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Was wurde aus Nick D’Aloisio und Summly?

Er ist gerade mal 17 Jahre alt und seit kurzem Millionär. Nick D’Aloisio ist der Erfinder der iPhone-App Summly, die der Internetkonzern Yahoo nun für 30 Millionen Dollar gekauft hat – und dann sofort vom Markt nahm. brand eins berichtete bereits in der Ausgabe 01/2013 über den jungen Existenzgründer.





Die Idee zu seiner iPhone-App Summly kam Nick D’Aloisio mit 15 Jahren beim Lernen für eine Prüfung im Geschichtsunterricht. Unzufrieden mit den langen Texten, die er über Google fand, entwickelte er eine App, die mithilfe eines Algorithmus Artikel automatisch kürzt und auf 400 Zeichen zusammenfasst, damit sie genau auf den Bildschirm eines iPhones passen, ohne dass der Sinn der Texte verloren geht.

Erst interessierten sich nur ein paar Fachzeitschriften für den raffinierten Algorithmus des Teenagers. Doch dann lockten die Berichte erste Kapitalfirmen an, wie den Private-Investment-Fonds des chinesischen Milliardärs Li Ka-shing, der rund 300.000 Dollar investierte – nachdem er mit den Eltern von D’Aloisio verhandelt hatte.

Kurze Zeit später kamen Prominente wie der Schauspieler Ashton Kutcher und die Künstlerin Yoko Ono dazu, die insgesamt rund eine Million Dollar investierten. Auch Rupert Murdochs News Corporation, eines der größten Medienunternehmen der Welt, wurde ein enger Unterstützer der App, die im November 2012 offiziell an den Start ging und in den ersten vier Wochen bereits 500 000 Downloads hatte.

Am Montag hat Yahoo die Übernahme von Summly für rund 30 Millionen Dollar verkündet, die sich der 17-Jährige freilich mit seinen Investoren teilen muss. Zu welchen Anteilen ist nicht bekannt. Gleich nach Bekanntgabe der Übernahme hat Yahoo die App aus dem iTunes-Store genommen. Nick D’Aloisio und sein Team sollen die Funktionen nun exklusiv in Yahoo-Apps integrieren.

Mit der Übernahme von Summly versucht Yahoo-Chefin Marissa Mayer den Mobile-Bereich des Unternehmens zu stärken. Hier sieht sie Nachholbedarf. „Für Verlage bietet die Summly-Technologie einen neuen Ansatz, um Interesse an Geschichten zu wecken und eine Generation von mobilen Benutzern zu erreichen, die Informationen für unterwegs wollen“, schreibt Adam Cahan, verantwortlich für den Bereich Mobile, im Yahoo-Blog. Kurz ausgedrückt: Auch Yahoo will externe Inhalte, zum Beispiel von Verlagen, in kleine Häppchen packen und damit Geld verdienen.

Lesen Sie den Artikel aus der Ausgabe 01/2013:

Schlimm genug, dass schon Kleinkinder mit all dem technischen Gerät besser umgehen können als ihre Eltern: Kaum sind sie im Teenie-Alter, gründen manche von ihnen schon eigene Unternehmen. Was dahintersteckt? Forscherdrang.

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