Eine Krankenhausdirektorin in Serbien
Die kleinste wirtschaftliche Einheit der Welt: der Mensch.
• Ivana Filipovic, 49, wurde in Niš, der drittgrößten Stadt Serbiens, geboren und ging in dem etwa 50 Kilometer nördlich gelegenen Kurort Sokobanja zur Schule. Nach dem Abitur 1995 studierte sie Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Niš. Für die letzten zwei Jahre erhielt sie vom Fachkrankenhaus in Sokobanja für die Prävention, medizinische Behandlung und Rehabilitation unspezifischer Lungenerkrankungen ein Stipendium. Seit 2002 arbeitet sie dort als Internistin und übernahm vor gut zwei Jahren die Leitung des Krankenhauses.
Verdienst, Grundkosten, Altersvorsorge (monatlich und gerundet)
Ivana Filipovic verdient rund 2.300 Euro brutto. An Einkommensteuer zahlt sie 375 Euro. In die staatliche Krankenversicherung gehen 120 Euro und in die Rentenversicherung 316 Euro. Eine Arbeitslosen- oder Pflegeversicherung hat sie nicht. Das Darlehen für ihre Eigentumswohnung kostet sie 460 Euro. 120 Euro zahlt sie für Wasser und für Strom, knapp 260 Euro für Lebensmittel. Die Kosten für Handy und Internet betragen 50 Euro. Ihr Auto ist kreditfinanziert. Die Ratenzahlungen und zusätzliche Ausgaben wie Benzin belaufen sich auf etwa 250 Euro. Ihr bleiben also circa 350 Euro.
Was bedeutet Ihnen Arbeit?
Meine Arbeit ist sehr stressig, und als Ärztin und Direktorin habe ich 40 bis 60 Überstunden im Monat. Aber das stört mich nicht, ich bin sehr stolz, dass ich hier arbeiten kann.
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