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Bree

In der Ausgabe 08/2008 berichteten wir über den Taschenhersteller Bree. Damals arbeiteten die Brüder Axel und Philipp Bree an der Modernisierung des Familienunternehmens. Doch zuletzt liefen die Geschäfte schlecht. Nun haben Investoren die Mehrheit der Anteile übernommen.





„Für viele ist Bree immer noch alt, verstaubt und funktional“, sagte der Bree-Designer Christian Reichert 2008. „Wir aber sind sexy und haben neue Materialien.“ Die Marke, ergänzte Axel Bree, müsse sich aber verjüngen, um dauerhaft zu überleben. Da ist nicht gelungen.

Im Geschäftsjahr 2012 machte das Unternehmen mit einem geschätzten Jahresumsatz von 50 Millionen Euro einen Verlust von rund 1,4 Millionen. Der Umsatz ging um acht Prozent zurück, weil „Markttrends nicht richtig eingeschätzt“ wurden, so Bree. Die Folge: Eigenkapitel und liquide Mittel schrumpften, die Schulden wuchsen. Auch für das Geschäftsjahr 2013 rechnet Bree mit roten Zahlen.

Kürzlich haben Investoren um den ehemaligen Dekra-Vorstandschef Klaus Schmidt und den Ex-Karstadt-Chef Peter Wolf die Mehrheit am Unternehmen übernommen. Philipp Bree hat dafür seine Anteile verkauft und zieht sich vollständig zurück.

Bereits Ende 2011 hatte er sich aus der Geschäftsführung verabschiedet, um seine eigene Taschenmarke aufzubauen (PB 0110). Sein Bruder Axel Bree bleibt Gesellschafter mit weniger Anteilen als zuvor und alleiniger Geschäftsführer des Taschenherstellers. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Nun will Bree wieder wachsen. Das Markenprofil soll geschärft, der Vertrieb über ausgewählte Warenhäuser und den eigenen Online-Shop forciert werden. Auch die eigenen Filialen will Axel Bree ausbauen, „weil ein Shop der einzige Weg ist, die Marke vernünftig zu präsentieren“.

Lesen Sie den Artikel der Ausgabe 08/2008:

Beim Taschenhersteller Bree arbeiten seit dem plötzlichen Tod des Gründers Wolf Peter Bree gleich zwei Geschäftsführer an der Modernisierung der Marke.

Ihr schwerstes Handicap ist gleichzeitig ihre größte Chance: Es sind seine Söhne.

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