Zum Inhalt springen
Rückblick

Das Unaussprechliche



Das Bild zeigt das Cover eines Magazins oder einer Publikation mit einem überwiegend roten und weißen Farbschema. Der Titel „brand eins“ ist oben in weißer Schrift deutlich sichtbar, darunter steht in kleinerer weißer Schrift „Wirtschaftmagazin“. Das Wort „ENDE.” ist ebenfalls in weißer Schrift in der unteren rechten Ecke des Covers zu sehen

Ausgabe lesen

• Die Ausgabe links ist fast genau 20 Jahre alt und war eine mit der bis dahin heftigsten Resonanz. Tenor: „Seid ihr wahnsinnig? Ich habe am Kiosk fast einen Infarkt gekriegt!“

Das Entsetzen über das vermeintliche Ende von brand eins hat uns zwar mental gestärkt, aber wir wollten etwas ganz anderes erreichen: Das Cover war ein Aufruf zur ehrlichen Auseinandersetzung mit dem Ende, das unzweifelhaft zu jedem Anfang und zu jedem Aufbruch gehört. Und bis heute ein Tabuthema ist.

Das erfährt jede von Insolvenz bedrohte Unternehmerin, jeder Todkranke, jede Neu-Rentnerin – dem Ende weichen alle lieber aus, auch wenn es nichts nützt. Dagegen haben wir Position bezogen. Die Ausgabe vom Mai 2006 (b1.de/05-2006_ende) ist bis heute aktuell und liefert denkwürdige Begegnungen mit dem Werbeagenturgründer Reinhard Springer, dem kürzlich verstorbenen Karstadt-Quelle-Chef Wolfgang Urban und der tapferen Belegschaft des insolventen Elektrogeräteherstellers Grundig *.

Das passt besser in die Zeit als auch uns lieb ist. Und wie heute ist das Ende oft schmerzlich, aber immer der Lauf der Dinge. „Wer nicht aufhören kann“, schrieb Wolf Lotter damals in seiner Einleitung, „mit dem ist nichts anzufangen.“ ---

* Die Ausgabe ist im brand eins Abo enthalten