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Das Versagen der Helfer

Rupert Neudeck, 69, machte sich mit der Rettung von mehr als elftausend Bootsflüchtlingen aus Vietnam einen Namen. Der gebürtige Danziger gründete zusammen mit dem Schriftsteller Heinrich Böll 1979 das Komitee „Ein Schiff für Vietnam“, aus dem 1982 die Hilfsorganisation Cap Anamur entstand. Bis 1998 war Neudeck Vorsitzender von Cap Anamur und in Kolumbien, Äthiopien, Tschetschenien oder dem Irak als Entwicklungshelfer tätig. Vorher hatte der Philosoph, Germanist, Soziologe und promovierte Theologe als Journalist gearbeitet.
2003 rief Neudeck das internationale Friedenskorps Grünhelme ins Leben, dessen Vorsitzender er ist. Die Organisation hilft in Krisengebieten beim Wiederaufbau und will Christen und Muslime in humanitären Einsätzen zusammenbringen. Für sein Engagement erhielt Neudeck unter anderem die Theodor-Heuss-Medaille, den Europäischen Sozialpreis und den Verdienstorden von Nordrhein-Westfalen.

Seit den sechziger Jahren ist eine ganze Reihe von Entwicklungsländern zur Weltgemeinschaft gestoßen, jedes einzelne beharrt auf dem Titel der Souveränität. Aber die meisten Regierungen dieser Dritte-Welt-Länder verbinden Selbstbestimmung leider nicht mit Verantwortung. Die erste Körperschaft, der ein Bürger zugeordnet ist, ist der eigene Staat. Und die größte Verantwortung einer Regierung besteht darin, sich um das Wohl der Bevölkerung kümmern. Tut sie das nicht, gehört sie abgewählt.

Mit dem Staatsaufbau sind viele Staaten nicht zurande gekommen. Sie haben sich auf die faule Haut gelegt, auch weil sie wussten, dass wir, die westlichen Industrienationen, als Nothelfer kommen würden und ihnen die Bevölkerung ernähren. Inzwischen hat sich diese Erwartung als ein weltweit funktionierendes Versicherungssystem etabliert. Die Folge: Verantwortungslosigkeit wird geradezu prämiert. Ganze Beraterbataillone der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Coopération Française und der Overseas Development Agency haben daran mitgearbeitet, diese Regierungen in unserem Sinne auf Vordermann zu bringen. Es hat alles nichts genutzt.

Und nicht nur das: Vereinte Nationen (UN) und NGO verfehlen allzu oft ihre Wirkung, Blauhelmsoldaten sind qua Mandat die Hände gebunden, und Unternehmer, die zur Entwicklung der Dritten Welt viel beitragen könnten, sind kaum in Sicht. Wie es scheint, kümmern sich immer die Falschen.

Radikal versagt hat vor allem die Entwicklungshilfe für Afrika. Ihre Ergebnisse sind weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Drei Annahmen, die sich als falsch erwiesen haben, sind dafür ursächlich. Die erste Annahme lautet: Der „Norden“ könne den „Süden“, also Afrika, entwickeln. Genauso falsch ist zweite Annahme: Der Norden könne sein Ziel der Armutsüberwindung durch Umverteilung erreichen. Die dritte Annahme, dass Geld gleichbedeutend mit mehr Entwicklung sei, hat sich ebenfalls nicht bewahrheitet. Letztere Gleichung geht nicht auf. Obwohl man das schon seit mehr als einem Jahrzehnt weiß, beherrscht sie bis heute die Entwicklungspolitik. Schlimmer noch: Geld hat der Entwicklung sogar häufig geschadet, weil es die Eigeninitiative lähmt.

So wurde kürzlich zum Beispiel bei der Generalversammlung der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO in Rom zugunsten des Welternährungsprogramms für Kenia und Simbabwe um Nahrungsmittel geworben. Nun liegt Kenia am Victoriasee. Es ist der mit rund 68 000 Quadratkilometern größte See Afrikas und besteht aus reinem Süßwasser. Bei einem derart riesigen Wasserreservoir und vielen guten Böden darf in diesem Land eigentlich niemand verhungern – sofern man sich nicht ganz ungeschickt anstellt. Oder umgekehrt formuliert: Man muss sich schon sehr dumm verhalten, wenn die Bevölkerung trotz derartiger Bedingungen hungert. Was im Westen Kenias produziert wird, müsste nach Norden geliefert und dort zugunsten der einheimischen Bauern verkauft werden. Das könnte den Verdienst der kleinen Landwirte steigern. Das könnte für den Staat auch bedeuten: mehr Steuern! Und mit den Steuern könnten mehr Straßen gebaut werden.

Doch steckt der kenianische Staat nach Auskunft des Finanzministers das Geld nur ungern in neue Straßen oder Eisenbahnen. Stattdessen verkündet Amos Kimunya, er müsse ein Riesenkabinett bezahlen, wofür er jährlich einen Milliarden-Dollar-Etat benötige. Kenia ist das Land mit den meisten Ministern der Welt: 94 Minister und Vizeminister, damit hat die Regierung einen Weltrekord aufgestellt. Jeder dieser Amtsträger kassiert pro Monat rund 20000 US-Dollar. Dazu kommt ein ganzer Hofstaat aus Autos, Büros und Assistenten. Fatal daran: Wir, die Entwicklungshelfer und Steuerzahler des Westens, bezahlen diese Rechnung. Genau darauf setzen diese Regierungen. Es ist wie bei der „Madame sans Gène“, der ungezwungenen Dame: Je weniger Scham die Regierungen bei ihrem Verhalten empfinden, desto besser ist ihre Kassenlage.

Der Einzige, der zur Generalversammlung der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation im Mai 2008 also nicht hätte eingeladen werden dürfen, ist Robert Mugabe, der Präsident Simbabwes. Man müsste ihn ächten. Er hat die Wahl verfälscht und in den Jahren zuvor die eigene Landwirtschaft systematisch zerstört. Er durfte dennoch beim FAO-Gipfel erscheinen, schamlos eingeladen von deren Generaldirektor Jacques Diouf.

WARUM KÜMMERN SICH IMMER DIE FALSCHEN?
Die G8-Staaten haben sich vor drei Jahren im schottischen Ort Gleneagles verpflichtet, die Ausgaben für Entwicklungshilfe bis 2010 auf 0,51 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu erhöhen. Bis 2015 sollen die Zahlungen für die Dritte Welt auf 0,7 Prozent des BIP steigen, was auch die Vereinten Nationen in ihrer Millenniumserklärung aus
dem Jahr 2000 fordern. In Deutschland liegt der Anteil der Entwicklungshilfe 2008 und voraussichtlich auch 2009 nur bei 0,37 Prozent des BIP. Dass die G8-Ziele erreicht werden, scheint sehr unwahrscheinlich.

Staaten wie auch UN-Agenturen waren oft schlechte Entwicklungspolitiker. Große Wirtschaftsbetriebe, Unternehmen allgemein, wären besser mit dem Geld umgegangen. Sie hätten ja auch Resultate erzielen müssen. Das Schlimme an dieser Form der Wohlfahrt und „Helferei“, wie es der Schweizer Ex-Botschafter Tim Guldiman einst nannte: Man muss keine Ergebnisse innerhalb bestimmter Fristen und Zeiträume erbringen. Ob ein Projekt zwei oder 20 Jahre dauert, ist ganz gleichgültig. Schließlich muss das Geld für die Abwicklung der Operation nur neu bei der Völkergemeinschaft beantragt werden, es wird mit dem Füllhorn jedes Jahr wieder ausgeschüttet.

Die Entwicklungshilfe-Bürokraten wursteln sich durch die Länder der Habenichtse. Und bewahren eifersüchtig ihren Helferwohlstand

Auch wenn ein Hilfsprojekt der Linderung einer aktuellen und damit definitionsgemäß kurz- oder mittelfristigen Katastrophe dient: Bekommen die UN die Verantwortung in die Hände, graben sie sich an dem Ort ein, veranlassen den Bau von Infrastrukturgebäuden, Flughäfen und Hotels, dass einem Hören und Sehen vergeht. Als vor knapp 20 Jahren die Operation Lifeline Sudan begann, bei der Unicef federführend war, hat niemand voraussehen wollen, was dann passierte. Dort, an der Grenze von Kenia zum Sudan, in einem Steinzeitgebiet, in dem die traditionellsten und konservativsten Viehhalter- und Nomaden-Stämme der Turkana leben, wurde tatsächlich ein Flughafen gebaut, wie man ihn sonst nur in Nairobi kennt. Es wurden Flugzeuge stationiert, Nahrungsmittel eingeladen, Helferbataillone zogen auf, die mit der Organisation dieses Camps erstaunlich viel zu tun hatten und sich Luxusquartiere leisteten. Drei Jahre nach der Gründung kamen Helfer sogar zum Urlaub dorthin.

Eine kurzfristige Aufgabe zur Beseitigung eines Engpasses und einer Katastrophe ist mit den UN und ihren Agenturen nicht zu erfüllen. Ergebnisse und Erfolge, Arbeiten auf Frist und Zeit: nie gehört. So wursteln sich die Entwicklungshilfe-Bürokratien durch die Länder der Habenichtse und sind dabei immer eifersüchtig auf die Bewahrung des Helferwohlstands bedacht. Allein in Deutschland leben 100 000 professionelle Helfer sehr gut von ihrem Job. Mancher deutsche Botschafter rauft sich die Haare, weil der zuständige Repräsentant der GTZ mehr verdient als er.

Das, was wir nach 40 Jahren Entwicklungspolitik in Afrika sehen, ist das totale Scheitern der Wirtschaft in diesen Staaten. Ganz Afrika ist lediglich mit rund zwei Prozent am Welthandel beteiligt. Und das auch nur, weil es die wirtschaftlich aufstrebende Republik Südafrika gibt. Andere Staaten sind vom globalen Markt regelrecht abgekoppelt und spielen keine Rolle.

Entwicklungsgelder wurden überall dorthin gepumpt, wo man Löcher stopfen und wo man beraten konnte. Besonders beratungsintensiv waren und sind Bürokratien. Ich habe mich in Ländern, die eigentlich außer einer formellen Bürokratie nichts mehr aufwiesen, oft gefragt, was sie zu einer Wertegemeinschaft oder zu einem Gesamtwillen, zu einer „Volonté générale“ machen würde. Die Geldgeber haben dort nach Herzenslust eine derart hypertrophe Bürokratie aufgebaut, dass die Ministerialbürokratie jetzt mangels eigener Einnahmen und Steuern die Gäste im Land gewinnbringend kontrollieren darf: insbesondere die kleinen Nichtregierungsorganisationen, also gerade die, die für die Bevölkerung am meisten tun. So haben etwa die deutschen Helfer in Kabul die Afghanen ein NGO-Gesetz nach eigener Vorlage basteln lassen, das so sehr nach deutscher Bürokratenart gestrickt ist, dass man es fast riechen kann. Und das in einem Land, das noch nicht einmal für sich beanspruchen kann, ein ordentlicher Staat zu sein.

Unsere eigentliche Aufgabe sollte sein, die Staaten und ihre Eliten in den Stand zu versetzen, selbst die Initiative zu ergreifen. Sie selbst sollten dann loslegen: die Infrastruktur aufbauen, die Wirtschaft ankurbeln, eine besonders privilegierte Produktpalette entwickeln, damit das eigene Land in der internationalen Marktgesellschaft seinen Platz findet. Darüber hinaus sollten wir uns nur kümmern, wenn es gilt, gekenterte Menschen aus dem Meer zu fischen oder Verschüttete aus von Erdbeben zertrümmerten Häusern zu befreien.

Wir haben vieles falsch gemacht. Die Entwicklungshelfer haben ihre Ehre schrittweise abgegeben. Das zeigt ein weiteres Beispiel aus Afghanistan. Wenn dort Ausländer die örtliche Polizei ausbilden sollen, leisten sie nicht einmal einen Bruchteil des Möglichen. Der Grund ist einfach und absurd zugleich: Aufgrund der extremen Sicherheitsbedingungen kommen die Helfer in der Regel erst gar nicht aus der eigenen Festung heraus. Ich habe selbst gesehen, wie vier Ausbilder lediglich ein-, zwei- oder dreimal das Deutsche Haus in Kabul verließen, aber auch das nur im gepanzerten Auto und in Begleitung von bewaffneten deutschen Polizisten oder Bundesgrenzschutzbeamten. Die meiste Zeit hielten sie lieber Vorlesungen in deutschem Verkehrsrecht.

Wäre die Wirtschaft mutiger, könnte sie solche Lücken füllen und sich in vielen Ländern neue Märkte erschließen. Das würde ich zum Beispiel für Ruanda sofort empfehlen. Nehmen wir nur den Bereich Energie. Wir könnten alle Schulen und Universitäten schon jetzt mit Solar- und Windanlagen verkabeln. Das würde Ruanda große Sprünge erlauben und dem Land als erstem in Afrika ermöglichen, sich von fossilen Energieträgern, die so viel politischen Sprengstoff beinhalten, unabhängig zu machen. Dasselbe wäre in Uganda möglich, in Tansania und in Ghana. Warum fängt die deutsche Wirtschaft dort nicht mit ihren Investitionen und Arbeiten an? Die Rohstoffe Sonne und Wind würde sie im Überfluss vorfinden.

Es gibt natürlich keine Falschen, die sich um Menschen in extremer Armut, Entbehrung und Not kümmern. Aber es gibt die, die aufgrund der gemeinsamen Herkunft und Kultur, aufgrund von Sprache und Sitten besser dazu geeignet sind: die politische Klasse in den afrikanischen, lateinamerikanischen und asiatischen Ländern selbst. Doch leider passiert – fast – nichts.

In dem hochgelobten Buch „Schmerzgrenzen“ von Petra Meyer über die Arbeit der „Ärzte ohne Grenzen“ las ich kürzlich dramatische Beiträge aus den Krisengebieten, in denen sich die Vertreter der Organisation „kümmern“ – und das stets unter Lebensgefahr. Da ist die Rede von Marburg-Fieber und Ebola in Angola und von der ungeheuerlichen Belastung der Kriegs-Chirurgie in einem Land, in dem die Rebellen darauf spezialisiert sind, Arme und Beine abzuhacken. Da ist die Rede von der Gefahr des HI-Virus in Malawi, von der Nachkriegsversorgung im Irak, von einem Gefängnis unter freiem Himmel im Sudan und von der Unterernährung und ihren erschreckenden Folgen im Niger. Und dann ist da auch noch die Rede von Peter Buth, der für die humanitäre Organisation in Ruanda, in Haiti und im Sudan war, und der plötzlich im Einsatz zusammenbricht und seitdem Panikattacken erleidet.

Das Groteske ist: In all diesen bewegenden Geschichten, in denen sich die Ärzte bis an ihre Belastungsgrenze „kümmern“, taucht kein angolanischer Regierungsbeamter auf, kein malawischer Hospitalchef, kein Chirurgiekollege in Sierra Leone, kein Vertreter des Gesundheitsministeriums im Irak. Kurzum: Es scheint niemand „vor Ort“ zu sein, der sich kümmert. Das müssen Europäer tun. Also all jene, die sich dazu aufgerufen fühlen, die aber doch nur komplementär handeln können zu einheimischen Politikern und Polizisten, Ärzten und Krankenschwestern, Lehrern, Müttern und allen anderen. Aus meiner Sicht sind sie die Falschen.

Szenenwechsel. Es tobt die Endphase des Bosnienkrieges. Nach dem Friedensabkommen in Dayton von 1995, das den bewaffneten Konflikt und die Balkankriege insgesamt beenden soll, halten Hass und Gewalt weiter an, gehen Kämpfe und Brandstiftungen einfach weiter. Das ist besonders in den Stadtteilen von Sarajevo so, die in serbischer Hand waren und die jetzt nach den Bestimmungen des sogenannten Friedensabkommens wieder dem Kanton Sarajevo zugeschlagen werden sollen. Mordbuben und Brandstifter in der Pose des Biedermannes fackeln im Stadtteil Grbavica ein Haus nach dem anderen ab. Es sind Wohnhäuser, wohlgemerkt, in denen sich vorzugsweise alte, bettlägerige und fußlahme Menschen befinden. Wir humanitären Samariter rennen also wieder los, weil wir erneut Flammen aus einem Haus schlagen sehen. An unserer Seite sind einige blutjunge, stolze französische Blauhelmsoldaten. Wir laufen hoch ins Treppenhaus, wir treten Türen ein, wo sie nicht offen sind, wir holen die Alten heraus, wir müssen sofort handeln und können sie nur die Treppen hinuntertragen und im Hof hinlegen. Am Ende sitzen wir dort erschöpft und kriegen wegen der dichten Rauchentwicklung und der gleißenden Hitze des Feuers keine Luft mehr. Aber stolz sind wir und die französischen Rekruten, dass wir es geschafft haben: Kein Hausbewohner ist in den Flammen gestorben.

Die Armen brauchen keine Rührseligkeit. Sie warten auf mutige Unternehmer, die sich über Chancen in der Welt freuen

Am nächsten Tag sehen wir unsere französischen Freunde wieder, die aber gar nicht glücklich aussehen. „Qu’est-ce qu’il y a?“, frage ich, „was war denn los?“ Nun ja, antworten die Blauhelme, ihr Kommandeur habe gesagt, das Herausholen von Hilfsbedürftigen aus Häusern stehe nicht im Ifor-Mandat. Also: Es haben sich mal wieder die Falschen gekümmert. Die richtigen oder die falschen Falschen?

Das ist die Tragödie der Moderne. Selbst uralte menschliche Regeln, die nirgendwo kodifiziert werden müssen, wie die Hilfeleistung, für deren Unterlassung man seit Generationen bestraft wird, sind heute offenbar außer Kraft gesetzt.

Was wir brauchen, sind eher risikobereite Unternehmer als mandatsbewusste Soldaten. Wir brauchen mehr Straßenbaufirmen als Waffenfabriken. Wir brauchen mehr Geschäftsleute, die sich über Chancen in der Welt freuen, als Miesmacher. Wir suchen solche Leute in Afghanistan, wo wir Schulen bauen. Wir brauchen sie an der Küste Mauretaniens, wo die besten jungen Leute Afrikas auf eine große Verarbeitungsindustrie für Fisch und Nahrungsmittel warten. Wir erwarten sie in Ruanda, wo es eine disziplinierte und geschickte Bevölkerung gibt.

Wirtschaftsvertreter sollte man mit dem berufsbedingten Risiko in die Länder der „untersten Milliarde“ (Paul Collier) losschicken. Also ohne den ganzen Qualm an karitativer Rührseligkeit und emotionaler Zuneigung für die anrührenden Hungernden.

Kümmern müssen sich endlich die Richtigen.

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