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Chemiekonzern DuPont

Was wurde aus dem Chemiekonzern DuPont?

In der Ausgabe 10/2010 beschrieb brand eins-Autor Steffan Heuer, wie der US-Chemiekonzern DuPont den Umbau zu einem Wissenschaftsunternehmen mit grünem Antlitz schaffen will. Unter der neuen Chefin Ellen Kullman sollen Solarzellen, Saatgut, Biotreibstoffe und Kunststoffe auf pflanzlicher Basis für neues Wachstum sorgen.



Ellen Kullman will weg von der erdölbasierten Chemie und hin zu neuen Werkstoffen und Prozessen, die in der Natur abgeschaut sind. So kaufte DuPont 2011 für rund sechs Milliarden Dollar die dänische Firma Danisco, ein Spezialist für Enzyme und Nahrungsmittelzusätze. Mit dem Wissen der Dänen gründete DuPont zwei neue Geschäftsbereiche: angewandte Biowissenschaften sowie Lebensmittel und Gesundheit. Beide setzen inzwischen zusammen rund vier Milliarden Dollar um - mehr als ein Zehntel des Konzerngeschäfts von knapp 38 Milliarden Dollar.

Auch bei der Solartechnik möchte DuPont mitmischen und kaufte die kalifornische Firma Innovalight. Deren Expertise beim Silizium-Tintenstrahldruck soll helfen, das Geschäft mit Solarzellen bis 2014 auf zwei Milliarden Dollar zu verdoppeln.

Im Kernbereich Building Innovations, zu dem verschiedene Bau- und Dämmstoffe wie Tyvek und Corian gehören, wurde das Müllaufkommen auf null reduziert. Vorher wanderten jährlich rund 37 000 Tonnen Restmüll auf Deponien. Jetzt werden alle Nebenprodukte, die bei der Herstellung anfallen (Produktreste, Bauschutt und sogar Kantinenabfälle), von allen 15 Werken weiterverarbeitet oder recycelt.

Ellen Kullmans Fünf-Jahres Plan zur Modernisierung der mehr als 200 Jahre alten Firma wirkt sich inzwischen auch positiv auf das Betriebsergebnis aus. So stieg der Umsatz im Jahr 2010 um 21 Prozent, im Jahr 2011 um 18 Prozent. Die Aktie der in Delaware beheimateten Firma ist seit Herbst 2010 um fast 20 Prozent gestiegen und lag Anfang April bei rund 53 Dollar.

Besondere Bedeutung misst DuPont den Märkten der Entwicklungs- und Schwellenländer zu: China, Indien, Südamerika, Osteuropa, der Nahe Osten und Afrika sowie Südostasien. Diese Regionen sollen in drei Jahren mehr als ein Drittel zum Konzernumsatz beisteuern und das stagnierende Wachstum der gesättigten Märkte in Amerika und Europa ausgleichen.

Lesen Sie den Artikel aus der Ausgabe 10/2010:

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