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Pool out of the box

Alte Hallenbäder zu ersetzen dauert. Eine schwäbische Firma hat dafür eine schlaue Übergangslösung.



Das Bild zeigt eine Baustelle mit Arbeitern und Gerüsten, Die Baustelle besteht aus schachbrettartig angeordneten Holzmodulen und ist von Bäumen umgeben. Die Szene ist voller verschiedener Baumaterialien und Geräte, was auf eine geschäftige und aktive Arbeitsumgebung hindeutet.

Ein bisschen wie Lego: In Stuttgart-Zuffenhausen entsteht ein modulares Schwimmbad. Hat es dort seinen Dienst getan, wird das Holzbad demontiert und woanders wieder aufgebaut. 

• Ein Platz in Stuttgart-Zuffenhausen. Jeden Samstag findet hier der Wochenmarkt statt. Auf der asphaltierten Fläche steht ein Mann mit einem roten Bauarbeiterhelm und sagt recht zuversichtlich: „Noch vor den Sommerferien können wir hier schwimmen.“

Nirgendwo ist an diesem Herbsttag ein Bagger zu sehen, der eine Grube aushebt. Stattdessen ein Autokran, an dessen Haken ein Modul in der Größe eines Überseecontainers hängt. Es besteht aus Holz und hat nur zwei Wände. Zwei Seiten sind offen, vier Balken an den Ecken und schräge Verstrebungen halten Boden und Decke zusammen. Aus 46 dieser Holzmodule wird hier ein Hallenbad entstehen. Nach neun Monaten sollen bereits die ersten Schwimmer im 25-Meter-Becken ihre Bahnen ziehen – so lange dauert der Bau des temporären Bads.

Der Mann mit dem roten Bauhelm ist Joachim Maier, Geschäftsführer von Pool out of the Box. Die Firma sitzt in Heidenheim auf der Schwäbischen Alb und koordiniert als Generalübernehmer die Arbeit von zehn Projektpartnern, vom Architekten über den Statiker bis zum Beckenbauer. Dazu kommen noch einige Handwerksbetriebe. Maier sagt: „Ich bin Visionär, aber kein Utopist.“

Neben ihm steht der Architekt Ernst Ulrich Tillmanns und zeigt nach links auf das alte Hallenbad. Es wurde 1974 gebaut und ist nach fünf Jahrzehnten Betrieb abbruchreif. Tillmanns ist geschäftsführender Gesellschafter des Stuttgarter Büros 4a Architekten, das sich auf den Bau von Schwimmbädern spezialisiert hat. Er sagt: „Die Hallenbäder aus den Siebzigerjahren gehen jetzt alle kaputt. Darauf antworten wir mit unserer Aquabox“ – eine temporäre Lösung, bis das neue Bad gebaut ist.

Das Bild zeigt einen großen Kran mit einer gelben Konstruktion, der über einem Gebäude mit einer perforierten Metalloberfläche emporragt. Auf dem Gebäude ist ein auffälliges schwarzes Kreuz zu sehen, und die perforierte Oberfläche ist mit einer durchsichtigen Plastikfolie abgedeckt. Die Szene scheint im Freien zu spielen, mit einem klaren Himmel im Hintergrund.
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