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Tati

Was wurde aus Tati?

Jahrzehntelang galt das französische Familienunternehmen Tati als Vorreiter der Textil-Discounter. Doch beim Aufbau eines Imperiums verhob sich die Konzernführung. Jetzt kam es zum Verkauf der starken Marke.



Das Bild zeigt ein großes, überfülltes Schuhgeschäft mit zahlreichen Schuhpaaren, die in Regalen und Ständern ausgestellt sind. Das Geschäft hat eine hohe Decke mit einem gitterartigen Muster, und der Boden ist mit Fliesen ausgelegt. Die Schuhe sind in verschiedenen Größen und Stilen angeordnet, wodurch eine geschäftige und überfüllte Atmosphäre entsteht. Das Geschäft scheint gut sortiert zu sein und bietet eine große Auswahl an Schuhen, aus denen die Kunden wählen können.

In der brand eins Ausgabe 06/2004 berichteten wir über den Überlebenskampf der alt eingesessenen französischen Warenhauskette Tati. Im September 2003 ging Tati in Insolvenz, der damalige Chef Fabien Ouaki erhielt jedoch vom Pariser Handelsgericht eine Gnadenfrist bis Juli 2004, um das Familienunternehmen samt seinen 1200 Arbeitsplätzen zu retten.

Mittlerweile ist die Frist abgelaufen: Ouaki legte keinen überzeugenden Rettungsplan vor und fand auch keinen Investor, der mit ihm zusammenarbeiten wollte. Ein mysteriöser Geldgeber aus New York, den Ouaki angekündigt hatte, tauchte nie auf.

Nun kam es zum Verkauf der Kette. Am 5. August 2004 gab das Pariser Handelsgericht dem Konkurrenzunternehmen Venturo für 14,5 Millionen Euro den Zuschlag. Der Discounter Venturo übernimmt 667 Tati-Beschäftigte und 23 von 28 Filialen. Die übrigen fünf Tati-Geschäfte verkaufen voraussichtlich in den kommenden zwei Monaten ihre Lagervorräte.

Lesen Sie den Artikel aus der Ausgabe 06/2004:

Die Franzosen lieben die Ramschladen-Kette. Aber sie kaufen dort nicht mehr. Vom langsamen Tod einer Kultmarke.

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