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Moore

Umweltschutz hat es in den Zeiten der Wirtschaftsflaute schwer. Dass Unternehmen dennoch mit Naturschützern so zusammenarbeiten können, dass beide Seiten etwas davon haben, zeigt ein einmaliges Projekt in Niedersachsen. Besuch auf einer Moorbaustelle.



Das Bild zeigt eine Nahaufnahme einer rissigen und ausgetrockneten Oberfläche, mit einem Pflanzenbüschel im Moor.
Das Bild zeigt einen Traktor mit einem Pflugaufsatz auf einem Hügel, der über ein mit brauner Erde bedecktes Feld im Moor fährt.

• Unter dem Acker schlummert das Moor. Ein Bagger wälzt sich über die Fläche in der Nähe von Cuxhaven und trägt vorsichtig den Oberboden ab. Nach etwa 50 Zentimetern stößt die Schaufel auf reinen Torf. Dieser Schatz verbleibt im Boden, um das Ökosystem wiederzubeleben. Gesunde Moore sind die wichtigsten Kohlenstoffspeicher der Erde. Weltweit binden sie fast doppelt so viel davon wie alle Wälder zusammen, obwohl Bäume 31 Prozent der Landfläche bedecken, Moore lediglich drei Prozent.

Viele Moore wurden allerdings für die Landwirtschaft entwässert. Dadurch kehrt sich der positive Effekt um: In Kontakt mit Sauerstoff entweicht der im Torf gebundene Kohlenstoff nach und nach überwiegend als Kohlenstoffdioxid (CO2). Dieses verursacht in Deutschland sieben Prozent aller Treibhausgasemissionen – so viel wie die nationale Stahlindustrie. Werden die Flächen aber wiedervernässt, wie hier im Ahlenmoor, lässt sich der Ausstoß stoppen.

Es ist das größte Projekt dieser Art hierzulande: Bis 2041 sollen 200 Hektar ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen renaturiert werden. Möglich wurde das durch die Kooperation sehr unterschiedlicher Partner: dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu), dem Landkreis Cuxhaven, dem Handelskonzern Rewe Group und dem Substrathersteller Gramoflor, der Torf normalerweise abbaut und zu Pflanzenerde verarbeitet. Sie haben im Ahlenmoor zusammengefunden, wenn auch nicht auf Anhieb. Und sie profitieren nun alle: Der Landkreis schafft ein Vorzeigeprojekt, das zu den ambitionierten Klimazielen Niedersachsens beiträgt. Gramoflor erhält einen Rohstoff, ohne dabei der Umwelt zu schaden. Der Geldgeber Rewe kann sich Klimaschutz auf die Fahnen schreiben. Und der Nabu verfügt über die Mittel, um ein wichtiges Ökosystem zu schützen.

Vor einer rustikalen Scheune steht ein Mann mit Bart und einer Halskette; er trägt ein blaues Sweatshirt und eine blaue Arbeiterhose.

Vom Land- zum Moorwirt: Dominik Hemken

Das Bild zeigt einen großen gelben Bulldozer, der auf einem Feld mit unbefestigtem Untergrund im Moor fährt. Im Hintergrund ist ein bewölkter Himmel zu sehen.

Vorzeigeprojekt Ahlen-Falkenberger Moor: Der Nabu renaturiert 200 Hektar gemeinsam mit dem Substrathersteller Gramoflor

Ein älterer Mann steht im Moor und, hält einen Stock in der Hand und trägt eine blaue Jacke und Stiefel.

Der Chef packt mit an: Josef Gramann, Geschäftsführer von Gramoflor

Naturschutz, der allen nutzt

Aus der Fahrerkabine des Baggers klettert ein Mann, Anfang 30, mit braunem Bart und Arbeitshose. Dominik Hemken ist für Gramoflor im Einsatz, zuvor war er Landwirt in der Gegend. Seine Handlinien sind von brauner Erde nachgezeichnet, er zeigt auf das ramponierte Fahrwerk: „Verschleiß nach nur zwei Jahren Arbeit.“ An den Raupenketten hängen brüchige Holzbohlen, eine Art Schneeschuh fürs Moor. Man könne froh sein, dass das Gerät noch nie stecken geblieben ist, sagt Hemken.

Während der nassen Wintermonate hat sich der Torf vollgesogen, nun gibt er das Wasser nur langsam ab. In der Nässe fühlen sich Moorpflanzen wie Torfmoose wohl. Um sie hier im Ahlenmoor wiederansiedeln zu können, müssen Entwässerungsgräben geschlossen und der durch Dünger belastete Oberboden abgetragen werden. Hemken spricht von „grubbern“, wenn er die Erde mit Traktor oder Raupe zum Trocknen auflockert und zu Haufen und Erdwällen zusammenschiebt, die hier überall zu sehen sind.

Seit Baubeginn im Jahr 2024 haben er und seine Kollegen ein großes Becken angelegt, das Regenwasser speichert, sowie sechs Flächen zur Anzucht von Moorpflanzen. Von den geplanten 200 Hektar – etwa 280 Fußballfelder – sind bislang 160 im Besitz der Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe. Vier Millionen Euro hat dieses Land gekostet, das teilweise Landwirtinnen und Landwirten gehörte. Über die restlichen Flächen wird noch verhandelt. Für die Renaturierung sind pro Jahr rund 250.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen die Kosten für den Abriss der Höfe, Naturschutzauflagen und ökologische Baubegleitung. Das Geld stammt vom Nabu-Klimafonds, der auch anderswo in Europa Moorflächen kauft und renaturiert, etwa in Lettland und Irland. Finanziert wird er von Rewe mit mindestens 25 Millionen Euro. Allein ins Ahlenmoor werden mehr als zehn Millionen Euro fließen, trotz jeder Menge ehrenamtlicher Arbeit. Das Wiedervernässsen von Mooren hat auch ökonomische Vorteile: Über eine Spanne von 20 Jahren liegen die CO2-Vermeidungskosten zwischen 60 und 135 Euro pro Tonne. Technische Methoden wie das Filtern von CO2 aus der Luft schlagen mit bis zu 600 Euro zu Buche.

Einer der Höfe, der abgerissen wird, gehörte Dominik Hemken und seinen Eltern. „Da die Straße hoch, 500 Meter.“ Er ist kein Mann vieler Worte, außer es geht um die Tiere. Bis zu 100 Milchkühe weideten einmal auf seinem Grünland. Beim Erzählen streicht er sich mehrmals über den Bart, sonst hat er die Hände in den Hosentaschen. Sein Blick sucht häufig das Weite, das Thema geht ihm nahe. „Eigentlich wäre ich gerne Landwirt geblieben. Jeden Tag turnst du mit den Tieren rum, und plötzlich sollst du dich verabschieden.“ Doch der Druck wurde zu hoch, die Ställe hätten modernisiert werden müssen. „Wir standen vor der Wahl: Entweder wir investieren 500.000 Euro in neue Technik und Tierkomfort oder wir verkaufen.“

Für den Verkauf entscheiden sich viele Betriebe, denn Moore gewinnbringend zu bewirtschaften ist schwierig, selbst wenn sie entwässert sind. Weil das hier wachsende Gras nicht so energiereich ist wie anderswo, muss mehr Futter zugekauft werden. Gleichzeitig gelten sehr strenge Düngeregeln, der weiche Untergrund erfordert umgerüstete Fahrzeuge und sackt durch die Zersetzung des Torfes jährlich ab – da hilft nur, weiter zu entwässern. Der Landkreis Cuxhaven war jedoch schon länger dagegen, Ende 2023 verkündete das Land Niedersachsen dann ein landesweites Verbot neuer Torfabbaulizenzen. Für viele Landwirtinnen und Landwirte war angesichts hoher Ausgaben bei niedrigen Erzeugerpreisen der Verkauf die bessere Lösung – in Niedersachsen meist an Sustrathersteller. In Deutschlands moorreichstem Bundesland ist der Torfabbau seit den Achtzigerjahren nur auf landwirtschaftlich genutzten, also bereits degradierten Moorböden erlaubt. Aus diesem Grund war Gramoflor seit Langem am Land der Hemkens interessiert. Ein-, zweimal im Jahr stand der Geschäftsführer Josef Gramann persönlich auf dem Hof, sieben Jahre lang.

Der Deal kam erst zustande, als Gramann seinen Plan änderte. Er holte den Nabu ins Boot und versuchte es bei den Hemkens mit neuen Argumenten. „Plötzlich ging es um den Moorschutz“, sagt Dominik Hemken. Und um einen Job für ihn. „Trecker- und Baggerfahren habe ich schon vorher gerne gemacht“, sagt er mit einem verlegenen Grinsen. Dann muss er los, grubbern.

Der Nabu, mit Geldgeber Rewe im Rücken, übernahm die Projektleitung im Ahlenmoor, Gramoflor die technische Bauleitung. Die Firma mit 132 Beschäftigten an drei Standorten macht derzeit rund 45 Millionen Euro Umsatz.

„Durch den Rohstoff Torf sind wir groß geworden, und er ist noch immer unsere Grundlage“, sagt Gramann. Mit der 2012 gegründeten Stiftung Lebensraum Moor engagiert er sich dafür, dass sich in Norddeutschland wieder lebende Hochmoore bilden. Gleichzeitig winkt beim Renaturieren eine neue Rohstoffquelle. Es geht um die oberen 30 bis 50 Zentimeter des landwirtschaftlich genutzten Bodens, der ohnehin entfernt werden muss, weil er zu viele Nährstoffe und moorfremde Vegetation enthält. Ein Teil wird zum Bau der Verwallungen und zur Schließung der einstigen Entwässerungsgräben benutzt. Den restlichen „Topsoil“ transportiert Gramoflor zum Werk in Vechta, wo er mit heißem Wasserdampf gereinigt wird. Danach ist die Qualität vergleichbar mit gängigen Torfersatzstoffen wie Kompost und Kokosfasern, und das Material kann den Substraten zu zehn bis 20 Prozent beigemischt werden. Gramoflor kauft den Topsoil vom Nabu. Diese Einnahmen decken rund drei der insgesamt zehn Millionen Euro Projektkosten. Für die Dienstleistung inklusive Maschinen und Arbeitskraft wird Gramoflor wiederum entlohnt.

Ein brauner Berg mit grünen Flecken wartet schon länger auf Abholung. Hemken steuert den Traktor hinauf, um den Topsoil erneut aufzulockern und das Unkraut loszuwerden. Nicht weit entfernt versammelt sich ein Dutzend Menschen in Gummistiefeln. Die Projektleiterin Sylvia Scholze von der Nabu-Stiftung hat Vertreter des Landkreises, der Gemeinden aus der Umgebung und von Rewe eingeladen, um den Stand der Dinge zu zeigen. In der Hand ein Clipboard mit Bauplan, läuft sie vorweg. Über einen aufgeschütteten Erdwall des Wasserspeichers geht es zu den Anzuchtflächen für moortypische Vegetation. Bei jedem Schritt auf der wolkig-weichen Erde des Walls sackt man ab. Auf drei Bahnen werden Moorpflanzen in Kästen herangezüchtet, manche unter einem schützenden Vlies. Nach etwa zwei Jahren sind die Pflanzen ausreichend entwickelt und können auf den fertig hergerichteten Flächen ausgebracht werden. Vor allem Torfmoose, aber auch Wollgräser, Sonnentau, Krähenbeere, Moosbeere und Schnabelried. Die weißen Büschel der Wollgräser erinnern an Baumwolle. Einst war die Gegend übersät davon. Dazwischen leuchtete der knallrote Kopfschmuck der Birkhühner auf, die zu dieser Jahreszeit balzten.

Die Trockenlegung des Ahlenmoors begann im 20. Jahrhundert. Wie den 4.000 Hektar erging es 92 Prozent der Moore Deutschlands. Nun soll der Prozess umgekehrt werden, und daher wird heimischer Torf immer knapper. Wie umkämpft er ist, zeigt sich im Campemoor im Landkreis Vechta. Gramoflor erhielt dort eine Abbaugenehmigung für 75 Hektar. Zwei Umweltverbände legten Widerspruch ein, und nach gemeinsamen Gesprächen einigte man sich auf einen Kompromiss: Gramoflor torft lediglich 45 Hektar ab und renaturiert diese Fläche, was gesetzlich vorgeschrieben ist. Zusätzlich renaturiert die Firma ungefähr die gleiche Flächengröße in der Nachbarschaft. Der regionale, hochwertige Rohstoff ist es Gramann wert.

Um ihren Torfbedarf zu decken, weichen viele Substrathersteller ins Baltikum aus, statt mehr in Alternativen zu investieren. Dem Industrieverband Garten zufolge stecken in Erden für Hobbygärtner immer noch 33 Prozent Torf, in Kultursubstraten sogar 65 Prozent. Die Ersatzstoffe seien noch nicht gut genug.

Eine Lösung für das Problem ist schon länger bekannt, jedoch noch nicht marktreif: Torfmoose. Im Ahlenmoor liegen sie in erdig-frisch duftenden, von der Sonne gebleichten Büscheln auf dem Boden. Als Vorstufe zu Torf haben Torfmoose ähnliche Eigenschaften, etwa einen niedrigen pH-Wert und eine schwammige Struktur. Sie sind der Teppichboden gesunder Moore. Sterben sie ab, bildet sich in den Erdschichten darunter über Jahrhunderte hinweg neuer Torf. Torfmoose lassen sich von der Oberfläche zupfen, ohne den Boden entwässern zu müssen. Danach wachsen die übrig gebliebenen Büschel wieder zu einem Teppich zusammen und lassen sich erneut ernten.

Die Torfmoose, die im Ahlenmoor gezüchtet werden, dienen nur der Renaturierung. Doch nicht weit von der Baustelle wird der Anbau in größerem Maßstab erprobt.

Das Bild zeigt eine Nahaufnahme eines sumpfigen, grünlich-braunen Gebiets mit Algenflecken und anderer Vegetation. Der Sumpf scheint sich in einer natürlichen Umgebung im Freien zu befinden, möglicherweise in einem Moor oder Feuchtgebiet.

Unscheinbar: So sehen nasse Moorflächen in der Nachbarschaft aus

Das Bild zeigt eine Frau mit langen, welligen Haaren, die einen blauen Pullover und einen grauen Schal trägt. Sie blickt zur Seite und hat ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Der Hintergrund ist einfarbig grün.

Die Projektleiterin: Sylvia Scholze vom Nabu hat unterschiedliche Interessen unter einen Hut gebracht

Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen, die auf einem Weg in der Nähe eines Gewässers im Moor spazieren gehen, wobei sich ihre Spiegelbilder im Wasser abzeichnen. Die Szene wirkt wie eine friedliche Landschaft unter freiem Himmel mit bewölktem Himmel.

Baustellenbesichtigung: Kommunalpolitiker, Naturschützer und Wirtschaftsvertreter stapfen über das Gelände

Geld verdienen mit Paludikultur

Im Landkreis Rotenburg baut das siebenköpfige Team vom Start-up ZukunftMoor seit 2024 auf 13 Hektar Torfmoose an, weitere 80 Hektar werden gerade wiedervernässt. Geleitet wird ZukunftMoor von dem Landwirt Paul Waldersee und der Betriebswirtin Julia Kasper, finanziert von Investoren, die nicht genannt werden wollen. Kasper, lockiger Bob und breites Lachen, meldet sich aus ihrem Büro in Gnarrenburg zum Videocall. „Wir wollen beweisen, dass man mit Landwirtschaft auf nassen Moorböden mehr Geld verdienen kann als auf trockengelegten“, sagt sie.

Die sogenannte Paludikultur wird seit mehr als 25 Jahren erforscht. Hürden gibt es viele. „250 Seiten, nur um den Flächenumbau genehmigt zu bekommen. Der Finanzierungsplan kommt noch dazu. Wie soll das ein einzelner Landwirt schaffen?“ Neben dem bürokratischen Aufwand investiert das Team viel Zeit in Saatgutvermehrung und Maschinenentwicklung. Für die Aussaat entwickelt es gemeinsam mit einem Spezialmaschinenhersteller Schwerlastdrohnen, für das Mähen und Ernten Kettenfahrzeuge. Im kommenden Jahr soll erstmals geerntet werden. Parallel will Kasper Landwirtinnen und Landwirte ins Boot holen. Gegen eine Umsatzbeteiligung könnte ZukunftMoor die Wiedervernässung und den Handel mit den Pflanzen übernehmen – also eine Art „Milchkontor für Torfmoose“ werden. Abnahmeverträge gibt es aber noch keine. Dafür laut Kasper „sehr deutliche Signale aus der Erdenindustrie, die darauf wartet, endlich regionale Torfmoose verarbeiten zu können anstatt Kokosfasern aus Indien“. Die Torfmoose sollen nicht teurer ausfallen, prognostiziert Kasper, „wenn man die Transportkosten mitrechnet“.

Josef Gramann ist auf der nur 50 Kilometer entfernten Baustelle skeptisch. Wegen des noch hohen Aufwands vermutet er einen zu hohen Rohstoffpreis. Und Sylvia Scholze sagt auf die Frage, wieso der Nabu im Ahlenmoor keine Paludikultur fördere: „Die Flächen eignen sich nicht. Wir sind hier umgeben von Naturschutzgebieten. Mit der Renaturierung schließen wir eine Lücke.“

Aber es lassen sich nicht alle Moore Deutschlands wiedervernässen und von der Landwirtschaft ausschließen. Insgesamt geht es um 1,8 Millionen Hektar, eine etwas größere Fläche als Schleswig-Holstein, und ein komplexes, langwieriges und teures Verfahren. Manch ein norddeutscher Bauernverband vergleicht das Projekt Wiedervernässung mit dem Kohleausstieg.

Mit dem Palu-Förderprogramm der Bundesregierung von April 2026 ist ein Anfang gemacht. Für die Umstellung bis Ende 2029 erhalten unter anderem landwirtschaftliche Betriebe 1,75 Milliarden Euro. Neben Torfmoosen gilt Rohrkolben als vielversprechende Paludikultur. Die Pflanze eignet sich als Dämmstoff. In Deutschland lässt die allgemeine Bauzulassung allerdings noch auf sich warten.

Warten ist nichts für Dominik Hemken. Der Neuanfang bei Gramoflor kam zur rechten Zeit, auch wenn ihm der Abschied von den Tieren schwergefallen ist. Statt Kühen sieht er heute öfter geschützte Tierarten. Er zeigt ein Handyvideo von einem Wolf mit einem Rehkitz im Maul, gefilmt beim Grubbern. Noch nervenaufreibender aber scheint hier die Sichtung von Vögeln wie Kiebitz und Wiesenpieper. Den Nestern der Bodenbrüter darf man aus Artenschutzgründen nicht näher als 100 Meter kommen. Sechs Nester haben die Baustelle vergangenes Jahr lahmgelegt. Nun zieht man alle Register, um das Tier zu vergrämen: Überall stecken Stangen im Boden, an denen Absperrbänder wie Fahnen im Wind flattern und das Licht reflektieren. Eine Nabu-Mitarbeiterin geht fast täglich mit ihrem Hund Gassi oder lässt einen Drachen über den Baufeldern fliegen.

Die Besucherinnen und Besucher in ihren Gummistiefeln teilen die Hoffnung, die besonders geschützten Vögel mögen jetzt woanders brüten – aber bitte zahlreich zurückkommen, wenn der letzte Bagger abgerückt ist. ---

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Das Bild zeigt mehrere schwarze, rechteckige Schalen, die mit einer Mischung aus Erde und Moorpfanzen gefüllt sind und auf einer Holzfläche angeordnet sind. Die Schalen stehen in einer Reihe, wobei sich einige gegenseitig überlappen. Die Schalen scheinen für den Anbau von Pflanzen oder Setzlingen gedacht zu sein.

Florale Kinderstuben: Anzuchtkästen für Moorpflanzen