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SpaceX

Was wurde aus dem Weltraumeroberer Elon Musk?

In der brand eins-Ausgabe 06/2012 berichtete Christian Rauch über die Pläne von Elon Musk und seiner Firma SpaceX. Sie sollte als erstes reines Privatunternehmen Raumkapseln ins All schießen und die Versorgung der Raumstation ISS übernehmen. Ein Milliardengeschäft. Die ersten 1,6 Milliarden Dollar hat sich Musk gerade verdient ...




Der Mann ist mit dem Internet-Bezahldient Paypal groß geworden, verdiente beim Verkauf der Firma an Ebay 165 Millionen Dollar. Dann gründete er Tesla Motors und mischte den Markt für Elektroautos auf. Er betreibt SolarCity, einen Anbieter für Solartechnik und will nun mit SpaceX den Weltraum erobern. „Wir wollen aus der Menschheit eine multiplanetare Gesellschaft machen“, sagt Elon Musk, gerade mal 41 Jahre alt.

Seine Firma ist eines von vier privaten Unternehmen, die in naher Zukunft im Auftrag der Nasa Transportflüge zur Raumstation ISS übernehmen sollen. Die Nasa hatte ihr eigenes Space Shuttle letztmals im Juli 2011 in den Orbit geschossen. Seitdem mietet sie Astronautensitze zu astronomischen Preisen im russischen Raumschiff Sojus. Die Regierung von Barack Obama entschied, dass künftig private Unternehmen den Transport übernehmen sollen – billiger, schneller und effizienter.

Von den vier Firmen, die von der Nasa eine Anschubfinanzierung bekamen, hat Musk’s SpaceX bei der technischen Entwicklung die Nase vorn. Im Mai gelang der erste – noch unbemannte – Testflug der Raumkapsel „Dragon“ zur ISS. Neun Tage lang dockte die Kapsel an der Raumstation an und kehrte danach zur Erde zurück.

Alan Lindenmoyer, Manager der Nasa für das kommerzielle Transportentwicklungsprogramm, sprach von einem Erfolg. „Wir sind heute ihr Kunde geworden“, sagte Lindenmoyer damals zu Musk.

Und der Kunde zahlt gut. Insgesamt 1,6 Milliarden Dollar erhält SpaceX für die nächsten zwölf Flüge. Den ersten Start gab es bereits am 10. Oktober. 18 Tage lang wird die Dragon-Kapsel an der ISS hängen. Sie bringt Verpflegung für die Astronauten und technisches Gerät für Experimente. Am 28. Oktober kehrt die Kapsel mit mehr als einer Tonne Last wieder zurück zur Erde und soll vor der Küste Kaliforniens weich im Pazifik landen.

„Dies ist ein großer Moment in der kommerziellen Raumfahrt“, sagt Elon Musk. Eines Tages will er auch Astronauten transportieren. Nicht nur zur ISS, sondern auch zum Mond und zum Mars. Vielleicht klappt es ja tatsächlich mit seiner multiplanetaren Gesellschaft.