim in San Francisco, Berlin oder Oslo von potenziellen neuen Geschäftspartnern zu berichten. Oder um nachzufragen, ob die Weberinnen aus Bolivien den Auftrag von der New Yorker Designfirma erhalten haben. Der Rest entspannt sich in der Social Network Lounge, ein lässiger Name, hinter dem sich ein unspektakuläres Bierzelt mit bequemen Sofas verbirgt.

Auf einem davon sitzt Susanna Krüger und erzählt von ihrem Alltag in Ramallah. Die Deutsche arbeitet im Westjordanland derzeit bei einer NGO und hilft jungen Social Entrepreneurs in die Startlöcher. „Diese Unternehmenskultur, die nicht eindimensional auf Profitmaximierung setzt, sondern auf soziale, ökologische und ethische Werte, ist in den USA und Großbritannien schon ziemlich präsent. Aber auch in Deutschland verbreitet sich die Idee immer mehr“, sagt die 34-Jährige und zupft ihren legeren Hosenanzug zurecht. In ihrer Freizeit trägt die große blonde Frau lieber Jeans, vielleicht hat sie auch einen dieser Kapuzenpullover mit dem Harvard-Schriftzug im Schrank, dort hat Susanna Krüger nämlich studiert.

Vorn im Foyer, auf einem der vielen mandelfarbenen Barcelona-Sessel, hat sich Troy Holmberg mit seinem Laptop ausgestreckt, ein braun gebrannter Amerikaner im Nadelstreifenanzug, der seinen Blackberry den ganzen Tag nicht aus der Hand gelegt hat. Das regt hier niemanden auf, schließlich tippt er seine zahllosen E-Mails in guter Mission. „Wir haben ein Unternehmen, und die Geschäfte laufen natürlich weiter, egal, wo ich gerade bin“, sagt Holmberg und lächelt charmant. Seine Firma Coast Coconut Farms Ltd. schafft in den ländlichen Gegenden Kenias langfristige Jobs, indem sie aus vor Ort gesammelten Kokosnüssen Öl presst, das lokal verkauft und exportiert wird. Auch mit dem Rest der Frucht wissen sie in Kenia etwas anzufangen: „Wir verwenden die Schale als Feuermaterial zum Trocknen des Nussfleisches und die Reste als Tierfutter, damit lösen wir zusätzlich ein Müllproblem.“

Investitionen in Entwicklungshilfe sind gut. Investitionen in Sozialunternehmer besser.

Als der 39-Jährige an der Cornell University in Ithaca International Entrepreneurship studierte, ahnte er nicht, dass es nur ein paar Jahre später kaum eine Business School mehr geben würde, die auf das Fach Social Entrepreneurship verzichtet. Auch wenn ihm bis heute nicht ganz klar sein dürfte, was sich alles hinter dem Begriff verbirgt. Oder hinter Ausdrücken wie Hybrid Capital, Creative Capital, Non-Profit oder For-Profit, die so selbstverständlich durch die Flure in Oxford schwirren.

„Die Definitionen sind derzeit noch sehr im Fluss“, sagt Susanna Krüger. „Das ist aber auch gut so, denn das bringt die Leute dazu, gleich loszulegen, anstatt sich monatelang in Begriffsdiskussionen zu verlieren.“ Zumindest für den deutschen Sprachraum hat sich schon eine elegante Lösung gefunden: Die neuen kapitalistischen Wohltäter wurden einfach zu „Soziopreneuren“ zusammengekürzt.

Sie sitzen mittlerweile zu Hunderten im großen Saal der Business School und lauschen gebannt Maximilian Martin, dem Leiter der Philanthropy Services der Schweizer Bank UBS, und Antony Bugg-Levine, Mitgeschäftsführer der renommierten Rockefeller Stiftung. Auch einige reguläre Studenten der Saïd Business School gehören zum Publikum und tippen jedes Wort in ihre Laptops, unter ihnen Geetha Tharmaratnam. „Wir sehen Sozialfürsorge als einzigartiges Kapital. Wir lernen hier, soziale Werte und Profitinteressen von Anfang an zu verbinden“, sagt die Studentin im Flüsterton. „Allerdings nicht etwa, weil der heutige Wettbewerb verlangt, ein politisch korrektes Unternehmen zu führen. Sondern weil wir das wirklich wollen.“

Auf dem Podium spricht der Rockefeller-Vertreter gerade über die glückliche Situation, dass immer mehr Investoren ihr Geld in clevere soziale Unternehmen stecken wollen. Geetha Tharmaratnam nickt dazu. „Ja klar, denn bisher haben sie vor allem Geld an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet, wo es zu hundert Prozent von Entwicklungshilfeprojekten verbraucht wird. Nun geben sie ihr Geld zu günstigen Konditionen aufstrebenden Social Entrepreneuren und bekommen es irgendwann zurück, nachdem es deutlich kreativer eingesetzt wurde.“

Beispielsweise von jungen Erfolgsunternehmern wie Natalie Killassy. Die Südafrikanerin gründete 1996 Stitch Wise, um gegen das hohe Verletzungsrisiko der Minenarbeiter in der südafrikanischen Provinz Gauteng anzunähen. Killassy entwarf Schutzkleidung für die Beschäftigten und verbrachte 18 Monate in dunklen Stollen, um eine Art Kissensystem für die Stollendecken zu entwickeln. Inzwischen beschäftigt Stitch Wise rund 130 Mitarbeiter, die Hälfte von ihnen sind Menschen mit Verletzungen aus Arbeitsunfällen, und versorgt die Minenindustrie mit Tausenden ihrer textilen Entwicklungen.

„In solchen Dimensionen operieren wir noch nicht“, sagt Stefan Barbic aus New York, der als Geschäftsführer das Unternehmen Freedimensional leitet. Gemeinsam mit seinem Kollegen Todd Lester hilft Barbic Künstlern mit Migrationshintergrund, Projekte zu realisieren und sie auf internationalen Messen und in großen Galerien zu platzieren. „Wir wollen uns in Zukunft als Marke etablieren, als social brand, die den Künstlern professionelles, freies Arbeiten ermöglicht“, sagt Barbic. Dann entschuldigt er sich, er will herausbekommen, wie viel Dollar sich das Skoll World Forum die dreitägige Internationalität kosten lässt: Als Ausgleich für den hinterlassenen CO2-Fußabdruck aller Referenten soll eine ordentliche Summe an einen indischen Bioenergie-Trust gespendet werden.

Draußen beginnt es inzwischen zu dämmern. Später wird Al Gore eine Rede zum Klimawandel halten. Er wird sich bedanken für die enorme Energie an diesem Ort. Sein Applaus wird fünf Minuten lang bis ins Foyer schallen und den letzten Abend der Veranstaltung in Optimismus und Euphorie ausklingen lassen.

Noch ist es ein langer Weg, bis der soziale Grundmotor einer jeden Firma mindestens so wichtig ist wie Profit und Wachstum, das wissen die Teilnehmer natürlich auch. Daran, dass es so weit kommen wird, zweifeln sie allerdings nicht. Sol Guy, der Filmemacher, formuliert es noch im Gehen: „Die Leute haben gefräßige Großkonzerne extrem satt. Den dringenden Wunsch nach einem Wechsel und neuen Ideen hat es so in der Gesellschaft seit den 68ern nicht mehr gegeben. Die Zeit ist reif für neue Modelle. Und für deren Umsetzung gibt es uns.“