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Botswana

Was wurde aus dem Musterland?

Botswana gilt als die Schweiz Afrikas – doch in letzter Zeit trüben schlechte Nachrichten aus dem Vorzeigestaat das schöne Bild.





In der brand eins Ausgabe 01/2005 berichteten wir über Botswana. Das seit 39 Jahren von der „Botswana Democratic Party“ (BDP) regierte Land gilt dank seiner prosperierenden Wirtschaft, seiner modernen Anti-Aids-Politik und dem friedlichen Miteinander der Menschen als leuchtendes Beispiel auf dem katastrophengeplagten Kontinent.

Doch nun droht die Regierung ihren guten Ruf zu verlieren. Der Präsident Festus Mogae erklärte jüngst den australischen Politologen Kenneth Good, seit 15 Jahren Professor an der Universität in der Hauptstadt Gaborone, zur unerwünschten Person. In Kürze soll er das Land verlassen. Mit der Ausweisung versucht sich der Präsident seines bekanntesten Kritikers zu entledigen: Good hatte die Regierung immer wieder wegen Willkür und Selbstherrlichkeit angeprangert.

Für Unmut sorgt auch die Entscheidung, hunderte Buschmänner aus einem Gebiet in der Kalahari-Wüste zu vertreiben, in dem sie bereits seit Generationen leben. Ihre Versorgung mit Wasser sei nicht mehr zu gewährleisten, heißt es in der offiziellen Begründung der Regierung. Kritiker wie Good vermuten jedoch, dass dort Diamanten geschürft werden sollen. Diamanten sind die Haupteinnahmequelle Botswanas.

Lesen Sie den Artikel aus der Ausgabe 01/2005:

Ganz Afrika ist vom wirtschaftlichen Untergang bedroht. Doch ein Volk ist entschlossen, seine Chance zu nutzen und dem Trend zu trotzen: die Menschen in Botswana.

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