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Nokia

Was wurde aus Nokia?

Der brandeins-Autor Ulf Froitzheim beschrieb vor fast genau einem Jahr Nokias Versuch eines Neuanfangs (Ausgabe 11/2012). Neue Handy-Modelle und eine Partnerschaft mit Microsoft sollten das finnische Unternehmen wieder auf die Erfolgsspur bringen. Nun steht fest: Es war nur ein letztes Aufbäumen. Die Finnen schrieben weiter rote Zahlen und werden nun von Microsoft übernommen. 




Es war von Anfang an eine Schicksalsgemeinschaft: Microsoft wollte mit seinem damals neuen Betriebssystem Windows 8 den Markt für Mobiltelefone erobern und Apples iOS- und Googles Android-System Konkurrenz machen. 

Nokia brauchte Kapital und Ideen für ein neues Handy, welches gegen Apples iPhone und Samsungs Galaxie-Reihe bestehen konnte.

Die strategische Partnerschaft lag also auf der Hand – und Stephen Elop war von 2008 bis 2010 Präsident von Microsofts Geschäftskunden-Abteilung gewesen, bevor er als Vorstandsvorsitzender zu Nokia wechselte.

Für die Finnen schien es die letzte Chance. Es gab keinen Plan B. Doch das neue Handy-Modell Lumia mit dem Windows-Betriebssystem schlug nicht ein. Nokias Handy-Sparte schrieb weiterhin rote Zahlen.

Nun hat Microsoft angekündigt, die gesamte Handysparte von Nokia zum Preis von 5,44 Milliarden Euro zu kaufen. Die Übernahme soll Ende März abgeschlossen sein, wenn die Aktionäre und die Wettbewerbsbehörden zustimmen.

Stephen Elop ist als Nokia-Chef zurückgetreten, wird aber weiterhin die Handy-Sparte leiten und wahrscheinlich ebenfalls zu Microsoft wechseln. Er wird als Nachfolger von Microsoft-Chef Steve Ballmer gehandelt – und könnte am Ende der wahre Gewinner des Deals sein.

Lesen Sie den Artikel aus der Ausgabe 11/2012:

Falls Frechheit siegt, ist Nokia bald wieder oben: Erst fährt der finnische Handypionier in den Graben, jetzt will er allen zeigen, wo es langgeht.

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