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Central European University

In der brand eins Ausgabe 02/2016 berichteten wir über die Central European University in Budapest (CEU). Gegründet wurde sie 1991 vom amerikanischen Milliardär George Soros, der ungarischer Herkunft ist. Ziel der Universität ist es, die Demokratie zu fördern. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán bereitet nun ein Gesetz vor, welches der Universität und weiterer 27 Bildungseinrichtungen die Lehrbefugnis entzöge. Am Wochenende demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen die Pläne.




Die CEU gilt heute als eine der besten Universitäten in Zentral- und Osteuropa. Derzeit hat sie 1440 Studenten aus 108 Ländern. Orbán warf der Hochschule vor, nicht autorisierte Inhalte zu lehren. Außerdem müssten internationale Universitäten in Ungarn auch in ihren Heimatländern einen Lehrbetrieb unterhalten. Die CEU ist in den USA registriert, verfügt dort aber über keinen eigenen Campus. Das gilt auch für 27 weitere Bildungseinrichtungen aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich.

Kritiker werfen der rechtsgerichteten Regierung Zensur vor. Der ehemalige ungarische Außenminister und jetzige CEU-Professor Péter Balázs sprach gar von einem Privatkrieg gegen Hochschul-Gründer George Soros, der die Regierung in der Vergangenheit harsch kritisiert hatte und mit seiner Open Society Foundation zahlreiche Bürgerrechtsaktivitäten unterstützt.

Bereits vor einer Woche hatte Russland die Lizenz der European University in St. Petersburg zurückgezogen. Die ehemalige rumänische Justizministerin und CEU-Absolventin Monica Macovei sieht in dem Vorgehen Russlands und Ungarns eine konzertierte Aktion gegen „die freie Meinungsäußerung und Demokratie im Ganzen.“

Lesen Sie hier den Artikel der Ausgabe 02/2016:

Die Central European University in Budapest will mehr vermitteln als Fachwissen – sie will die Welt verbessern. Ihre Studenten fangen damit gleich vor der Haustür an.

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