Innovation aus der Antike
Um klimafreundlich zu bauen, revitalisiert ein Architekt aus Rom einen uralten Baustoff.
• Die alten Ägypter, Griechen und Römer verwendeten Sandstein, Marmor oder Granit für ihre Tempel. Heute werden diese Baustoffe nur noch als Verblendung für schicke Fassaden genutzt. Viele Gebäude bestehen vor allem aus Stahl und Beton – Materialien, die stabil und formbar zugleich sind, deren Herstellung aber für rund 15 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist.
Warum also nicht zu der alten Bauweise zurückkehren? Das fragte sich der italienische Architekt Vittorio Magnago Lampugnani. Sein Büro Baukontor sollte für den Medienkonzern TX Group in Zürich ein Bürohaus bauen. Die Planungen waren bereits weit fortgeschritten, als die Coronapandemie das Projekt zum Stillstand brachte. Lampugnani saß in seiner Wohnung fest – und forschte für ein Buch über nachhaltiges Bauen. Dabei kam ihm die Idee mit dem Stein.
Fotos: Baukontor Architekten
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