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brand eins 10/2026 (Digital)

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Titel: Besser arbeiten mit KI

Schwerpunkt: KI

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In dieser Ausgabe unterziehen wir das Thema Künstliche Intelligenz einem überfälligen Realitätscheck. Wir zeigen, wie deutsche Unternehmen bei humanoiden Robotern ganz vorne mitspielen, wie der Entwickler Peter Steinberger bei OpenAI smarte Agenten trainiert – und wie smarte Technik das Gesundheitswesen in Baden-Württemberg oder den Alltag im ukrainischen Mykolajiw bereits heute ganz konkret verbessert.

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Erscheinungsdatum: 25.09.26
Umfang: 124 Seiten

Die kann was

• Vier Jahre. So wenig Zeit ist vergangen, seit OpenAI mit ChatGPT einen Hebel umgelegt hat. Seitdem diskutieren Rentnergruppen und Schulklassen über die Frage, ob man seine KI duzen und sich für gute Leistungen bei ihr bedanken soll. Mehr als zwei Drittel der Deutschen ab 16 Jahren suchen zumindest gelegentlich bei einer KI Rat. Und während die gern vermenschlichte Technik in unseren Alltag eingezogen ist, wechseln sich Heilsversprechen und Dystopien ab: Sie wird uns alle glücklicher machen! Sie wird uns töten!

Damit war ein erneuter Realitätscheck überfällig. Und dabei wollte das Redaktionsteam von brand eins vor allem wissen, wie weit die Entwicklung tatsächlich ist. Wo wir Gas geben sollten. Und wo bremsen.

Ein Stoppsignal sollte zum Beispiel überall dort aufscheinen, wo wir der künstlichen Intelligenz menschliche Eigenschaften zuschreiben. Die rebellische KI, von der im Zusammenhang mit ausgebüxten Agenten gern die Rede war, unterstellt einen Willen, den das System nicht hat. Sie tut, was Menschen ihr sagen – und das kann bösartig sein.

Und es kann auch arg kompliziert sein, besonders, wenn der Mensch von der KI nicht nur will, dass sie antwortet, sondern auch anpackt. Dass humanoide Roboter tanzen können oder Rekorde laufen, suggeriert einen Alltagseinsatz, der noch in weiter Ferne liegt: Der Report über humanoide Roboter raubt Illusionen – und macht Mut, weil deutsche Unternehmen in diesem Geschäftsfeld vorne mitspielen.

Überhaupt sind die Deutschen in Sachen KI keineswegs chancenlos. Zwar ziehen nicht alle deutschen KI-Start-ups so viel amerikanisches Investorengeld an wie Black Forest. Dafür lösen weniger bekannte Firmen Probleme im Büro oder in der Produktion – für deutsche Entwickler sowieso ein dankbares Betätigungsfeld. Deutsche Fabriken sind hochgradig automatisiert, warten allerdings noch auf den nächsten Produktivitätsschub dank KI.

Einer, der ausgestiegen ist, um dann in seinem eigenen Tempo wieder loszulegen, ist Peter Steinberger, österreichischer Softwareentwickler, virtuoser Erfinder und Trainer von Agenten und heute bei OpenAI genau dafür da. Unsere Autorin Meike Kirsch hat mit ihm gesprochen und von ihm erfahren, was wir da noch erwarten dürfen. Spoiler: alles. Aber, so Steinberger: „Es fehlt an der Fantasie: Wie kann ich Agenten verwenden, um mein Leben zu verbessern?“

Das kann smarte Technik nämlich durchaus. Beispiele gefällig? Das baden-württembergische Gesundheitswesen. Oder Mykolajiw in der Ukraine. Es geht viel, wenn man Technik richtig einsetzt.

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